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Aufteilung des KG


14.08.2007 09:47 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Grema



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich erhalte mit meinem Gehalt das KG für meine volljährige Tochter (Schülerin). Ich zahle ihr nach DT Unterhalt nach Stufe 8; ihr Vater zahlt ihr 200 Euro. Wie wird das KG aufgeteilt? Ich bekomme doch wohl die Hälfte, da ich mehr als 135 % Unterhalt zahle. Wem steht aber die andere Hälfte zu? Dem Vater wohl kaum, da er weniger als 100 % zahlt. Also zusätzlich der Tochter? (Im Übrigen ist mir bekannt, dass der Unterhalt für Volljährige eigentlich anders berechnet wird; wir drei sind aber mit dieser Regelung bisher selbst einverstanden – die Frage nach der Aufteilung des KG würde sich genauso stellen.)
Vielen Dank!

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Sehr geehrter Fragestellerin,

unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Informationen sowie Ihres Einsatzes erlaube ich mir, Ihre Frage wie folgt zu beantworten:

Das Kindergeld wird gemäß § 64 Abs. 1 EStG grundsätzlich nur an einen Berechtigten ausgezahlt. Lebt das Kind noch im Haushalt eines Elternteils ist dieser als Berechtigter im sinne der Vorschrift.

Besitzt das Kind demgegenüber bereits einen eigenen Hausstand, so steht das Kindergeld demjenigen Elternteil zu, der dem Kind Unterhalt leistet. Wenn beide Elternteile dem Kind Unterhalt leisten, ist das Kindergeld an den Elternteil zu zahlen, der die höchste Unterhaltsrente zahlt (§ 63 Abs. 3 S.1 und S.2 EStG).

Dies bedeutet, dass das Kindergeld im vorliegenden Sachverhalt vollständig Ihnen zusteht.

Eine andere Frage wiederum ist die der Anrechnung des Kindergeldes:
Der Unterhaltsanspruch des Kindes erhöht sich gegen den das Kindergeld beziehenden Elternteil um die Hälfte, während die andere Hälfte auf den auf den Unterhaltsanspruch des anderen Elternteils anzurechnen ist.

Diese hälftige Aufteilung des Kindergeldes erfolgt unabhängig von der unterschiedlichen Höhe der jeweiligen Unterhaltszahlungen.


Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben.

Bitte beachten Sie, dass anhand der zur Verfügung stehenden Informationen lediglich eine erste Einschätzung erfolgen konnte. Für eine umfassende Beratung ist Ihnen die weitere Beauftragung eins Rechtsanwaltes zu empfehlen. Selbstverständlich stehe ich Ihnen hierfür auch weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen



Christian Grema
Rechtsanwalt

_____________
Christian Grema
C-G-W Rechtsanwälte

Postfach 1543
76605 Bruchsal

Tel.: (07251) 392 44 30 (24h)
Fax.: (07251) 392 44 31

Internet: www.c-g-w.de
E-Mail: info@c-g-w.de

Nachfrage vom Fragesteller 14.08.2007 | 11:25

Sehr geehrter Herr Grema, leider habe ich immer noch nicht ganz verstanden, wie die 154 Euro aufgeteilt werden: zunächst beziehe ich sie mit meinem Gehalt, dann bekommt meine Tochter die Hälfte (77 €) von mir zusätzlich zu dem Unterhalt, den ich ihr zahle. D.h. ich leite lediglich die eine Hälfte des KG an sie weiter.
„…während die andere Hälfte auf den auf den Unterhaltsanspruch des anderen Elternteils anzurechnen ist…“ Heißt das also, dass der Vater nur noch 200 – 77 = 123 Euro zahlen müsste und ich die 77 Euro behalten könnte?
Vielen Dank!

Nachfrage vom Fragesteller 14.08.2007 | 11:25

Sehr geehrter Herr Grema, leider habe ich immer noch nicht ganz verstanden, wie die 154 Euro aufgeteilt werden: zunächst beziehe ich sie mit meinem Gehalt, dann bekommt meine Tochter die Hälfte (77 €) von mir zusätzlich zu dem Unterhalt, den ich ihr zahle. D.h. ich leite lediglich die eine Hälfte des KG an sie weiter.
„…während die andere Hälfte auf den auf den Unterhaltsanspruch des anderen Elternteils anzurechnen ist…“ Heißt das also, dass der Vater nur noch 200 – 77 = 123 Euro zahlen müsste und ich die 77 Euro behalten könnte?
Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.08.2007 | 11:36

Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie haben die Antwort richtig verstanden: Die Anrechnung erfolgt genau so, wie Sie es in Ihrer Nachfrage formuliert haben.

Juristisch gesehen leiten Sie zwar nicht das Kindergeld selbst an Ihre Tochter weiter, sondern leisten einen um die Hälfte des Kindegeldes erhöhten Unterhalt; tatsächlich aber ergibt sich hieraus im Ergebnis kein Unterschied.


Mit freundlichen Grüßen

Christian Grema
Rechtsanwalt

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