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Aufteilung des Erbes zwischen Tochter und zwei Enkeln

| 27.01.2009 11:02 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



24. 01. 09


Sehr geehrter Herr Anwalt,

bei Beantwortung der Fragen ist von folgendem Sachverhalt auszugehen:

Ein verwitweter Erblasser hinterlässt im Todesfall ein Barvermögen von z.B. € 100 000. Erbberechtigt sind eine leibliche Tochter und zwei Enkel (Kinder des verstorbenen leiblichen Sohnes).

Frage 1. Ist es richtig, dass das Erbe wie folgt aufgeteilt wird: die leibliche Tochter erhält 75% des Barvermögens, die zwei Enkel den Pflichtteil von je 12,5%.

Frage 2. Der Erblasser verschenkt zu Lebzeiten ca. die Hälfte des Barvermögens an einen nicht Erb-oder Pflichtteilsberechtigten zur Hypothekentilgung. Können die Erb-oder Pflichtteilsberechtigten Forderungen an den Beschenkten stellen und wenn ja, in welcher Form und Höhe?

Frage 3. In welcher Höhe können Pflichtanteile gegenüber den Enkeln geschmälert werden, wenn die leibliche Tochter des Erblassers pro Tag z.B. ca. 2 Stunden für Betreuung im Altenheim, in dem der Erblasser lebt aufwendet (gemeinsames Spazieren gehen wegen Gehbehinderung, Vorlesen, wahrnehmen von Arztterminen vor Ort, Bersorgungen, erledigen des Schriftverkehrs, gemeinsames Mittagessen an Sonntagen im Haus der leiblichen Tochter u.ä.)

Frage 4. Besteht bei Schenkungen des Erblassers an die leibliche Tochter oder an nicht Erb-oder Pflichtteilsberechtigte Ausgleichspflicht an die pflichtteilsberechtigten Enkel und wenn ja in welcher Form und Höhe.

Frage 5. Bis zu welcher jeweiligen Gesamtsumme können Barzuwendungen als Anstandsschenkungen bezeichnet werden?

Frage 6. Hat ein gültiges Testament des Erblassers, das die Tochter zum Alleinerben bestimmt auch die von ihm erhoffte Rechtsfolge?

Besten Dank vorab für die Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Oldtimer
Eingrenzung vom Fragesteller
27.01.2009 | 11:18

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für das Einstellen Ihrer Frage, welche ich Ihnen anhand des geschilderten Sachverhaltes gerne folgt beantworten möchte:

Bitte haben Sie zunächst Verständnis dafür, dass aufgrund des von Ihnen gebotenen Einsatzes nur ein kurzer überblick über die rechtslage gegeben werden kann. Gerne bin ich jedoch bereit, auch außerhalb des Portal "Frag einen Anwalt" für Sie tätig zu werden, um Ihnen ein entsprechendes Testament zu entwerfen, wobei man sich über die Kosten sicherlich einigen kann.

Nun jedoch zu Ihrer Frage:

1. Die gesetzliche Erbfolge gestaltet sich in Ihrem Fall folgendermaßen: Die Tochter erbt 1/2, die andere Hälfte teilen sich die Enkel und erben je 1/4. Dies ist der gesetzliche Erbteil, der Pflichtteil beträgt jeweils die Hälfte hiervon. Haben Sie jedoch kein Testament, sind die Enkel gesetzliche Erben.

2. Schenkungen werden dann berücksichtigt, wenn Sie innerhalb der letzten 10 Jahre vor dem Todeseintritt vorgenommen wurden. Der Wert der Schenkung wird dann fiktiv dem Nachlass hinzugerechnet, so dass Pflichtteilsbeechtigte sogennte Pflichtteilsergänzungsansprüche geltend machen können.

3. Die "Pflegeleistungen" der Tochter halte ich für eine moralische Pflicht, welche den Pflichtteilsanspruch der Enkel an sich nicht schmälern, es sei denn, sie werden angemessen vergütet oder es wird der Tochter ein Betrag als Vorausvermöchtnis zugewendet, dafür, dass sie Pflegeleistungen erbracht hat.

4. Ja, siehe Frage 2. Der Wert der Schenkung wird dem Nachlass hinzugerechnet, daraus errechnen sich die Pflichtteilsansprüche.

5. Dies ist eine Frage des Einzelfalls und kann nicht pauschal beantwortet werden. Es kommt auf die gesamten Lebensumstände an.

6. Mittels eines Testaments können Sie zwar die Tochter zur Alleinerbin bestimmen. Dies ändert aber nichts an der Pflichtteilsberechtigung der Enkel.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben, und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Yvonne Müller
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 28.01.2009 | 11:52

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"Antwort erfolgte nicht im Lichte des neuen Erbrechtes vom 1. 1. 2009"
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 28.01.2009 3,4/5,0
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