Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Aufteilung der Rente und Verbleib des Haus nach Trennung

30.07.2008 21:34 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Mein Mann und ich sind seit 38 Jahren verheiratet und möchten uns jetzt trennen. Wir sind Beide Bezieher von Renten, das eigene gemeinsame Haus (Beide im Grundbuch eingetragen)ist vollkommen abbezahlt, die Kinder sind eigenständig und kommen selbst für ihren Lebensunterhalt auf. Wir leben in Zugewinn Gemeinschaft.Nun meine Frage: Ich bekomme eine Rente v. 1350,00 Eur. mein Mann 3325,oo Eur. Werden beide Renten zusammengelegt und dann halbiert, so daß jeder die Hälfte erhält?
Weiterhin möchte ich fragen: Muß derjenige, der im schuldenfreien Haus verbleibt, dem andreren, der sich eine Wohnung sucht, Miete Bezahlen?
Lezte Frage: Kann einer der Parteien auf dem Hausverkauf und Auszahlung des Zugewinnes bestehen?

Sehr geehrte Fragestellerin,

nach Ihrer Sachverhaltsschilderung, dass Sie Rente beziehen, gehe ich davon aus, dass Sie einen Unterhaltsanspruch nach § 1571 Nr. 1 BGB in Verbindung mit § 1578 BGB haben.
Bei der Berechnung der Höhe gehen die meisten Gerichte jedoch von der 3/7 4/7 Regel aus. Dies bedeutet, dass die Differenz zwischen Ihrem Einkommen und dem Einkommen des Mannes gebildet wird. Von der Differenz muß Ihr Mann dann 3/7 als Unterhalt zahlen.
In Zahlen: 3325 - 1350 = 1975.
3/7 von 1975 = 846,43 Euro Unterhalt.

Bei dem Haus gehe ich davon aus, dass es erst während der Ehe angeschafft wurde. Solange es beiden gehört, muß derjenige der es alleine nutzt, dem anderen eine Nutzungsentschädigung bezahlen, deren Höhe die Hälfte der ortsüblichen Vergleichsmiete betragen dürfte.

Zunächst wird versucht eine Einigung zu erreichen, wer das Haus bekommt. Wenn dies nicht möglich ist, und das Haus auch nicht so aufgeteilt werden kann, dass es aus 2 Wohnungen besteht, von denen jeder eine bekommt, dann kann jeder eine Versteigerung des Grundstücks verlangen. § 753 I BGB. Von dem Versteigerungserlös nach Abzug der Kosten, bekommt dann jeder die Hälfte.

Nachfrage vom Fragesteller 31.07.2008 | 14:49

handelt es sich bei den angegebenen Paragraphen "Unterhaltsanspruch" um eine normale Eheschließung ohne Ehevertag?
Danke!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.07.2008 | 21:01

Ja die §§ sind für eine normale Ehe ohne Vertrag.

§ 753 BGB Teilung durch Verkauf
(1) Ist die Teilung in Natur ausgeschlossen, so erfolgt die Aufhebung der Gemeinschaft durch Verkauf des gemeinschaftlichen Gegenstands nach den Vorschriften über den Pfandverkauf, bei Grundstücken durch Zwangsversteigerung, und durch Teilung des Erlöses. Ist die Veräußerung an einen Dritten unstatthaft, so ist der Gegenstand unter den Teilhabern zu versteigern.
(2) Hat der Versuch, den Gegenstand zu verkaufen, keinen Erfolg, so kann jeder Teilhaber die Wiederholung verlangen; er hat jedoch die Kosten zu tragen, wenn der wiederholte Versuch misslingt.

§ 1571 BGB Unterhalt wegen Alters
Ein geschiedener Ehegatte kann von dem anderen Unterhalt verlangen, soweit von ihm im Zeitpunkt
1. der Scheidung
2. der Beendigung der Pflege oder Erziehung eines gemeinschaftlichen Kindes oder
3. des Wegfalls der Voraussetzungen für einen Unterhaltsanspruch nach den §§ 1572 und 1573
wegen seines Alters eine Erwerbstätigkeit nicht mehr erwartet werden kann.


§ 1578 BGB Maß des Unterhalts
(1) Das Maß des Unterhalts bestimmt sich nach den ehelichen Lebensverhältnissen. Der Unterhalt umfasst den gesamten Lebensbedarf.
(2) Zum Lebensbedarf gehören auch die Kosten einer angemessenen Versicherung für den Fall der Krankheit und der Pflegebedürftigkeit sowie die Kosten einer Schul- oder Berufsausbildung, einer Fortbildung oder einer Umschulung nach den §§ 1574, 157

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70110 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr ausführliche und verständliche Antworten auf die Fragen. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Danke für die schnelle Antwort, war beim Gericht und werde nun mit einem Anwalt weiter machen. Vielen Dank für den Tipp. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle, kompetente Beantwortung meines Anliegens. Sehr gut. ...
FRAGESTELLER