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Aufteilung Wohneigentum nach Trennung


28.11.2005 08:42 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe vor fünf Jahren zusammen mit meinem Lebensgefährten ein Haus gekauft. Wir sind beide zur Hälfte Eigentümer und im Grundbuch eingetragen. Der Kredit für das Haus liegt bei € 150.000,00, abzüglich Tilgung 1 % für fünf Jahre. Jetzt möchte ich mich trennen und das Haus als Alleineigentümer behalten. Mein Lebensgefährte ist vermutlich nicht in der Lage, das Haus allein zu halten. Ein Verkauf oder gar eine Versteigerung soll vermieden werden.

Was kommt auf mich zu, wenn ich ihn aus dem Kreditvertrag entlassen und nur noch allein im Grundbuch stehen will? Worauf hat er Anspruch? Auf seine anteilige bereits gezahlte Tilgung? Auf Auszahlung einer Wertsteigerung des Hauses? Auf seine anteilige investierte Eigenheimzulage?

Könnte er mich irgendwie dazu zwingen, daß das Haus verkauft werden muß, obwohl er es nicht halten kann, ich aber wohl schon?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Nordlicht68

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Damit Ihr Lebensgefährte aus dem Kreditvertrag entlassen werden kann, ist neben seiner auch die Zustimmung des Kreditinstituts erforderlich, welches das Darlehen gewährt hat. Sollte die Bank ihre Zustimmung geben, müssten Sie selbstverständlich allein die weiteren Kreditraten zahlen.

Für die grundbuchlichen Eintragungen und den notariellen Kaufvertrag über den Anteil des Lebensgefährten werden Kosten anfallen. Diese sollten hälftig geteilt werden, da Sie beide ein Interesse daran haben, dass hier ein klarer Schnitt erfolgt. Das ist allerdings letztlich Verhandlungssache. Ebenso müssen Sie damit rechnen, dass für den Erwerb des Grundstücksanteils des Lebensgefährten Grunderwerbsteuer zu zahlen ist.

Auch die Frage, worauf der Lebensgefährte "Anspruch" hat, muss verhandelt werden. In der Regel wird man den jetzigen Wert des
Grundstücks samt Haus ermitteln und hiervon die aktuelle Darlehnshöhe abziehen. Die halbe Differenz wäre dann der Kaufpreis für den Grundstücksanteil des Lebensgefährten. Bei dieser Vorgehensweise wären der Tilgungsanteil und die Investition der Eigenheimzulage des Lebensgefährten bereits ebenso berücksichtigt wie eine eventuelle Wertsteigerung des Grundstücks.

Sollten die Tilgungsleistungen und sonstigen Investitionen von Ihnen und dem Lebensgefährten nicht gleich hoch gewesen sein, wird man sicherlich dementsprechend abweichen müssen. Dann müsste die Differenz gemäß dem Verhältnis der jeweils erbrachten Leistungen aufgeteilt werden.

Als Alternative wäre neben einem Kauf des Grundstücksanteils auch denkbar, dass der Lebensgefährte Ihnen das Grundstück zur alleinigen Nutzung gegen Zahlung eines entsprechenden Entgelts überlässt. Zur Ermittlung der Höhe des Entgelts kann der ortsübliche Mietzins (davon die Hälfte) herangezogen werden. In diesem Falle müsste der Lebensgefährte selbstverständlich weiterhin seinen Anteil an der Kredittilgung leisten.

Sollte keine Einigung möglich sein, wäre gemäß § 731 Absatz 2 in Verbindung mit § 753 Absatz 1, 2. Halbsatz des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) das Grundstück zu versteigern und der Erlös aufzuteilen. Auf dieses Verfahren könnte Ihr Lebensgefährte bestehen, wenn keine andere Lösung zustande käme.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Ausführungen geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Ingo Kruppa
Rechtsanwalt
www.kruppa-ruprecht.de
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