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Aufteilung Lebensversicherung nach Scheidung

| 03.03.2016 22:28 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Zusammenfassung:

Stichtag für die Berechnung des Zugewinns.

Meine 1975 geschlossene Ehe wurde 2006 geschieden. Während der Ehe wurde eine Lebensversicherung und ein Investmentfond angespart. Nach der Scheidung wurden mir beide Anteile trotz mehrfachen Bittens nicht ausgezahlt? Dieses erfolgte nach mehrjährigem Hinauszögern erst 2016. Aber als Berechnungsgrundlage wurde 2006 herangezogen.
Mein geschiedener Mann erfragte jetzt beim Lebensversicherer den Rückkaufswert für 2006 und überwies mir die Hälfte des Betrages von 2006. Ebenso verhielt es sich mit dem Investmentfond.
Meine Frage: Meine Anteile haben in beiden Fällen von 2006 bis 2016 mit Gewinn weitergearbeitet. Stehen mir dadurch nicht auch die von 2006 bis 2016 erzielten hälftigen Gewinne zu? Wenn ja, wie kann ich diese einfordern?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich gehe davon aus, das die Lebensversicherung eine Kapitalversicherung ist und nicht über den Versorgungsausgleich im Zuge der Scheidung ausgeglichen wurde. Der Fond und die Versicherung fielen in den Zugewinnausgleich. Hier hätte am alle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Stichtag bewerten müssen. Stichtag ist die Zustellung des Scheidungsantrages. Eigentlich sind diese Ansprüche heute bereits längst verjährt, von daher ist es günstig das Ihr Exmann überhaupt eine Zahlung geleistet hat.

Der Zugewinn ist stark stichtagsbezogen. Das folgt aus § 1384 BGB: Berechnungszeitpunkt des Zugewinns und Höhe der Ausgleichsforderung bei Scheidung . Es war daher leider richtig von Ihrem Exmann die Werte aus 2006 angesetzt zu haben. Da aber erst jetzt die Zahlung erfolgte, wäre es zwar richtig die Werte aus 2006 zu nehmen, allerdings müsste man die Summe verzinsen. Man müsste 5 % über Basiszinssatz seit 2006 berechnen, das wäre rechnerisch das richtige Ergebnis.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familien- und Arbeitsrecht


Rückfrage vom Fragesteller 09.03.2016 | 19:22

Sehr geehrter Herr Wöhler,
vielen Dank für Ihre sehr gute Beratung. Mir ist nicht so richtig verständlich, woraus sich die Höhe von 5% ergibt - warum nicht 4 oder 8 %?
Zu Ihrer Information:
Bei meiner ersten Anfrage habe ich leider vergessen zu erwähnen, dass im beiderseitigen Einvernehmen, leider nur mündlich, die Regelungen dieser finanziellen Fragen zeitlich ausgesetzt wurden. Wahrscheinlich ist dadurch die Verjährung auch juristisch gesehen außer Kraft gesetzt.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.03.2016 | 19:29

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ich komme gerne auf Ihre Nachfrage zurück.
5 % über dem Basiszinssatz ist der gesetzlichen Zinssatz und folgt aus Paragraph 288 BGB. Der genaue Zinssatz ergibt sich dann aus dem jeweils gültigen Basiszinssatz. Der Zinssatz ist also nicht genau 5 % sondern immer höher je nach Stand des Basiszinssatzes in der Vergangenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht und Arbeitsrecht

Bewertung des Fragestellers 06.03.2016 | 22:02

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Meine kostenlose Zusatzfrage kann ich leider nicht stellen, obwohl ich dazu aufgefordert werde. Sie würde lauten: Worauf fußt die Berechnung in Höhe von 5 % pa? Können Sie mir diese kleine kostenlose Zusatzfrage beantworten?
Vielen Dank und freundliche Grüße

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