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Aufteil am Erbe

| 19.12.2018 11:48 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Zusammenfassung: Die Höhe der Erbteile bei gesetzlicher Erbfolge bestimmt sich nach § 1925 BGB. Danach sind zunächst zwei Hälften für Mutter und Vater zu bilden. Jede dieser Hälften wird dann an die noch lebenden Abkömmlinge nach Stämmen verteilt. Deshalb profitiert der Halbbruder nur von einer Hälfte.

Guten Tag, unser Onkel ist kinderlos verstorben. Er hatte 2 jüngere Brüder (meinen Vater und meinen Onkel). Beide sind vor ihm verstorben. Mein Vater hatte ein Testament verfasst und darin einen mir nahezu unbekannten Halbbruder enterbt.
Nun erben die Tochter meines Onkels 1/2 und meine Schwester und ich 1/4?
Oder die Tochter meines Onkels 1/2 und meine Schwester 1/3 ich 1/3 und mein Halbbruder 1/3.
Ist mein Halbbruder durch das Testament meines Vaters von Günters Erbe ausgeschlossen?

Einen Erbschein haben wir schon, wir hatten an das Testament nicht gedacht. Dieses liegt noch beim Amtsgericht. Kann man diesen Erbschein ändern wenn mein Halbbruder nicht erbberechtigt sein sollte?

Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Wenn ich es richtig verstanden habe, wussten Sie bisher, dass ihr vorverstorbener Vater zwei Brüder (von den gleichen Elternteilen, also Oma und Opa) hatte: Nämlich den jetzt verstorbenen, kinderlosen Erblasser Onkel 1 und einen anderen, vorverstorbenen Onkel 2, der eine Tochter hat. Zusätzlich ist wohl eines der Elternteile des Erblassers (damit es plastisch wird, nehmen wir mal an Opa) einmal fremdgegangen und hat noch einen bisher unbekannten Sohn (Onkel Unbekannt) gezeugt.

Die gesetzliche Erbfolge bemisst sich wie folgt:
Erben 1. Ordnung (eigene Kinder des Onkel 1) gibt es nicht. Daher erben gemäß § 1925 Abs. 1 und Abs. 3 BGB die Kinder jedes Elternteils.

Von der Hälfte Ihrer „treuen" Oma:
Sie (Mdt): ¼-tel
Ihre Schwester: ¼-tel
Tochter von Onkel 2: ½

Von der Hälfte des „untreuen" Opa:
Sie (Mdt): 1/6-tel
Ihre Schwester: 1/6-tel
Tochter von Onkel 2: 1/3-tel
Onkel unbekannt: 1/3-tel

Wenn man jetzt die zwei Hälften beider Elternteile zusammenzählt ergibt sich:
Sie (Mdt): 20,83 % (Periode)
Ihre Schwester: 20,83 % (Periode)
Tochter von Onkel 2: 41,66666666666667 %
Onkel unbekannt: 16,66666666666667 %

Sorry für die Prozentangaben. Wen Sie jemanden mit besseren Mathekenntnissen haben, soll der das bitte mal in Bruchteile umrechnen.


Wenn Ihnen meine Ausführungen weitergeholfen haben, würde ich mich über eine positive Bewertung freuen!

Mit freundlichen Grüßen
Christian Spies, LL.M.
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 19.12.2018 | 15:43

Mein Vater, Bruder des Verstorbenen Onkels Günter und Bruder meines Onkels Reinhard hat vor seiner Ehe mit meiner Mutter ein Kind gezeugt. Dieser ist mein Halbbruder und durch Testament meines Vaters enterbt.

Mein Opa war nicht untreu. Er sowie meine auch treue Oma sind schon seit langem verstorben.
Es erben die Kinder der Brüder von Günter.
Ist mein Halbbruder erbberechtigt, obwohl er durch Testament meines Vaters bei seinem Tod ausgeschlossen wurde.

Ich hoffe, das es jetzt besser beschrieben. Oder habe ich ihre Antwort falsch verstanden.

Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.12.2018 | 15:57

Sie (Mdt): 1/6-tel
Ihre Schwester: 1/6-tel
Ihr Halbbruder: 1/6-tel
Tochter von Onkel 2: 1/2

Das Testament Ihres Vaters hat keinen Einfluss auf die gesetzliche Erbfolge Ihres Onkels.

Übrigens: Ihrem Halbbruder steht aufgrund der Enterbung durch das Testament Ihres Vaters ein Pflichtteilsanspruch zu. Diesen kann er bis zu 3 Jahre nach Kenntnis vom Erbfall und der Enterbung gegen die Erben geltend machen. Wenn er ihn aber nicht geltend macht, müssen Sie nichts von alleine unternehmen.

Bewertung des Fragestellers 19.12.2018 | 16:05

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