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Aufstockungsunterhalt nach Scheidung


28.12.2011 17:51 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo, guten Tag

Meine Frage ist: erhalte ich Aufstockungsunterhalt nach der Scheidung u. wenn ja, in welcher Höhe?

-die Ehe begann 1986
-zwei Kinder (erwachsen)


ich bin 60 Jahre alt u. arbeite halbtags im öffentlichen Dienst,
mein Nettoeinkommen beträgt 768,37 Euro

mein Mann ist 58 Jahre alt, Vollzeitbeamter,
sein Nettoeinkommen beträgt 2861,68 Euro
-hierin sind noch bis ca. Mitte 2012 wegen Berücksichtigung eines Kindes Familenzuschlag Stufe 1 in Höhe von 111,57 €, Familienzuschlag Kinder in Höhe von 108,92 €, Kindergeld in Höhe von 184,00 €, außerdem vermög.bildende Leistungen in Höhe von 6,65 € enthalten.
40,00 € gehen an die Bausparkasse.

Sollten weitere Angaben nötig sein, werde ich diese gerne beantworten.
28.12.2011 | 18:48

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte. Dieses Forum dient dazu, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung zu verschaffen, kann und soll keinesfalls die Beratung bei einem Kollegen vor Ort ersetzen.

Eine Unterhaltsberechnung ist eine komplexe Angelegenheit, so dass ich Ihnen anhand der von Ihnen gemachten Angaben lediglich einen groben Überblick über den zu erwartenden Unterhalt geben kann.

Ob und ggf. in welcher Höhe Sie einen Anspruch auf nachehelichen Unterhalt haben, richtet sich vorrangig nach denen von Ihnen während der Ehezeit hinzunehmeden ehebedingten Nachteilen aufgrund der Kinderbetreuung und der Aufgabenverteilung innerhalb der Ehe.

Es wäre zunächst zu prüfen, ob Sie Ihre Teilzeittätigkeit in eine Vollzeittätigkeit umwandeln können. Diese Obliegenheit trifft Sie, wenn Sie gesundheitlich dazu in der Lage sind, spätestens nach Ablauf des Trennungsjahres.

Sollte die Aufnahme einer Vollzeittätigkeit möglich sein, sollten Sie dies auch umgehend angehen, denn ansonsten würde ein nachehelicher Unterhalt mit fiktivem Einkommen auf Ihrer Seite gerechnet werden. Es würde dann das Einkommen in der Unterhaltsberechnung zu Grunde gelegt werden, welches Sie bei Ausübung einer Vollzeittätigkeit erzielen könnten.

Aufgrund der Kinderbetreuung während der Ehezeit, der Dauer der Ehe und auch Ihres Alters, besteht aber meines Erachtens in jedem Fall für eine Übergangszeit noch ein Anspruch auf Aufstockungsunterhalt. Hier müsste im Scheidungsverfahren naturgemäß auch durch Ihren Anwalt entsprechend argumentiert werden.

Das für Sie zuständige Oberlandesgericht Koblenz hat aber auch bei einer langen Ehedauer und ehebedingten Nachteilen durch Kinderbetreuung einen Anspruch auf nachehelichen Unterhalt auf 5 Jahre begrenzt, wobei in dieser Entscheidung zu berücksichtigen war, dass auch für eine Trennungszeit von 5 Jahren Trennungsunterhalt geleistet worden ist.

Wenn man die Zuschläge auf Seiten Ihres Ehemannes für die Kinder und das Kindergeld außer Betracht lässt, dann ergäbe sich ein durchsetzbarer Unterhaltsanspruch aufgrund Ihrer aktuellen Daten, ein solcher in Höhe von rund 670 €. Bitte berücksichtigen Sie dabei, dass es sich hierbei lediglich um eine Orientierung anhand der von Ihnen gemachten Daten handelt. Zur Ermittlung der Einkünfte sind die Einkommensverhältnisse von 12 Monaten heranzuziehen. Auch die Bereinigung um berufsbedingte Aufwendungen bzw. weitere abzugsfähige Kosten kann zu einem anderen Ergebnis führen. Sollte Ihr Ehemann einem Ihrer Kinder noch zum Unterhalt verpflichtet sein, so ist der Volljährigenunterhalt auch im Rahmen des nachehelichen Unterhaltes nach den Leitlinien des OLG Koblenz zu berücksichtigen.

Dringend empfehlen würde ich Ihnen, den nachehelichen Unterhalt von einem Fachanwalt für Familienrecht vor Ort prüfen und dann auch geltend zu machen.

Ich wünsche Ihnen für das kommende Jahr alles Gute.



Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen, sollte etwas unklar geblieben sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion des Portals.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier
- Rechtsanwalt -


Rechtsanwalt Tobias Rösemeier
Fachanwalt für Familienrecht

Nachfrage vom Fragesteller 29.12.2011 | 12:01

Erfolgte die Berechnung unter Berücksichtigung der geänderten Steuerklassen nach der Scheidung?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.12.2011 | 12:05

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:

Die Berechnung erfolgte aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben. Steuerklassen waren aus Ihrer Ausgangsfrage nicht ersichtlich.

Sollten Sie noch die Steuerklasse III/V in Anspruch nehmen, wären die Einkommen dann nach dem Steuerklassenwechsel neu zu berechnen und ebenfalls eine neue Unterhaltsberechnung vorzunehmen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass im Rahmen einer Erstberatung nicht die künftigen Einkommensverhältnisse nach Steuerklassenwechsel errechnet werden können.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier
- Rechtsanwalt -

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