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Aufstockung Risikolebensversicherung

28.01.2015 10:53 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Hallo,

wir haben vor einiger Zeit eine Risikolebensversicherung abgeschlossen.
Inkludiert ist eine "Nachversicherungs-Garantie", mit welcher wir als Kunden diesen Vertrag nochmals variabel aufstocken können.
Diese Nachtversicherungsoption haben wir schon einmal problemlos genutzt und stoßen nun bei weiterer Erhöhung auf ein unerwartetes Problem:

Wir haben vor zwei Wochen diese nochmalige Erhöhung schriftlich angesucht. Innerhalb weniger Tage, hatten wir auch die neue Annahmeerklärung im Haus.
Jedoch ist uns sofort aufgefallen, das diese Vertragserhöhung in einem neuen Tarifvertrag dargestellt wurde und nicht im alten Vertrag bearbeitet wurde.
Wir hätten also mit Unterzeichnung zwei Verträge der Gesellschaft mit unterschiedlichen Tarifen.

Auf telefonischer Nachfrage, wurde uns mitgeteilt, das es keine andere Möglichkeit gebe, da es jährlich neue Tarife geben würde und man diese Erhöhung nur so darstellen kann.
Natürlich haben wir auch darauf hingewiesen, das es schon einmal ohne Probleme eine Aufstockung gab, auch ohne das ein weiterer Vertrag angefertigt wurde. Leider ohne Erfolg.

Drehen wir nun das Rad einmal weiter und wir würden in den nächsten Jahren nochmals weitere Erhöhungen vornehmen, hätten wir mehrere Verträge und auch umfangreiche Buchung auf Kontoauszügen, was wir absolut vermeiden wollen.

Wir würden uns gerne über Hilfe und Unterstützung freuen, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt einfach, wie gewohnt, den Altvertrag unkompliziert zu erhöhen?!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn Ihnen vom Versicherer in dem ursprünglichen Vertrag eine Nachversicherungs-Option eingeräumt wurde, ist der Versicherer auch daran vertraglich gebunden und kann dies nicht einseitig abändern. Er muss also den ursprünglichen Vertrag einschließlich der ursprünglichen Vertragsbedingungen und des Tarifes beibehalten und lediglich an die Erhöhung anpassen. Die vorgeschobene versicherungsinterne Organistion der Verträge und Tarife ist dabei nicht von Belang. Voraussetzung ist aber, dass Ihnen diese (mehrfache) Erhöhungsoption auch vertraglich tatsächlich zugesichert ist. Dies kann natürlich nur anhand des Versicherungsvertrags und der Versicherungsbedingungen verbindlich festgestellt werden.

Der Versuch, Ihnen einen neuen Vertrag anzubieten, dient offenbar dazu, Sie in einen anderen Tarif mit oftmals geänderten Versicherungsbedingungen zu drängen. Sofern Sie dies annehmen, kommt tatsächlich ein weiterer Vertrag zustande, der aber unter Umständen auch den ursprünglichen ersetzen kann. Daher ist hier zur raten, vorsichtig zu sein und die Sache einer genaueren Prüfung anhand der Vertragsunterlagen einem Rechtsanwalt vorzulegen. Sofern ich Ihnen hierbei behilflich sein soll, können Sie mich gern kontaktieren.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 28.01.2015 | 11:56

Hallo Herr Wessel,

die Versicherungsbedingung haben wir gerade vorliegen. Daran haben wir noch garnicht gedacht. Im Besonderen Bedingungsteil für die Nachversicherungsgarantie steht wie folgt:

"...haben Sie das Recht, für die versicherte Person mit deren Zustimmung zu den dann gültigen Bedingungen ohne erneute Prüfung einen zusätzlichen Vertrag gleicher Art mit zusätzlichem Betrag abzuschließen..."

Alle weiteren Absätze beziehen sich auf die Versicherungssumme. Somit können wir aktuell ausschließen das keine weitere wichtigen Informationen vorliegen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28.01.2015 | 13:46

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage!

Nach der von Ihnen mitgeteilten Klausel ist keine Nachversicherungsoption im Sinne einer Aufstockung des bestehenden Vertrags vereinbart. Vielmehr haben Sie das Recht einen zusätzlichen Vertrag zu den aktuell geltenden Versicherungsbedingungen abzuschließen, allerdings ohne erneute Prüfung des versicherten Risikos, also i.d.R. ohne neue Gesundheitsprüfung. Die Auskunft des Versicherers ist demnach richtig, dass Ihnen ein zweiter Vertrag angeboten werden kann. Sie sollten in diesem allerdings genau prüfen und sicherstellen, dass mit diesem der ursprüngliche Vertrag weiter bestehen bleibt und nicht abgeändert wird.

Mit freundlichen Grüßen

Gunnar Wessel
Rechtsanwalt

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