Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Aufschiebend bedingte Auflage in Testament

| 23.06.2009 09:24 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Ich wende mich an Sie mit einem kleinen erbrechtlichen Problem. Ich habe die Absicht, in mein Testament den folgenden Passus aufzunehmen:

Ist Doris H. meine Erbin, so wird ihr zur Auflage gemacht, an Georg X. den Betrag von … € zu zahlen. Der Vollzug der Auflage ist bis zum Tod von Doris H. aufgeschoben. Ist sie nicht meine Erbin, so lastet dieselbe Auflage auf dem jeweiligen Erben ohne Aufschub. Sie ist sofort zu vollziehen.

Dieser Text stammt von mir. Ich suche jedoch eine professionelle, „wasserdichte“ Formulierung.
Hintergrundsinformation:
Meine Schwester Doris und ich haben uns in getrennten Testamenten gegenseitig als Alleinerben eingesetzt. Nach dem Tode des Letztversterbenden erbt das SOS Kinderdorf.
Den Weg über die aufschiebend bedingte Auflage (§ 2074 BGB) muss ich aus erbschaftssteuerlichen Gründen gehen, obwohl ein aufgeschobenes Vermächtnis naheliegender zu sein scheint.
Da der Auflagebegünstigte keinen Rechtsanspruch hat, werde ich einen Testamentsvollstrecker einsetzten lassen.
Um es ganz klar zu machen: Ich erwarte keine Beratung zu der Frage, ob Auflage oder Vermächtnis empfehlenswerter. Das ist ausgepaukt.
Ich bin nur an der richtigen Formulierung meines obigen Textes interessiert. Mehr nicht.

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Informationen beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich Sie aber darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Die von Ihnen gewählte Formulierung könnte missverstanden werden. Insbesondere sollten Sie den ersten Satz ändern. Denn hier ist nicht ganz eindeutig, ob eine Erbeinsetzung der Doris H. vorliegt, oder ob die gesetzliche Erbfolge gelten soll. Dies gilt natürlich nicht, wenn Sie vorher eine eindeutige Erbeinsetzung vorgenommen haben. Dann sollten Sie aber hierauf verweisen, insbesondere wenn die Erbeinsetzung in einer anderen Urkunde geregelt ist. Trifft letzteres zu, so sollten Sie in jedem Fall deutlich darauf verweisen, dass das Testament aus mehreren Urkunden besteht.
Allerdings ist in jedem Fall nicht deutlich, wann der dritte Satz gelten soll. Hier ist eine Verdeutlichung anzuraten, unter welchen Umständen ein anderer Erbe ist. Hier kann zum Beispiel das Vorversterben der Doris H. aufgeführt werden.

Als Formulierung anstatt des ersten Satzes schlage ich deshalb vor:
"Hiermit setze ich Doris H. zu meiner Erbin ein. Ihr wird zur Auflage gemacht, an Georg X. den Betrag von … € zu zahlen."

Für den dritten Satz schlage ich folgende Formulierung vor:
"Im Falle eines Vorversterbens der Doris H. setze ich [das SOS Kinderdorf] als Erben ein. Ihm wird zur Auflage gemacht, an Georg X. den Betrag von … € zu zahlen."

Damit ist die Erbfolge eindeutig geklärt.

Im Übrigen (Satz 2 und 4) kann der Text so stehen bleiben.

Abschließend möchte ich Sie noch darauf hinweisen, dass sich aus den übrigen Teilen des Testaments keine widersprüchlichen Regelungen ergeben sollten. Denn dies würde die Formulierungen angreifbar machen. Deshalb rate ich Ihnen, dass vollständige Testament nochmals überprüfen zu lassen. Gerne stehe ich hierfür zur Verfügung.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

Bewertung des Fragestellers 27.06.2009 | 11:35

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

FRAGESTELLER 27.06.2009 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 78071 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr konkrete und genaue Auskunft mit Quellen zur ausgiebigen Prüfung. Bei Bedarf gerne auch für eine anwaltliche Vertretung ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Antwort kam prompt. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Frage präzise gestellt, passende Antwort bekommen. Hat mir sehr weiter geholfen. ...
FRAGESTELLER