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Aufnahme Arbeitsverhältnis und Anrechnungszeitraum während der Kündigungsfrist

| 07.05.2014 19:16 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Während der Freistellungsphase wird ein anderweitiges Einkommen angerechnet.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe meine ordentliche fristgerechte Kündigung zum 15.03.2013 vom Arbeitgeber X ,(danach noch eine fristlose ohne eine einzige Abmahnung zum 24.3.2014 erhalten) auf Grund von Standortschliessung mit Freistellung bis Arbeitsvertragsende. Ein neues Arbeitsverhältniss habe ich beim Arbeitgeber y zum 01.04.2013 aufgenommen.

Ist der Arbeitgeber X verpflichtet den Lohn vom 01.04.2014- 15.04.2014 zu bezahlen, wenn er
-in der Annahme ist, dass ein neues Arbeitsverhältnis vor Ablauf der Kündigungsfrist existiert
-nichts von dem neuen Arbeitsverhältnis ab 01.04. weiß, nur weiß dass ich im April ein neues Arbeitsverhältniss aufgenommen habe.

Oder besteht eine Informationspflicht an den Arbeitgeber x wenn ich innerhalb der Freistellung ein neues Arbeitsverhältniss aufnehme, muss dann der Arbeitgeber x zustimmen bzw. muss ich Ihn trotz Freistellung um Erlaubniss bitten? Und wenn ich dass nicht getan habe, muss er dann den Zeitraum der Kündigungsfrist nicht bezahlen in den das neue Arbeitsverhältnis fällt.

Es handelt sich bei beiden Arbeitsverhältnissen um die gleiche Branche.

Hintergrund der Frage ist, ich habe derzeit einen Anwalt der mich in dem Fall vertritt, der mir rät auf eine Vergleich mit Beendung des alten Arbeitsverhältnisse einzugehen mit Enddatum zum 31.3 statt zum 15.04. da ich sonst das aktuelle und das alte Einkommen Gegenrechnen müsste bis 15.04. Was genau ist damit gemeint und ist damit wirklich eine klage auf Anerkennung der Kündigung zum 15.04. sinnlos. Sprich kann ich nicht doppelt Geld erhalten und wenn nein warum nicht.

07.05.2014 | 20:59

Antwort

von


(335)
Tannenweg 17
72654 Neckartenzlingen
Tel: 07127/349-1208
Web: http://www.rechtsanwalt-kromer.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihren Ausführungen entnehme ich, dass Sie zum 15.04.2014 fristgerecht gekündigt wurden (weil Sie wohl versehentlich von 15.03.2013 schreiben) , sowie fristlos zum 24.03.2014.
Die Ausführungen Ihres Anwaltes sind zutreffend. Sobald Sie nämlich freigestellt sind müssen Sie sich nach § 615 BGB: Vergütung bei Annahmeverzug und bei Betriebsrisiko das Anrechnen lassen was Sie anderweitig während dieser Zeit verdient haben (vgl. Bauer in NZA 2007, 409 ff mwN).

Ob Sie trotz Freistellung um Erlaubnis bitten mussten bei einem anderen Arbeitnehmer beschäftigt zu werden, lässt sich leider erst nach Prüfung Ihrer Freistellung prüfen. Das dürfte jedenfalls dann nicht der Fall sein, wenn der Arbeitgeber Sie darauf hingewiesen hat, dass ein anderweitiger Verdienst angerechnet wird.

Bitte beachten Sie, dass diese Rechtslage unabhängig davon ist, ob ihr alter Arbeitgeber hiervon Kenntnis erlangt.

Daher spricht viel dafür einen Vergleich zum Enddatum 31.03.2014 einzugehen, je nach Verhandlungslage evtl. noch geknüpft an eine bestimmte Zeugnisnote.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Johannes Kromer
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Johannes Kromer

Rückfrage vom Fragesteller 07.05.2014 | 21:07

vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort. Zum "Laienverständnis" was genau bedeutet die Formulierung in der Rechtssprechung das man sich den Verdienst anrechnen lassen muss. Und bei wem ?

( ja bei dem Kündigungsdatum der fristgerechten Kündigung meinte ich den 15.04.)..

vielen Dank .

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.05.2014 | 21:23

Praktisch bedeutet dies, dass von dem eigentlichen Gehalt beim Altarbeitgeber Ihr in diesem Zeitraum vom neuen Arbeitgeber erhaltenes Gehalt abgezogen wird. In der Folge hätten Sie damit voraussichtlich nur noch einen minimalen Anspruch gegen Ihren Arbeitgeber (dann wenn Sie beim neuen Arbeitgeber weniger verdienen) bzw gar keinen (dann wenn Sie beim neuen Arbeitgeber mindestens das gleiche Gehalt beziehen)

Ich hoffe ich könnte Ihre Nachfrage verständlich beantworten und freue mich auf eine Bewertung.

Mit freundlichen Grüßen

Johannes Kromer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 07.05.2014 | 21:27

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Sehr konkret und verständlich geantwortet. Die Antwort hilft mir sehr bei meinem weitern Entscheidungsweg. Vielen Dank.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 07.05.2014
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