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Auflösung eines Arbeitsvertrages

| 18.08.2011 16:05 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Ich beabsichtige eine neue Arbeitsstelle anzutreten. Ich bekomme den neuen Job aber nur, wenn ich am 1.10. anfangen kann.
Mein bisher laufender Arbeitsvertrag enthält eine Kündigungsfrist von 6 Wochen zum Quartalsende.
Ich müsste also diese Woche noch kündigen, um regulär den neuen Arbeitsplatz antreten zu können.
Eine verbindliche Zusage beim neuen Arbeitgeber bekomme ich aber bis morgen nicht, es stehen m.E. lediglich sehr gute Chancen für mich.
Somit bleibenn nur 2 Möglichkeiten:
Prophylaktisch kündigen, mit dem Risiko einer Leistungssperre beim Arbeitsamt und einer anschließenden Arbeitslosigkeit oder
auf einen Auflösungsvertrag mit dem Arbeitgeber hoffen.
Hierzu meine Frage: wenn der alte Arbeitgeber meinem Wunsch nach vorzeitiger Auflösung des Arbeitsvertrages nicht zustimmt, habe ich die Möglichkeit einer fristlosen Kündigung (wenn ja, welche Gründe müssen vorliegen...) und welche Risiken (Strafen, Schadenersatz) gehe ich ein?
Besten Dank!

Sehr geehrte Fragestellerin,
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch eine Kollegin/ einen Kollegen vor Ort ersetzen kann. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung komplett anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben und dem eingesetzten Betrag wie folgt:


Um den neuen Arbeitsplatz rechtzeitig antreten zu können, müssen Sie das laufende Arbeitsverhältnis vor Ablauf der regulären Kündigungsfrist beenden.

In Betracht kommt zunächst ein Aufhebungsvertrag. Es besteht aber kein Rechtsanspruch gegen den Arbeitgeber, einen solchen Vertrag zur vorzeitigen Beendigung zu schließen.

Bei der von Ihnen angestrebten fristlosen Kündigung gehen Sie Gefahr, dass der Arbeitgeber Schadensersatzansprüche geltend macht.

Ob der Arbeitgeber Vertragsstrafen geltend machen kann, hängt davon ab, ob im Arbeitsvertrag dazu etwas vereinbart wurde.

Nur wenn es eine Klausel mit einer Vertragsstrafenregelung in Ihrem Arbeitsvertrag gibt, kann eine solche Strafe auch verwirkt sein. Anderenfalls kommt eine Vertragsstrafe nicht in Betracht.

Wenn Sie fristlos kündigen, verliert der Arbeitgeber Ihre Arbeitskraft. Wenn ihm dadurch ein finanzieller Schaden entsteht, kann der Arbeitgeber diesen bei Ihnen geltend machen.

Der Arbeitgeber muss dann beweisen, dass ihm ein Schaden ist und in welcher Höhe. Ihnen obliegt es dann, zu beweisen, dass lediglich ein geringerer Schaden entstanden ist.

Eines Grundes bedarf es für die fristlose Kündigung nicht. Es besteht dann aber die zuvor beschrieben Gefahr der Inanspruchnahme auf Schadensersatz.

Erfolgt die fristlose Kündigung aus wichtigem Grund entfällt der Schadensersatzanspruch. Allerdings ist aus dem bisherigen Vortrag kein solcher wichtiger Grund ersichtlich.


Um Ihre Ansprüche erfolgreich durchzusetzen, empfehle ich die Einschaltung eines Anwalts vor Ort – den Sie über unser Portal problemlos finden können.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.

Abschließend möchte ich Sie bitten die Bewertungsfunktion zu nutzen, um dieses Forum für andere Nutzer transparenter zu gestalten.

Nachfrage vom Fragesteller 20.08.2011 | 18:48

Was wäre denn ein akzeptabler wichtiger Grund für eine Kündigung?
z.B. Wenn eine Therapeutin einer Suchtklinik, immer wieder mit Briefen aus Justizvollzugsanstalten belästigt wird, weil Patienten ihre Privatadresse weitergeben?
Oder die Patienten diese Therapeutin immer wieder zuhause aufsuchen, weil deren Privatwohnung in Sichtweite der Klinik liegt?
Dieses Problem läßt sich ja nur durch Wechsel der Arbeitsstelle oder des Wohnsitzes ändern, wobei ersteres wahrscheinlich effektiver ist.
Besten Dank für die bisher sehr klärenden Aussagen!
Wenn diese Nachfrage kostenpflichtig sein sollte, betrachten Sie bitte den Auftrag zur Beantwortung als erteilt!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.08.2011 | 22:18

Werter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage darf ich wie folgt Stellung nehmen:

Die Beantwortung dieser Nachfrage ist vom Ausgangspreis umfasst.

Die von Ihnen angegebenen Gründe können eine arbeitnehmerseitige Kündigung aus wichtigem Grund rechtfertigen.

Dann entfielen auch Schadensersatzansprüche des Arbeitgebers.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrike J. Schwerin
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 20.08.2011 | 18:36

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 20.08.2011 4,6/5,0
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