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Auflösung eines Arbeitsverhältnisses


06.08.2007 09:47 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Situation:
Meine Frau ist Bankkauffrau und seit dem 21.8.2006 wegen mittlerweile chronischer Schmerzen in beiden Unterarmen krankgeschrieben.
Zahlreiche Arztbesuche und Reha-Maßnahmen führen derzeit zu keinem endgültigen Heilungserfolg.
Sie ist an ihren Arbeitgeber mit der Bitte herangetreten aufgrund ihrer Krankheitssituation eine Auflösung ihres 24-jährigen Arbeitsverhältnisses durch Abfindung zu prüfen.
Fragen:
1. Muß Sie bei der Auflösung des Arbeitsverhältnisses auf Kündigungsfristen (6 Wochen zum Quartal), bzgl. späterer Ansprüche auf Arbeitslosengeld, achten?
2. Wird die Abfindung auf das Arbeitslosengeld angerechnet - Sperre von 3 Monaten wegen Auflösung?
3. Falls keine Auflösung erfolgt und sie aber länger als 1,5 Jahre krank geschrieben ist: Ist der Arbeitgeber verpflichtet den Arbeitsplatz weiterhin freizuhalten?
4. Wie lang ist der Anspruch auf Krankengeld seitens der Krankenkasse und welche Ansprüche habe ich von wem nach diesem Zeitraum?
5. Ist die Krankenkasse bei fortgesetzter Krankheit verpflichtet Krankengeld zu zahlen, auch wenn sie Abfindung erhält? (da sie sich wegen der Kankeit beim Arbeitsamt nicht arbeitslos melden kann)
6. Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente bei der BfA zu beantragen, auch wenn der künftige Krankheitsverlauf noch nicht klar ist?
7. Was ist darüberhinaus zu beachten?

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Sehr geehrter Fragesteller,

in Anbetracht der Anzahl der Fragen und Ihres Einsatzes beantworte ich die Fragen wie folgt:

1.) Ja, ansonsten droht eine Anrechnung der Abfindung und möglicherweise eine Sperrfrist.
2.) Die Abfindung wird dann angerechnet, wenn die Kündigungsfrist des Arbeitgebers nicht eingehalten wird. Eine Sperrfrist wird dann verhängt, wenn der Arbeitnehmer durch sein Verhalten, hier möglicherweise Zustimmung zur Auflösung des Arbeitsvertrages, beigetragen hat.
3.) Der Arbeitgeber ist verpflichtet einen Arbeitsplatz gem. Arbeitsvertrag Ihrer Frau zur Verfügung zu stellen.
4.) Wegen derselben Krankheit wird Krankengeld für längstens 78 Wochen innerhalb einer Frist von drei Jahren gezahlt.
5.) Ihre Frau kann und sollte sich unmittelbar nach Kündigung/Aufhebungsvertrag arbeitslos melden, auch dann wenn sie weiterhin arbeitsunfähig ist. Da auch Bezieher von Arbeitslosengeld grundsätzlich Anspruch auf Zahlung von Krankengeld haben.
6.) Dies kann ohne Kenntnis der genauen Umstände insbesondere Alter, finanzielle Verhältnisse etc. nur in einem persönlichen Gespräch individuell beantwortet werden. Ich empfehle Ihnen sich erst einmal an die BfA zu wenden und sich über die Höhe der Erwerbsminderungsrente Ihrer Frau zu informieren.
7.) Dieses Frage kann und wird in jedem Falle nur unvollständig beantwortet werden können, da dies abhängig von der konkreten Situation Ihrer Frau ist. Daher ein Hinweis: Um eine Sperrfrist beim Arbeitsamt zu vermeiden, könnte Ihre Frau versuchen von Ihrem Arbeitgeber fristgemäß gekündigt zu werden, mit Abfindungszahlung und Verzicht auf eine Kündigungsschutzklage. Damit wird die Abfindung auf das Arbeitslosengeld nicht angerechnet und es erfolgt keine Sperrfrist.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

Nachfrage vom Fragesteller 07.08.2007 | 15:03

Nachfrage zur Frage 4:
Wenn die 78 Wochen Krankengeldzahlung seitens der Krankenkasse abgelaufen sind - Welche Ansprüche habe ich danach von wem und wie hoch sind diese?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.08.2007 | 10:31

Sehr geehrter Fragesteller,

nach der Krankengeldzahlung haben Sie möglicherweise Ansprüche auf Arbeitslosengeld I oder Arbeitslosengeld II.

Die Höhe hängt von der individuellen Situation ab.

IdR. erhalten Sie jedoch vor Ablauf der 78 Wochen einen Hinweis der Krankenkasse. Mit dieser sollten Sie unbedingt das weiter Vorgehen besprechen insbesonder hinsichtliche der Erwerbsminderungsrente.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

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