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Auflösung des Arbeitsvertrages

| 07.02.2011 17:10 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


19:56

Hallo,

ich arbeite seit dem 1.12.1994 bei meinem Arbeitgeber (Groß- und Außenhandel für KfZ-Ersatzteile - 80 Verkaufshäuser mit ca.2.300 Mitarbeitern deutschlandweit) als kaufmännischer Angestellter (Schwerpunkt Warenwirtschaft, Lagerlogistik und Garantiefälle). Heute hat mir mein Arbeitgeber gesagt, daß er mit meiner Arbeitsleistung nicht mehr zufrieden ist und meinen Arbeitsvertrag zum 1.3.2011 auflösen möchte. Er würde aber noch für drei Monate mein Gehalt weiterzahlen ohne daß ich arbeiten gehen muß (wie sieht es in der Zeit mit Urlaubsanspruch aus?). Da ich aber weiß, daß pro Jahr Betriebszugehörigkeit ein halbes Bruttomonatsgehalt zusteht, weiß ich jetzt nicht, was ich machen soll.

Noch ein paar Angaben: ich bin 47 Jahre alt und verdiene 2.010 Euro

Ich muß mich bis spätestens Mittwoch entscheiden. Soll ich das Angebot (6.030 Euro brutto für drei Monate) annehmen oder steht mir eine Abfindung von über 16.000 Euro zu?

Besten Dank im voraus

07.02.2011 | 17:34

Antwort

von


(1215)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Zunächst sei darauf hingewiesen, daß Sie sich in keinster Weise von Ihrem Arbeitgeber unter Druck setzen lassen müssen. D. h. die Frist bis Mittwoch können Sie getrost aus Ihrem Gedächtnis streichen. Niemand kann Sie zwingen, kurzfristig eine solch weitreichende Entscheidung zu treffen.


2.

Festzuhalten ist, daß das Kündigungsschutzgesetz zu Ihren Gunsten eingreift. Sollte der Arbeitgeber tatsächlich die Kündigung aussprechen, haben Sie die Möglichkeit, innerhalb von drei Wochen ab Zugang der Kündigung beim zuständigen Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage zu erheben.


3.

Eine Aufhebung des Arbeitsvertrages ohne die Zahlung einer Abfindung ist absolut indiskutabel. Das wäre eine "billige" Lösung ganz im Sinne des Arbeitgebers, auf die Sie keinesfalls eingehen sollten.

Deshalb zum Urlaubsanspruch nur eine Randbemerkung: Da Sie von der Arbeitsleistung während der drei Monate freigestellt würden, würde voraussichtlich schriftlich festgehalten, daß Urlaubsansprüche damit abgegolten wären.


4.

Grundsätzlich wird Ihnen eine Abfindung zustehen, sollte das Arbeitsverhältnis tatsächlich beendet werden. Pro Beschäftigungsjahr beträgt die Abfindung ein halbes Monatsbruttogehalt, wobei Ihr letztes Gehalt zugrunde gelegt wird; vgl. § 1a Absatz 2 KSchG .


5.

Da es hier um eine weitreichende Entscheidung geht, rate ich dringend, einen Rechtsanwalt vor Ort aufzusuchen und mit ihm die Einzelheiten zu besprechen. Und nochmals: Lassen Sie sich nicht vom Arbeitgeber drängen, rasch eine Entscheidung zu fällen. Sagen Sie dem Arbeitgeber ruhig, daß Sie einen Rechtsanwalt eingeschaltet hätten und sich daher erst beraten lassen möchten.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 07.02.2011 | 18:38

Guten Abend, Herr Raab,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Ich werde das Angebot meines Arbeitgebers nicht annehmen und gleichzeitig eine Rechtsanwalt einschalten. Die Abfindung steht mir also auf jeden Fall zu, auch im Falle einer fristlosen oder fristgerechten Kündigung.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.02.2011 | 19:56

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Für eine fristlose Kündigung ergeben sich aus dem Sachverhalt keinerlei Anhaltspunkte. Wäre aber eine fristlose Kündigung gerechtfertigt, weil Sie z. B. die "silbernen Löffel" gestohlen hätten, hätten Sie keinen Anspruch auf Zahlung einer Abfindung.


2.

Im Fall einer rechtmäßigen Kündigung muß der Arbeitgeber keine Abfindung zu zahlen. Allerdings ist das eher selten der Fall, so daß Ihre Aussichten, eine Abfindung, sei es außergerichtlich oder im Rahmen eines Kündigungsschutzprozesses, zu erhalten, recht groß sind.



Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 07.02.2011 | 19:18

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 07.02.2011
5/5,0

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