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Auflösung bzw. Aufhebung einer Erwachsenenadoption


| 25.09.2006 13:56 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Grema



Ich bin (heute 29 Jahre) mit 19 Jahren vom damaligen Ehemann meiner Mutter adoptiert worden und trage auch heute noch nach ihrer Scheidung seinen Familiennamen.

Ich möchte diese Adoption aus folgenden Gründen um jeden Preis rückgängig machen:
Mein (Stief)vater plegte ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu mir, das 2 Jahre nach Adoption entglitt in einem Liebesgeständnis und einem sexuellen Annährungsversuch während eines Auslandsaufenthaltes, den ich natürlich abwehrte! Meine Mutter erfuhr erst vor ca. 3 Jahren von mir von diesem Vorfall.

Seine Ehe mit meiner Mutter endete 2 Jahre danach. Er versuchte mich vielfältig zu manipulieren und meine damalige Instabilität (Essstörung, unsicher, Probleme mit der Mutter) auszunutzen.

Heute besteht keinerlei Kontakt. Ich muss diese "Verbindung" kappen um mich selbt zu gefreien. Meine psychischen Symptome und Ängste rühren aus vielen Vorfällen in dieser Zeit.

Gibt es diese Möglichkeit? Darf ich meinen Geburtsnamen wieder annehmen OHNE das mein leiblicher Vater zustimmen muss? (kein Kontakt, lebt in Spanien)
Ansonsten: kann ich meinen Nachnamen ändern, falls ich die Adoption icht lösen kann?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

Die Aufhebung der Adoption wird in Ihrem Fall wohl nicht gelingen.
Hinsichtlich der Aufhebbarkeit der Adoption gilt es zu unterscheiden, ob eine Annahme mit den Wirkungen der Minderjährigenannahme nach § 1772 BGB vorlag. In diesem Fall wäre eine Aufhebung der Adoption nur wegen Verfahrensmängeln möglich, was in Ihrem Fall wohl nicht zutrifft.

Sofern eine „gewöhnliche“ Annahme (ohne die Wirkungen der Minderjährigenannahme) gegeben war, kann neben Verfahrensmängeln auch „aus wichtigem Grund“ nach § 1771 BGB eine Aufhebung begehrt werden. Ein „wichtiger Grund“ im Sinne der Vorschrift, könnte bei dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt (Annäherungsversuch, Manipulationsversuch usw.) zwar gegeben sein (schwere Verstöße gegen Familienbindung können ein wichtiger Grund sein), jedoch ist ferner erforderlich, dass sowohl Annehmender als auch Anzunehmender den Antrag stellen, d.h. auch Ihr Stiefvater müsste den Antrag stellen, mithin mit der Aufhebung einverstanden sein. Dies wird wohl nicht zutreffen. Ein solcher Antrag müsste anderenfalls beim Vormundschaftsgericht gestellt werden.


Zur sonstigen Möglichkeit einer Namensänderung:

Auch eine anderweitige Möglichkeit der Namensänderung wird höchst problematisch sein. Grundsätzlich ist eine solche nach §§ 1, 5 Familiennamenänderungsgesetz möglich (schriftl. Antrag oder zu Protokoll bei der unteren Verwaltungsbehörde des Wohnsitzes), wenn auch hier ein „wichtiger Grund“ vorliegt. Die Vorschrift hat Ausnahmecharakter und es gilt der Grundsatz der Namenskontinuität. Diesem muss das Interesse an der Namensänderung überwiegen. Durch den Namen müssen mehr als nur bloße Unannehmlichkeiten entstehen, nämlich Nachteile von solchem Gewicht, dass ein Beibehalten bei verständiger Würdigung nicht zumutbar wäre. Um solche Nachteile zu beweisen, kann ein psychologisches Gutachten unter Umständen hilfreich sein. Jedoch gilt es zu erwähnen, dass bereits im Falle einer Vergewaltigung durch den Stiefvater solche Nachteile durch das Gericht verneint wurden.


Ich möchte Ihnen - wegen der erwähnten Schwierigkeiten – raten, einen Anwalt aufzusuchen, der im persönlichen Gespräch die Einzelheiten Ihres Falls besser erfassen kann und Ihnen bei den nötigen Anträgen behilflich sein kann. Gerne stehe ich Ihnen hierfür zur Verfügung.

Ich hoffe die Frage in diesem Rahmen zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Bitte machen Sie ansonsten von Ihrer Nachfragemöglichkeit gebrauch.

Mit freundlichen Grüßen
C. Grema
Bewertung des Fragestellers |


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