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Auflösung Mietvertrag


07.12.2006 22:22 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Anwälte,

wir bewohnen einen Teil eines Hauses den wir als Wohnung gemietet haben. Das Gesamthaus umfasst ca. eine Wohnfläche von 800 qm², davon bewohnen wir in einem seaparaten abgeschlossenen Bereich ca. 150 qm². Seit 5 Jahren sind wir dort Mieter und haben schon erhebliche Investitionen getätigt um einen vernünftigen Wohnstandard zu erhalten, da unser Vermieter sich nicht um diese Belange gekümmert hat.

Vor 3 Monaten hatten wir einen Schaden an der Dusche, wobei Feuchtigkeit ins Mauerwerk eingetreten ist. Bei der Beseitigung des Schadens wurde durch eine Feuchtemessung festgestellt, das in der gesamten Wohnung aufsteigende Feuchte in allen Wänden und Fussböden vorzufinden war, wodurch auch schon Schimmelbildung im Parkettfussboden aufgetreten ist.

Unser Vermieter hat, nach ständigen Aufforderungen unsererseits, mit so geringen Mitteln wie möglich versucht, den Schaden zu beseitigen, aber sich gesträubt die Ursache zu beheben.
Durch unser unnachgiebiges Drängen hat er sich Rat von einem uns unbekannten angeblichen Fachmann geholt, der sich daraufhin unsere Wohnung anschaute. Wir hatten den Eindruck das die ganze Sache ein Theater war.

Heute nun kam der Vorschlag von unserem Vermieter " es wäre wohl die beste Lösung wenn wir den Mietvertrag einvernehmlich auflösen".
Seine Begründung lautete: "die notwendigen Investitionen für die Sanierungen würden sich nicht rechnen."
Wahrscheinlich wurde der nicht bewohnte Teil des Gesamtgebäudes mit in die Untersuchung einbezogen. Dazu sei gesagt das er diesen unbewohnten Teil des Gebäudes seit min. 6 Jahren verrotten lässt. Also dort wurde seitdem nicht geheizt, gelüftet, sämtliche Dachüberstände,Regenrinnen sind völlig vergammelt. Laut Aussagen seiner Frau uns gegenüber " würden wir da reinschauen würden wir glauben wir leben im Paradies".

Wir möchten hier wohnen bleiben, aber nur wenn die Mängel behoben werden. Wie ist es nun wenn wir auf sein Angebot nicht eingehen, bzgl. des Aufhebens des Mietvetrags? Kann er uns dann rausschmeissen? Oder ist er in der Pflicht die Sanierungen durchzuführen, egal wie hoch die Investitionen sind? Ich möchte noch sagen das unser Vermieter über genügend finanzielle Mittel verfügt, um die Sanierungen zu realisieren.
Welche rechtlichen Mittel stehen uns zur Verfügung? Wie ist die Rechtslage , wie sollen wir uns verhalten?

Wenn es dazu kommt, das wir uns einen Rechtsbeistand suchen, welches Fachgebiet sollte dieser dann am besten haben? Es wäre ja möglich das hier das Fachgebiet Baurecht oder sonstiges besser zutrifft?

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

07.12.2006 | 23:05

Antwort

von


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Heinrich-Brüne-Weg 4
82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: www.anwaeltin-heussen.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

1.Der Vermieter hat die Pflicht, die Wohnung in ordnungsgemäßem Zustand zu halten.
2.Der Vermieter kann Sie nicht ohne weiteres kündigen. Das ist nur z.B. möglich, wenn Sie die Miete nicht pünktlich zahlen oder der Vermieter Eigenbedarf geltend macht.
3.Wenn die Wohnung mangelhaft ist, können Sie den Vermieter zur Behebung der Schäden auffordern und sollte er die Mängel nicht beheben, können Sie die Miete mindern.
4.Zu einem Aufhebungsvertrag können Sie nicht einseitig gezwungen werden.
5.Sie sollten die Schäden durch einen eigenen Gutachter festhalten und anhand des Gutachtens den Vermieter unter Fristsetzung zur Behebung der Schäden auffordern.
6.Sollte Ihr Vermieter nach Ablauf der Frist die Mängel nicht behoben haben, können Sie die Schäden selbst beseitigen und Ersatz der Aufwendungen verlangen.

Die Kosten für das Gutachten sind ersatzfähig, wenn sich der Vermieter weigert, die Schäden zu beheben.

Der Schwerpunkt liegt hier im Mietrecht. GErne empfehle ich IHnen einen Kollegen vor Ort für Ihre Vertretung.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
Weiler Rechtsanwälte
Sonnenstr. 2
80331 München
Tel: (089) 20604130
kanzlei@weiler-rechtsanwaelte.de
Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


Nachfrage vom Fragesteller 08.12.2006 | 21:51

Sehr geehrte Frau Heussen,

vielen Dank für Ihre Antwort. Doch eines ist noch unklar, kann er denn ,oder besser wann, kann er sagen er kündigt uns nur weil ihm die Investitionen zu teuer wären? Oder kann er uns aus so einem Grund überhaupt nicht kündigen? Es ist klar das die Investitionen die er tätigen müsste nicht den Wert des Hauses übersteigen würden. Also, die entscheidene Frage ist für uns ob er eine Möglichkeit hat uns zu kündigen abgesehen von einer Eigenbedarfskündigung? Und auf das oben genannte Angebot, das Sie uns einen Anwalt in unserer Region empfehlen, würden wir auch gern eingehen. In Frage käme ein Anwalt aus der Region Hamburg, Bremen, Hannover und alles was innerhalb dieses Dreiecks liegt, wäre noch günstiger.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.12.2006 | 09:20

Wenn der Vermieter Ihnen Wohnraum vermietet hat, muss er die Räume in ordnungsgemäßem Zustand halten. Eine Kündigung aus wichtigem Grund käme höchstens dann in Betracht, wenn der Vermieter größte finanzielle Aufwendungen betreiben müßte, die ihm nicht zumutbar sind. Dafür muss aber einiges vorgetragen werden. Gegen eine solche Kündigung sollten Sie sich auch unbedingt wehren, da der Vermieter diesen Grund nachweisen müsste.
Ich werde Ihnen per E-Mail einen Kollegen in Hamburg empfehlen.

Mit freundlichen Grüssen
Nina Heussen
Rechtsanwältin

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