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Auflaufen lassen - Mobbing?


27.06.2007 16:15 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Hallo,
ich habe mal eine Frage ich komm seit ca. 1,5 Jahren mit meinem Vorgesetzten überhaupt nicht mehr klar unsere Kommunikation ist fast auf null er wirft mir jeden Fehler den ich in der Programmierung mache vor, und legt mir im Personalgespräch Fehlerlisten mit wann/Datum/was vor.
Egal was es war und wenn es nur kleinste unwichtige Dinge sind jeder Fehler ist einer zuviel für ihn. Mich ärgert das auch aber ich muss auch all meine Dinge selber testen das ist nicht gerade objektiv.
Ich leide mittlerweile körperlich darunter (war auch 10 Wochen zur psych. Reha) und er hört nicht auf. Es ging zwischendurch ca. 4 Wochen gut nachdem wir ein Gespräch mit seinem Vorgesetzten hatten und er sich entschuldigt hat. Dann ging es aber wieder los.

Er ruft mich nicht an (arbeite im Home Office) wenn er es zusagt, schickt mir Skripte nicht die ich brauche um weiter machen zu können, sagt ich schreibe Konzepte als wenn ich es meiner Oma erklären würde. (dabei sagen andere die seien ganz normal sind eben nicht alles Leute aus der IT die das lesen).

Sagt wenn er geschlossene Fragen stellt, will er geschlossene Antworten. Will mir Urlaub nicht geben oder Gleitzeit wegen vieler Aufträge das geht nur wenn man es auf die gesundheitliche Schiene stellt usw. Antworten auf emails erfolgen nicht.......Er legt im Kundensystem einfach Dinge an wo ich die Dokumentation für habe, informiert mich aber nicht.
Wenn ich was umsetzen soll bekomme ich nur Halbinfos weder was davor noch was danach passieren soll, muss aber einen Aufwand schätzen was so schlecht möglich ist.

Der Kunde hingegen ist lt. Bewertungen mit meiner Arbeit hochzufrieden. Ich weiß mittlerweile nicht mehr weiter habe bereits 2x mit einem externen Personalcoach gesprochen, bewerbe mich natürlich aber so einfach ist das ja auch alles nicht.
Ich bin mittlerweile ratlos da er jedes Ansprechen darauf blockt er ist ein 300%iger Mensch.

Mittlerweile lässt er es auch im Lohn aus und sagt meine Leistung stimmt nicht die ich aber immer weiter herunterfahre da ich überdurchschnittliches Dienstleistungsbewusstsein habe und jetzt aber nicht mehr über die normale Arbeitszeit hinaus für den Kd. zur Verfügung stehe. habe über 300 Überstunden und das sicher nur weil ich nichts leiste.....

Ich würde gerne bei seinem Chef eine Versetzung in eine andere Abteilung anregen damit er zumindest nicht mein Abteilungsvorgesetzter mehr ist. Führung ist das jedenfalls nicht und ich gehe körperlich dran zu grunde der Hausarzt wollte mich schon wieder krankschreiben ich habe das aber noch geblockt. Er war noch nicht immer so, weiß nicht ob er was gegen Frauen hat oder was los ist. Bei uns in der Firma bekommen (fast) alle eine Gewinnbeteiligung das wurde auch von der Geschäftsführung so kommuniziert. Ich nicht!
Ausserdem steht in dem Bericht von der Reha dass ich den Job unter diesen Voraussetzungen mit diesem Chef nicht weiter machen soll. Darüber habe ich ihn informiert darf er und sein chef das einfach so hinnehmen wenn er weiter solche Touren fährt?

Er hatte mal eine Abteilung mit 6 Mitarbeitern jetzt bin nur noch ich übrig. Weiß nicht mehr wie ich mich verhalten soll wenn ich ihn drauf anspreche leugnet er und versteht alles falsch und dreht es zu seinen Gunsten hin. Ich kann so aber nicht mehr arbeiten da ich daran zu grunde gehe. Sein Chef darf es nach Auskunft unseres Personalcoaches so nicht hinnehmen da es eine Fürsorgepflicht gäbe und Gleichstellungsgesetz oder so.
Ich weiß nicht wie ich da rantreten soll (auch ggf. Abteilungswechsel wir sind 70 Personen in der Firma) gibt es eine Grundlage auf die ich mich beziehen kann?
Meine Arbeit mache ich gerne bin auch dabei zu suchen aber wenn ich noch nichts anderes habe möchte ich auch nicht kündigen.

Wir arbeieten übrigens seit ca. 4 Jahren (3 Jahre ist er mein Vorgesetzter) im gleichen Projekt, also war das noch nicht immer so.

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Sehr geehrte Rechtssuchende,
Ihre Darstellung hört sich sehr nach eine vollständigen Ignoranz Ihres Vorgesetzten an. Zuerst vorweg eine Anregung:
1.
Gibt es in Ihrem Unternehmen einen Betriebs- oder Personalrat?
Diese Vertreter sind der erste Anlaufpunkt für eine Hilfe bei der Auseinandersetzung mit dem Vorgesetzten. Außerdem muss es einen Gleichstellungsbeauftragten geben.
2.
Sie müssen Den Arbeitgeber zur Abgeltung der Überstunden auffordern. In diesem Zusammenhang müssen Sie im Arbeitsvertrag nach Ausschlussklauseln suchen. Ansprüche können eventuell verjähren.
3.
Sie sollten das Fehlverhalten des Vorgesetzten historisch auflisten und dann einen Termin bei ihm oder mit ihm bei Ihrem Arbeitgeber wahrnehmen und diese Probleme ansprechen.
4.
Ihr Vorgesetzter hat ebenso wie der Arbeitgeber eine aus dem Arbeitsverhältnis resultierende Fürsorgepflicht. Er ist verpflichtet Ihre Kritiken anzuhören und zu bearbeiten. Erfolgt dies nicht und werden Sie sogar dadurch krank, dann begeht zum einen der Arbeitgeber, als auch Ihr Vorgesetzer eine Vertragsverletzung. Sie könnten Schadensersatz fordern. Dieser würde z.B. beseitigt werden, wenn Sie im Unternehmen umgesetzt werden. Sollten Ihnen Entgeltausfälle auf Grund der Krankheit entstehen und können Sie die Ursache der Krankheit mit dem Fehlverhalten begründen (Gutachten), dann stände Ihnen auch dieser Entgeldausfall als Schadensersatz bzw. ein Schmerzensgeld zu.
5.
Wenn Sie geschlechtsspezifische Ungleichbehandlung ansprechen, dann haben Sie einen Anspruch auf Beseitung der Ungleichbehandlung. Dazu verweise ich auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, aus dem sich empfindliche Schadensersatzansprüche gegen den Arbeitgeber ergeben.
Diese Ansprüche sollten Sie sofort prüfen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen erste Anhaltspunkte für eine Klärung geben. Derartige Fälle sind sehr komplex und können nicht einfach mit 1 Email beantwortet werden. Sie müssen dazu die Hilfe des Betriebs- oder Personalrates und des Gleichstellungsbeauftragen anfordern.
Mit freundlichen Grüßen
Steffen Rogge
Rechtsanwalt
Balan Stockmann & Partner


Nachfrage vom Fragesteller 27.06.2007 | 17:00

Hallo,

es haben bereits mehrere Termine mit meinem Vorgesetzten und ein Termin mit meinem Vorgesetzten und dem Abteilungsspezifischen Geschäftsführer stattgefunden. Hier hat er sich entschuldigt und gesagt ich hätte das alles fehlaufgefasst das wäre gar nicht so gemeint mit den Fehlerlisten, Kategorisierungen etc. Nur 1,5 Monate später hat er in einem weiteren Halbjahresgespräch einen Fehler angesprochen bei dem ich aus Dienstleistungssicht um 22.30 für den Kunden genau das korrigiert habe was er mir gemeldet hat. Aufgrund der späten Zeit (ich hatte vorher auch noch einen Autounfall) habe ich dann andere Daten nicht mehr betrachtet. Als der Fehler sich am nächsten Tag ausweitete und ich es bei ihm ansprach sagte er "kann ja mal passieren" um dann im nächsten Personalgespräch wieder meine Leistung darauf zu bewerten.
Mich stört vor allem dass der Kunde nachweislich schriftlich meine Leistung als sehr gut bewertet und er das nicht zur Kenntniss nimmt. Ich habe nachweislich dadurch eine Verschlechterung meiner Gesundheit war wie gesagt 10 Wochen zur Reha aufgrund einer Essstörung und befinde mich seit über 1,5 Jahren in psychosomatischer Behandlung. Natürlich habe ich weniger Geld wenn ich Krankengeld oder Übergangsgeld der BFA bekomme.
Auszahlung der Überstunden ist im Vertrag nur im Ausnahmefall möglich. Wir bekommen aber jährlich eine Aufstellung der Überstunden die gegenseitig abgeglichen wird.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.06.2007 | 20:27

Sehr geehrte Rechtssuchende,
ich möchte Sie daruf hinweisen, dass Ihnen nach einer längeren Krankheit ein Wiedereingliederungmaßnahme nach dem SGB V mit Unterstützung des Medizinischen Dienstes, dem Betriebsarzt und des Betriebsrates zusteht.
In Ihrem Fall ist die Zusammenarbeit mit dem gegenwärtigen Vorgesetzten wohl derart gestört, dass Ihnen ein dringendes Personalgespräch mit dem Ziel der Umsetzung im Unternehmen anzuraten ist.
Wenn Sie weitere Maßnahme anstreben, sollten sich zuvor einen Befundsbericht von Ihrem behandelnden Arzt einholen. Für arbeitsgerichtliche Schritte ist es notwendig, dass Sie die Kausalität (Ursache-Folgewirkung) zwischen Pflichtverletzung des Vorgesetzten und Krankheit nachweisen. Wenn Ihnen dies gelingt, können Sie Schadensersatzforderungen gegen den Arbeitgeber wegen Pflichtverletzung vorbringen.
Im übrigen können Sie dann ein Umsetzung im Unternehmen fordern.

Diese Schritte sind schwierig. Sie kommen aber aus dem Kreislauf nicht heraus, wenn Sie dem Arbeitgeber nicht den "Finger auf die Brust" setzen und eine Aussprache suchen oder Forderung stellen.
Wenn Sie diese Forderung nicht selbst stellen können, sollten Sie unsere Hilfe oder die eines Kollegen dringend in Anspruch nehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Steffen Rogge
Rechtsanwalt
Balan Stockmann & Partner

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