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Aufklärungspflicht Verkäufer - Neubau MFH auf Nachbargrundstück nach Kauf ETW

| 25.10.2021 18:33 |
Preis: 40,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


20:50

Sehr geehrte Damen und Herren,

Im letzten Jahr habe ich eine ETW (Dachgeschoss-Wohnung) gekauft.
Bei der Schlüsselübergabe sagte die Maklerin auf einmal "Ja, und auf dem Nachbargrundstück soll ja wohl abgerissen und neu gebaut werden".
Diese Information wurde mir vorab nie gegeben und es wurde auch darüber nie gesprochen - ich muss auch gestehen - ich hatte nicht nachgefragt.

Ich habe erst einmal abgewartet wie der Neubau aussieht und welche Auswirkungen er auf meine Wohnung hat.

Inzwischen steht ein MFH auf dem Nachbarsgrundstück. Das Haus ist gut 1m näher an unser Haus gebaut worden und auch nach Süden versetzt worden. Sitze ich jetzt auf meinem Balkon habe ich auf einmal einen wundervollen Blick auf das Nachbarhaus - vorher war da deutlich mehr Aussicht.
Des Weiteren ist der Sonneneinfall in meine Wohnung natürlich auch eingeschränkt (Nicht dramatisch, aber doch schlechter als vorher).

Rückfrage beim Bauamt hat ergeben:
Der ehemalige Eigentümer ist über den Bauantrag informiert worden (Februar 2019).
Allerdings hat der Eigentümer unser komplettes Haus zwischenzeitlich an eine Immobilienfirma verkauft (Ich vermute irgendwann 2020), welche das Haus in einzelne Wohnungen aufgeteilt hat und dann die Wohnungen einzelnd veräußert hat.

Ich weiß leider nicht ob die Immobilienfirma vom ehemaligen Eigentümer informiert wurde (angeblich hat der ehemalige Eigentümer die Immobilienfirma informiert - das ist aber nur Hörensagen, ich habe da nichts schriftliches) die Maklerin schien auch was zu wissen (Siehe obige Aussage bei der Schlüsselübergabe).

Kleines Detail noch, dass eventuell relevant ist: Die Eigentümer beider Grundstücke und Häuser sind aus der selben Familie. Vermutlich wurde ein Haus verkauft um den Neubau auf dem Nachbargrundstück zu finanzieren.

Meine Fragen sind:
Habe ich eine Chance auf Schadensersatz da ich nicht über den Neubau aufgeklärt wurde?
Macht es überhaupt Sinn da weiter vorzugehen oder habe ich da nur ein hohes Risiko auf den Kosten sitzen zu bleiben wenn ich das alles nicht beweisen kann?
Wenn Chance auf Schadensersatz besteht, wieviel Schadensersatz kann man denn überhaupt erhalten?

Ich bedanke mich schonmal im Vorraus.

25.10.2021 | 19:34

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihren Fragen:

Habe ich eine Chance auf Schadensersatz da ich nicht über den Neubau aufgeklärt wurde?

Sofern dies die Sicht nicht nur unerheblich beeinträchtigt und das scheint bei Ihnen nicht der Fall zu sein, hätte die Maklerin darauf hinweisen müssen. Die Kenntnis müssten Sie allerdings beweisen, wobei hier der ehemalige Eigentümer und das Bauamt angeschrieben werden sollte, inwiefern der Verkäufer hiervon wusste. Kenntnis der Maklerin muss sich der Verkäufer ebenfalls zurechnen lassen.

Macht es überhaupt Sinn da weiter vorzugehen oder habe ich da nur ein hohes Risiko auf den Kosten sitzen zu bleiben wenn ich das alles nicht beweisen kann?

Dies sollte nach Auskunft Bauamt/Voreigentümer erneut evaluiert werden.

Wenn Chance auf Schadensersatz besteht, wieviel Schadensersatz kann man denn überhaupt erhalten?

Das wäre dann Gegenstand eines vorherigen Gutachtens, wobei Situation jetzt und damals auch mit einem Neubau in alten Proportionen gegenüber gestellt werden müssen. Ich gehe dabei auch davon aus, dass Sie einen baldigen Abriss des Hauses nicht erkennen konnten.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten, könnten wir für Sie eine kostenfreie Deckungsanfrage durchführen.

Über eine ggf. positive Bewertung auf dieser Plattform würde ich mich freuen.
Falls vorhanden gerne auch über Google: https://g.page/RechtsanwaltHoffmeyer/review?rc

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 25.10.2021 | 20:46

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Eine Rückfrage habe ich um sicher zu sein, dass ich alles richtig verstanden habe:
Durch meine Nachfrage beim Bauamt weiß ich, dass der ursprüngliche Eigentümer über den Neubau informiert war (Ich weiß wann der Bauantrag einging, wann der Eigentümer informiert wurde und wann der Bauantrag bewilligt wurde).

Wenn ich jetzt beim ursprünglichen Eigentümer abfrage, ob dieser bei Verkauf an die Immobilienfirma, letztere über den geplanten Neubau informiert hat reicht das als Nachweis um weitere Schritte zu gehen?
Die Maklerin kann ja, wenn es hart auf hart kommt, vor Gericht immernoch behaupten Sie hätte nichts gewusst und auch nichts in die Richtung gesagt.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25.10.2021 | 20:50

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihren Nachfragen:

Das ist ausreichend, da Sie den Alteigentümer dann auch als Zeugen dafür benennen könnten, um die Kenntnis davon zu beweisen, und damit die Arglist (§ 444 BGB).

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten, könnten wir eine kostenfreie Deckungsanfrage durchführen.

Über eine ggf. positive Bewertung auf dieser Plattform würde ich mich freuen.
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Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 26.10.2021 | 14:29

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