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Aufhenthaltsstatus bei über 9 Monaten im Nicht-EU-Ausland

22. April 2022 19:32 |
Preis: 30,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Der Aufenthaltstitel erlischt, wenn der Ausländer ausgereist und nicht innerhalb von sechs Monaten oder einer von der Ausländerbehörde bestimmten längeren Frist wieder eingereist ist

Mein Bruder (Deutsch), Schwägerin (Türkin) und Kind (8, deutscher Bürger) leben seit 4 Jahren im Nicht-EU-Ausland. Mein Bruder ist hier abgemeldet und im Ausland berufstätig.

Meine Schwägerin und ihr Kind sind bei meinen Eltern (ich denke mit Hauptwohnsitz) angemeldet. Das Kind besucht eine Schule im Ausland. Meine Schwägerin ist mit Arbeitsvertrag in Deutschland steuer- und sozialversicherungspflichtig angestellt, arbeitet aber in der Regel im Home-Office im Ausland.

Nach Deutschland kommt sie ein bis zwei Mal im Quartal für 3-4 Tage. Kumuliert ist sie weit über neun Monate im Ausland.

Meine Eltern haben nun einen Wohngeldantrag gestellt. Das Amt möchte wissen, was mit den weiteren angemeldeten zwei Personen ist.

Wäre es für den Aufenthaltsstatus (unbefristet) meiner Schwägerin schädlich mitzuteilen, dass sie die Wohnung bei Deutschlandaufenthalten gelegentlich kostenfrei nutzt, den Großteil des Jahres aber im Nicht-EU-Ausland lebt?

Wie gesagt ist sie hier angestellt.

Freundliche Grüße

22. April 2022 | 22:01

Antwort

von


(126)
Storkower Straße 158
10407 Berlin
Tel: 03023916152
Web: http://www.12anwalt.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten.

Rechtsgrundlage ist § 51 AufhG.

§ 51 Beendigung der Rechtmäßigkeit des Aufenthalts; Fortgeltung von Beschränkungen
(1) Der Aufenthaltstitel erlischt in folgenden Fällen:
1.
Ablauf seiner Geltungsdauer,
2.
Eintritt einer auflösenden Bedingung,
3.
Rücknahme des Aufenthaltstitels,
4.
Widerruf des Aufenthaltstitels,
5.
Ausweisung des Ausländers,
5a.
Bekanntgabe einer Abschiebungsanordnung nach § 58a,
6.
wenn der Ausländer aus einem seiner Natur nach nicht vorübergehenden Grunde ausreist,
7.
wenn der Ausländer ausgereist und nicht innerhalb von sechs Monaten oder einer von der Ausländerbehörde bestimmten längeren Frist wieder eingereist ist,

8.
wenn ein Ausländer nach Erteilung eines Aufenthaltstitels gemäß der §§ 22, 23 oder § 25 Abs. 3 bis 5 einen Asylantrag stellt;

Insofern wäre es für den Aufenthaltstitel Ihrer Schwägerin schädlich, wenn die Ausländerbehörde erfährt, dass sie sich überwiegend im Ausland aufhält.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer kostenlosen Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann auch unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc.

Meine Emailadresse finden Sie, wenn Sie auf mein Profilfoto klicken.
Bitte beachten Sie, dass die Ergänzung oder Änderung des Sachverhalts zu einer vollkommen anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen



Jan Bergmann
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 22. April 2022 | 22:22

Sehr geehrter Herr Bergmann,

vielen Dank für die ausführliche Antwort. Tatsächlich habe ich noch kurze Rückfragen, bevor ich Ihre Nachricht und das Angebot weiterleite.

1. Kann der Titel auch widerrufen werden, wenn meine Schwägerin regelmäßig alle 3-5 Monate für jeweils 4-5 Tage einreist?

2. Falls der Titel entzogen wird, sollte doch irgendwann ein Umzug zurück durch deutschen Ehemann kein Problem darstellen, richtig?

3. Würde es bei einem Widerruf Probleme bei der Visa Beantragung geben? Immerhin hat Sie hier eine Anstellung.

Vielen Dank nochmals und ein schönes Wochenende

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 23. April 2022 | 16:47

1. Kann der Titel auch widerrufen werden, wenn meine Schwägerin regelmäßig alle 3-5 Monate für jeweils 4-5 Tage einreist?

Ja der Titel kann erloschen sein, da sie aus einem ihrer Natur nach nicht vorübergehenden Grunde ausgereist ist.

2. Falls der Titel entzogen wird, sollte doch irgendwann ein Umzug zurück durch deutschen Ehemann kein Problem darstellen, richtig?

Eine Einreise ist dann mit einem Visum möglich. Sofern der Lebensunterhalt gesichert ist wird dieses auch erteilt.

3. Würde es bei einem Widerruf Probleme bei der Visa Beantragung geben? Immerhin hat Sie hier eine Anstellung.

Ich sehe keine Probleme, wenn der Lebensunterhalt weiterhin gesichert ist.

ANTWORT VON

(126)

Storkower Straße 158
10407 Berlin
Tel: 03023916152
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