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Aufhebungsvertrag unter Druck


14.08.2006 10:39 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Am 12.06.06 wurde ich plötzlich im Beisein von 3 Bezirksleitern unter extremen Druckbedingungen zum Aufhebungsvertrag gezwungen. Mit den Angaben: ich sei überfordert, schnippisch und herablassend.
Ich war seit 31.08.05 als Aushilfe, ab 25.10.05 dann als Teamleiterin in diesem Discounter beschäftigt und man war stets sehr zufrieden mit mir. Meine damalige Bezirksleiterin hatte mir sogar den Posten als BZL zugetraut. Doch da die Zentrale im Lager eine Inventur durchführte, wurde alles an Ware in unsere Filialen ausgeteilt, was zu unakzeptablen Arbeitsbedingungen führte, wie kostenlose Zusatzarbeit meiner Aushilfen, wenn wir in unserem Lager nicht ersticken wollten. Drei BZL`s haben das Ausmaß gesehen und über einen Monat wurde nichts getan. BZL`s sind dafür verantwortlich die Filialen von solchem Warendruck zu befreien, jedoch wurde nichts getan. Der dritte BZL dann, hat ein Aufräumkommando zusammengestellt und zudem wurde die Filiale umgebaut. Es war ein Chaos hoch drei. Aber mein Team und ich haben es mitgeschafft. Dann wurden die letzten 9 Paletten in andere Filialen umgelagert, aber im gleichen Augenblick wurden 9 Paletten wieder angeliefert die wir innerhalb 1 Tag verräumen sollten. Was wir auch geschafft haben. Einen Tag später kamen wieder 4 Paletten, wieder mit Ware, die wir eh schon im Überfluss hatten und die musste ich über 2 Tage alleine bearbeiten, da ich nur eine Aushilfe an der Kasse hatte. Zudem musste Geld auf die Bank gebracht werden, Kunden beraten, Telefonate annehmen, Buchführung gemacht werden ect. Ich rief dann meinen BZL am Freitag abend an und sagte im, dass ich es unter der Bedingung mit nur einer Kraft nicht schaffen kann, ich brauche eine Ersatzaushilfe. Er sagte nur, dass kriegen wir schon hin. Ich bin ja morgen auch da. Er war da, aber nicht um zu helfen sondern um unsre Nullware = Bruchware, zu bearbeiten. Das hat mir nicht im geringsten geholfen und er hat gesehen, dass ich gerannt bin um alles hin zu bekommen. Daraufhin wurde ich dann am Montag von 3 BZL`s gekündigt, wie oben beschrieben. Entweder Aufhebungsvertrag oder als Aushilfe in einer beliebigen anderen Filiale. Und das mit einer Art der BZL`s bei der ich bestenfalls von Mobbing ausgehen kann. Und ich weiss, wie Aushilfen gekündigt werden, wenn man sie nicht mehr will. Ich bat mir Bedenkung aus, aber man sagte nur: Sie müssen sich jetzt entscheiden. Also unter Tränen dann der Aufhebungsvertrag. Ich habe einen Rechtsstreit beim Arbeitsgericht eingeleitet und habe einen Termin am 30.08.06 in Dortmund zum Gütetermin.
1. Was heißt Gütetermin
2. Kann ich mir einen Rechtshelfer oder dergleichen nehmen?
Mfg
Heinz Elke

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Sehr geehrte Fragenstellerin,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und möchte diese aufgrund Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt summarisch beantworten:

1. Der Gütetermin im Arbeitsprozessrecht ist eine Form des Sühneverfahrens, in dem zu Beginn der mündlichen Verhandlung vor dem Vorsitzenden (Richter) der Versuch einer gütlichen Einigung der Parteien zu machen ist. Meistens geht es hier um eine Abfindung und wie hoch diese sein soll. Der Vorsitzende hat zu diesem Zweck das gesamte Streitverhältnis mit den Parteien zu erörtern. Hierin liegt der Vorteil des Güteverfahrens, da im Vergleich zu anderern Verfahrensordnungen im Arbeitsgerichtsverfahren kein schriftliches Vorverfahren vor dem Gütetermin statt findet. Durch geschicktes Argumentieren kann das Gericht kurzfristig stärker beeinflusst werden als durch schriftlichen Vortrag.

2. Aus diese Grund ist es auch ratsam, einen Rechtsbeistand (Rechtsanwalt) für die Vertretung im Gütetermin zu beauftragen. D.h. Sie können sich einen Anwalt nehmen, müssen es aber nicht.

Im Arbeitsgerichtsverfahren ist zu bachten, dass anders als im "normalen Zivilprozess" die Kosten für das Verfahren von jeder Partei selbst zu tragen sind. D.h., dass Sie selbst dann die Kosten für die Zuziehung eines Prozessbevollmächtigten zu zahlen haben, wenn Sie den Rechtsstreit gewinnen sollten. Das hat den Vorteil, dass das Kostenrisiko für Sie überschaubar bleibt, da Sie im Umkehrschluss auch nicht die Kosten für den Gegenanwalt zu tragen haben wenn Sie den Rechtsstreit verlieren.

Grundsätzlich ist die Anfechtung eines Aufhebungsvertrages auch möglich, so dass der von Ihnen eingeleitete Rechtsstreit hier auch empfehlenswert ist.

Gerne steht Ihnen meine Kanzelei auch bei der Vertretung im gerichtlichen Verfahren zur Verfügung.

Ich hoffe Ihnen zunächst eine erste Orientierung ermöglicht zu haben
und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Marc Kohlenbach
Rechtsanwalt

Bachemer Str. 176-178
50931 Köln
0221/2828390
rechtsanwalt@kohlenbach.net
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