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Aufhebungsvertrag mit Abfindung - Abfindung zu niedrig?

| 19.04.2013 15:59 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Zusammenfassung: Gleichbehandlung im Zeitraum der Elternzeit mit anderen Vollzeitbeschäftigten im Rahmen des Sozialplans.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe am 08. März 2013 einen Aufhebungsvertrag erhalten.

Ich bin seit dem 01.12.2000 im dem Unternehmen beschäftigt. Bis 03.2008 war ich in Vollzeitanstellung, zwischen 03.2008-03.2011 war ich in Elternzeit und seit dem 01.04.2011 arbeite ich wieder während der Elternzeit 2 Tage/Woche- 40% der regulären Arbeitszeit.

Die Abfindung wurde wie folgt berechnet:
Die Zeit bis 03.2011 wurde als Vollzeit angerechnet, die Zeit danach nur als Teilzeit (40%) – insgesamt ergab sich ein Teilzeitfaktor von 69,69%.
Mein jetziges Gehalt wurde auf Vollzeit hochgerechnet und dann mit diesem Teilzeitfaktor multipliziert.
Ich bin jedoch mit diese Berechnung nicht einverstanden. Diese Berechnung sollte lt.§3 Abs. 4 Sozialplan auf Teilzeitarbeitnehmer angewendet werden. Ich bin jedoch kein Teilzeitarbeitnehmer sondern ich habe nur von meinem Recht auf Teilzeitbeschäftigung während der Elternzeit Gebrauch gemacht.
Ich bin der Ansicht, dass für die Zeit bis Ende meiner Elternzeit (bis 11.03.2013) das Vollzeitgehalt bei der Berechnung der Abfindung verwendet werden muss.
Nach der jetzigen Berechnung würde auch bedeuten, dass ich eine viel höhere Summe erhalten hätte wenn ich die ganze Elternzeit zu Hause geblieben wäre!

Auszug aus dem Sozialplan:

Grundabfindung
1. Jeder abfindungsberechtigte Arbeitnehmer hat Anspruch auf eine Grundabfindung, die
sich nach folgender Formel berechnet:
Betriebszugehörigkeit x Bruttomonatsentgelt x Lebensalter/36
2. Betriebszugehörigkeit ist die Dauer der ununterbrochenen Betriebszugehörigkeit des
betroffenen Arbeitnehmers bei der ...... in vollendeten Monaten ab dem Eintrittsdatum
bis zur rechtlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses dividiert durch 12.
Soweit nach dem Arbeitsvertrag eines Arbeitnehmers Vordienstzeiten bei einem ande-
ren Arbeitgeber generell auf die Betriebszugehörigkeit bei der ...... anzurechnen
sind, sind diese ebenfalls zu berücksichtigen.
3. Lebensalter ist das Alter des betroffenen Arbeitnehmers in vollendeten Monaten zum
Zeitpunkt der rechtlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses dividiert durch 12.
4. Bruttomonatsentgelt ist das Bruttojahresgrundgehalt des Jahres 2012 zuzüglich des für
das Geschäftsjahr 2011 gewahrten Bonus dividiert durch 12. Weitere Vergütungsbestandteile
bleiben unberücksichtigt.
Handelt es sich um einen Teilzeitarbeitnehmer, so wird das zuletzt bezogene Bruttomonatsentgelt
auf Vollzeit hochgerechnet und mit dem Beschäftigungsgrad der letzten
5 Jahre vor der Beendigung des Arbeitsverhältnisses multipliziert. Soweit das Arbeitsverhältnis
des Arbeitnehmers während der letzten 5 Jahre ruhte, bleibt dies bei der Berechnung
des Beschäftigungsgrades unberücksichtigt.

Habe ich eine Chance den höheren Betrag bei einer evtl. Klage durchzusetzen?

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Sofern die Teilzeitarbeit wie dargelegt allein im Zusammenhang mit der Elternzeit steht, stellt die geringere Abfindung eine Benachteiligung dar. ES kann eine Anpassung der Abfindung bzw. als Schadensersatz nach den Regelungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) die Abfindung unter Beachtung der Berechnung nach einem Gehalt in Vollzeit gefordert werden. Dies ergibt sich aus §§ 1, 6, 7, 15 Abs. 1 AGG. S

ollte die Teilzeit jedoch nach den Regelungen des TzBefrG erfolgt sein, so wird keine höhere Abfindungen beansprucht werden können, da Abfindungen sich stets an den letzten Gehältern vor Auflösung des Arbeitsverhältnisses orientieren (§ 10 Abs. 3 KSchG).

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..

Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Betriebswirtin (HWK)
_____________________________

E-Mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de
www.scheidung-deutschlandweit.de
www.vorsorgeverfuegungen.info

Bewertung des Fragestellers 21.04.2013 | 11:14

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