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Aufhebungsvertrag in der Krankheit

19.01.2020 23:17 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

Ich bin seit Mai 2016 in einem Unternehmen fest angestellt und seit August 2018 krank geschrieben (Depression und burn out... Mit 31)

Letzte Woche hatte ich ein Gespräch mit der Personalabteilung wo mir ein Aufhebungsvertrag in die hand gedrückt wurde.

Nach langem Überlegen habe ich mich dazu entschlossen nicht mehr zurück ins Unternehmen zu gehen (Start-Up - viel Stress, noch mehr Arbeit).

Ich habe 3.500€ Brutto verdient und mir werden 8.350€ als Abfindung angeboten was ich persönlich viel zu wenig finde....

Ich habe eine Familie die essen möchte :)

Sollte ich das Angebot der Aufhebung nicht annehmen werde ich betriebsbedingt entlassen laut Personalabteilung.

Was sollte ich machen ? Das Angebot einfach annehmen? Auf 4 Gehälter bestehen ?

Vielen Dank

19.01.2020 | 23:47

Antwort

von


(103)
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04808 Wurzen
Tel: 03425-853355
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst einmal sollten Sie prüfen, ob Sie überhaupt ohne nachteilige Konsequenzen einen Aufhebungsvertrag abschließen können. Grundsätzlich besteht das Risiko, dass Sie eine Sperrfrist von der BA bekommen, wenn Sie durch einen Aufhebungsvertrag Ihre Arbeitslosigkeit selbst herbei führen. Dem können Sie vorbeugen, indem Sie vorher klären, ob und mit welchen Nachweisen möglicherweise gesundheitliche Gründe eine Arbeitsaufgabe auch aus der Sicht der BA rechtfertigen.

Entgegen weit verbreiteter Auffassung gibt es keinen gesetzlichen Anspruch auf Abfindung außer in den seltenen Fällen des § 1a Kündigungsschutzgesetz.

Abfindungen sind daher in nahezu allen Fällen das Ergebnis von Verhandlungen, wobei es hinsichtlich der Höhe der Abfindung dann in der Regel darum geht, welche Aussichten für den Arbeitgeber bestehen, alternativ eine Kündigung erfolgreich durchzusetzen. In der Praxis hat sich (in Anlehnung auch an den genannten Paragraphen) als „Regelabfindung" ein Betrag von einem halben Bruttogehalt pro Jahr der Betriebszugehörigkeit durchgesetzt. Dies ist in der Regel der Betrag, der bei Abfindungen ausgehandelt wird. Hat der Arbeitgeber ein hohes Interesse daran, den Arbeitnehmer „los zu werden" oder muss er im Kündigungsschutzprozess befürchten, dass die Kündigung vom Arbeitsgericht für unrechtmäßig erklärt wird, kann man natürlich unter Umständen auch eine höhere Abfindung aushandeln.
Die angebotene Abfindung entspricht aber, wie Sie den vorstehenden Ausführungen nehmen können, durchaus üblichen Gepflogenheiten.

Ob Sie, wenn Sie es auf eine Kündigung ankommen lassen, im Kündigungsschutzprozess dann eine höhere Abfindung aushandeln können, hängt u.a. von den genannten Umständen ab.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Kinder

ANTWORT VON

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