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Aufhebungsvertrag bei Krankheit

07.08.2014 14:19 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Hallo Zusammen,

ich arbeite seit 14 Jahren als Abteilungsverantwortlicher im Einzelhandel.
Anfang des Jahres hatte ich mit meinem Chef ein Gespräch, indem ich eine Lohnerhöhung angefordert habe, was er jedoch ablehnte. Damals gab ich Ihm als Antwort, dass ich es sehr schade finde das er mir nicht entgegen kommt und dass er damit rechnen muss, mich aus dem Grund als Arbeiter zu verlieren.
Seit 10.03.2014 bin ich nun krank geschrieben wegen einem Bandscheibenvorfall. Auf Ende September wurde mir eine Kur von der Rentenversicherung genehmigt.
Gestern hatte ich ein Gespräch mit meinem Chef, indem er mir sagte, dass meine Abteilung seit dem ich nicht mehr da bin nicht läuft. Er sagte, dass Sie unbedingt eine Führungskraft brauchen der die Abteilung wieder auf Vordermann bringe.
Er sagt: Herr... wir beide wissen doch, dass Sie hier nicht mehr bleiben wollen und wir wissen auch nicht wie lange Sie noch krank sind, ob sie evtl. doch noch operiert werden. Deshalb müssen wir an Ihre Stelle eine andere Führungskraft suchen und können ihnen einen Aufhebungsvertrag mit einer Abfindung von 14 halben Monatslöhnen und wie vertraglich vereinbart eine Kündigungsfrist von 6 Monaten geben. Oder wir bieten Ihnen eine Versetzung in eine andere Abteilung als "normalen Verkäufer" keine Führungsposition an.
Meine Frage an Sie:
1) Wenn ich den Aufhebungsvertrag unterschreibe, bekomme ich dann nach Ablauf meiner Kündigungsfrist Arbeitslosengeld und wird die Abfindung ans Arbeitslosengeld angerechnet?
2) Dürfen Sie mich von meiner Job als Abteilungsverantwortlicher runterstufen auf Verkäufer?
3) Raten Sie mir den Aufhebungsvertrag zu unterschreiben?
4) Darf ich mir bis nach meiner Kur ( Mitte Oktober) das Angebot überlegen oder muss ich sofort darauf antworten?
5) Ist die Abfindung von 14 halben Montagsgehältern gerechtfertigt bei 14 Jahren Betriebsangehörigkeit?

Sehr geehrter Fragesteller,


Vielen Dank dafür , dass Sie uns Ihr Anliegen anvertrauen.

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Wenn Sie den Aufhebungsvertrag unterschreiben tragen Sie zur Auflösung Ihres Beschäftigungsverhältnisses bei.

Das hat eine Sperrfrist zur Folge von 12 Wochen .


Die kann jedoch vermieden werden, wenn Sie einen wichtigen Grund zur Aufhebung des Arbeitsvertrags haben.

Das könnte Krankheit sein.


Sie müssen dies mit der Agentur für Arbeit abklären.

Gibt man Ihnen das ok , können Sie sich ein ärztliches Attest holen und dann kündigen .

Sie müssen aber unbedingt die Reihenfolge beachten , zuerst Attest dann Aufhebung.


Wenn Sie das so gemacht haben bekommen Sie keine Sperrfrist .


Es wird Ihnen die Abfindung dann nicht auf das Arbeitslosengeld angerechnet , wenn Sie die Frist für die Kündigung durch den Arbeitgeber einhalten .



Man darf Sie nur dann herunterstufen, wenn das Ihr Arbeitsvertrag so vorsieht .


Ist das nicht so vorgesehen , müssen Sie der Herunterstufung zustimmen , oder aber der Arbeitgeber muss eine Änderungskündigung aussprechen.


Ob ich Ihnen dazu rate, den Vertrag zu unterschreiben hängt davon ab, ob Sie alles mit der Agentur für Arbeit geklärt haben.


Dann ist es eine persönliche Entscheidung , inwieweit halten Sie es in dem Betrieb noch aus und wie sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Sie.


Normalerweise muss man ein Angebot, wie das des Aufhebungsvertrags sofort annehmen.

Sie sollten sich Bedenkzeit erbitten und den Vertrag auch mit nachhause nehmen, um Ihnen Ruhe durchlesen zu können.

Die Regelabfindung beträgt ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr .

Man kann jedoch auch versuchen , eine höhere Abfindung auszuhandeln.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen



Fachanwältin für Arbeitsrecht


Claudia Schiessl

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