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Aufhebungsvertrag befristeter Vertrag

03.01.2013 15:39 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Mein aktuelles Arbeitsverhältnis, ist auf 2 Jahre befristet worden und endet nun am 31.03.2013.
Aufgrund eines Problems das gegen Ende der 2 Jahre nun aufkam, ist sich der Arbeitgeber nun unsicher ob er mich wirklich unbefristet übernehmen möchte.
Ich würde sehr gerne dem Arbeitgeber in einer vereinbarten Zeit beweisen, dass er sich auf mich verlassen kann.

Da man einen befristeten Arbeitsvertrag, der sich auf 2 Jahre beläuft nicht ohne Sachgrund verlängern kann, stelle ich mir die Frage ob es nicht die Möglichkeit gibt, an den Arbeitgeber heranzutreten und anzubieten einen Aufhebungsvertrag über den befristeten Vertrag abzuschließen mit einer Auslaufzeit von 4 Monaten.

So hätte ich die Möglichkeit, über die vereinbarte Auslaufzeit des Vertrags mich zu beweisen und wenn es dann passt, einen unbefristeten Vertrag zu bekommen.

Gibt es rechtlich die von mir hier überlegte Möglichkeit oder habe ich wirklich keine Chance mehr.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes in der gebotenen Kürze beantworten möchte. Für eine eingehendere Beratung stehe ich Ihnen gerne per Direktanfrage zur Verfügung.

Die von Ihnen vorgeschlagene Konstruktion funktioniert so nicht.

Sie dürfen gemäß § 14 Absatz II Satz 2 TzBfG nach einem Zeitraum von 2 Jahren grundsätzlich nicht noch einmal ohne sachlichen Grund befristet werden, wenn zuvor schon ein befristetes Arbeitsverhältnis mit dem gleichen Arbeitgeber bestanden hat. Davon werden nur sehr wenige Ausnahmen (z.B. bei studentischen Aushilfsjobs oder Ausbildungsverhältnissen) gemacht.
Der Aufhebungsvertrag kann diese Frist nicht verlängern und löst das Arbeitsverhältnis grundsätzlich nur für die Zukunft auf. Die vorherigen Beschäftigungszeiten werden durch den Aufhebungsvertrag nicht tangiert und das ist auch gut so! Ansonsten könnte nämlich ein gewiefter Arbeitgeber jeweils knapp vor dem Ende der 2 Jahresfrist einen Aufhebungsvertrag abschließen und erneut befristet statt unbefristet einstellen. Das dürfte eine rechtsmissbräuchliche Umgehung des
§ 14 TzBfG sein und somit vor einem Arbeitsgericht wohl keinen Bestand haben. Dies wird im besten Fall auch Ihr Arbeitgeber wissen und sich nicht auf dieses Angebot einlassen, da er sich sonst sehr angreifbar machen würde.

Wenn Sie unbedingt noch einmal befristet eingestellt werden möchten, können Sie Ihrem Arbeitgeber z.B. anbieten, vertretungsweise für einen anderen Arbeitnehmer im Unternehmen zu arbeiten und für diesen Zeitraum gemäß § 14 Absatz I Nr. 3 TzBfG befristet werden. Es ist auch möglich z.B. einen Arbeitnehmer aus einer anderen Abteilung zu vertreten, wenn die Zuweisung der Aufgaben und der kausale Zusammenhang zwischen Ihrer befristeten Einstellung und der Abwesenheit des Kollegen/der Kollegin nachvollziehbar ist.

Schließlich möchte ich Sie noch darauf aufmerksam machen, dass eine Weiterbeschäftigung nach Ende der Befristung grundsätzlich ein unbefristetes Arbeitsverhältnis begründet wird, vgl. § 15 Absatz V TzBfG .

Ich hoffe sehr, dass Ihnen meine Antwort weitergeholfen hat und stehe für Rückfragen natürlich jederzeit zur Verfügung. Sofern Sie mit meinen Leistungen zufrieden waren, bitte ich um eine positive Bewertung.

Mit freundlichen Grüßen

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