Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.170
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Aufhebungsvertrag, Dauer der Sperrzeiten


10.05.2007 04:14 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von



Hallo, ich sollte eine Aufhebungsvertrag unterschreiben und möchte gern wissen ob ich mit Sperrzeiten rechnen muss.
Sachverhalt:
- beschäftigt seit 01.01.2003, vertragliche Kündigungszeiten 3 Monate zum Quartalsende, Termin in dem Aufhebungsvertrag ist zum 30.6.07
- ausgehandelte Abfindung beträgt 0,75% von Bruttogehalt pro Zugehörigkeitsjahr
- es werden personelle Umstrukturierungen erwartet, bei dennen ich schlechte Karten habe - ich arbeite 50% da ich alleinerziehend bin, mit kleinem Kind, und ist aber eine Vollzeitstelle geplant. Aufteilung auf 2 Stelle ist wegen Verantwortungsfragen nicht möglich.
Fragen:
- muss ich mit der Sperre von 12 Wochen rechnen?
- lt. hier gesehenen Infos "kann bei vorliegen besonderer persönllicher Härtegründe diese frist verkürzt werden". Welche Härtegründe sind hier gemeint? Ich bin alleinerziehend, war oft krank in letzten 2 Jahren psychosomatisch und stressbedingt, auch deswegen in der Mutter-Kind-Kur zur Erholung.
- in letzen 6-8 Monate gezielt seitens meiner Vorgesetzte nach meinen Fehlern "gesucht" und weiteren Chefs präsentiert.
- wird die Abfindung auf ALG angerechnet?
- wird ALG später ausbezahlt oder Bezug gekürzt? (gem.§143a SGBIII ruht ALG, wenn das Arbeitsverhältnis ohne Beachtung der ordentlichen Kündigunsfristen einvernehmlich gegen Zahlung der Abfindung beendet wird).

Wenn ich mich dazu entscheide zu unterschreiben, werde ab heute die nächsten Wochen bis zum 30.6.07 meinen Resturlaub nehmen dürfen, und die Überstunden ausbezahlt bekommen. Ich sehe in dem Vertrag relativ gute Lösung, da ich ohnehin vorhatte mich um den Wechseln zu bemühen.
Danke

10.05.2007 | 08:35

Antwort

von


86 Bewertungen
Kurfürstendamm 173-174
10707 Berlin
Tel: 030-80929728
Web: www.jspartner.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

a) Sie müssen grundsätzlich mit einer Sperrzeit von bis zu 12 Wochen rechnen. Es liegt jedoch im Ermessen der Arbeitsagentur auf die Verhängung der Sperrfrist zu verzichten, wenn Ihnen die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist unzumutbar war. Hier wäre es insbesondere ratsam, wenn Ihnen ärztlicherseits bescheinigt werden könnte, dass schon aus der Drucksituation heraus das Arbeitsverhältnis beendet werden müsste.

b) Unabhängig von der Frage der Sperrfrist ruht jedoch der Arbeitslosengeldanspruch in Ihrem Fall solange, bis 60 % der Abfindung die Höhe des "entgangenen" Verdienstes bis zum regulären Kündigungszeitpunkt (hier wohl der 30.9.2007) erreicht haben. Kürzungsmöglichkeiten kommen aufgrund Ihres (vermutlichen) Lebensalters und Ihrer kurzen Betriebszugehörigekeit nicht in Betracht. Das Arbeitslosnegeld wird erst danach ausgezahlt.

Mit freundlichen Grüßen

Eckart Johlige, Rechtsanwalt


ANTWORT VON

86 Bewertungen

Kurfürstendamm 173-174
10707 Berlin
Tel: 030-80929728
Web: www.jspartner.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Gesellschaftsrecht, Sozialversicherungsrecht, Fachanwalt Arbeitsrecht, Fachanwalt Verwaltungsrecht, Baurecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60118 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank für diese konkrete, ausführliche Antwort. So soll es sein, Sie haben wir definitiv weiter geholfen. Gerne wieder. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und relevante Beantwortung, vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich bin sehr zufrieden. Das Problem hat mich schon seit laengerem belastet und in meinen Handlungsmoeglichkeiten eingeschraenkt. Der Anwalt konnte mir mit seiner rechtlichen Einschaetzung des Sachverhalts aufzeigen, wie ich dieses ... ...
FRAGESTELLER