Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Aufhebungsentgelt / Vorfälligkeitsentschädigung Fahrzeugfinanzierung

13. April 2014 10:19 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

ich habe am 18.09.2012 ein Darlehen in Höhe von € 31.500,00 (Fahrzeugkaufpreis € 69.000,00 abzüglich Anzahlung in Höhe von € 37.500,00) bei der BW Bank für die Finanzierung eines Porsche in Anspruch genommen.

Zinssatz = 4,79%
Laufzeit = 48 Monate
Zins-/Tilgungsraten = 47 Raten zu € 233,86 und eine Schlussrate in Höhe von € 26.030,00

Der Darlehensvertrag trägt die Bezeichnung: (Nichtverbraucher / Existenzgründer > TEUR 75).

Das Fahrzeug habe ich im Rahmen meiner freiberuflichen Tätigkeit als Steuerberater verwendet.

Nun beabsichtige ich das Fahrzeug zu verkaufen und habe daher die BW Bank um vorzeitige Vertragsauflösung zum 01.05.2014 gebeten. Daraufhin hat die BW Bank mitgeteilt, dass sie für die Aufhebung des Vertrages ein Aufhebungsentgelt in Höhe von € 2.913,34 zu berechnen und vereinnahmen hätte (Gesamtrestzahlung also = Kapitalsaldo € 29.441,47 plus Zinsen € 97,93 plus Aufhebungsentgelt € 2.913,34 = 32.452,74).

Nun mag es sich zwar um keinen Verbraucherkredit handeln, das Aufhebungsentgelt erscheint mir dennoch ziemlich hoch. Auf Nachfrage wurde mir erläuter, dass die Summe der PC ermittelt hätte und zwar nach der Aktiv-Passiv-Methode. Und die Höhe käme zustande, da die Finanzierung als gewerblich eingestuft sei.

Diesbezüglich benötige ich also Unterstützung. Ist das Vorgehen der Bank korrekt?

13. April 2014 | 11:00

Antwort

von


(77)
Weißenfelser Str. 2
06217 Merseburg
Tel: 03461201220
Web: http://www.ra-merseburg.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Als Nichtverbrauchervertrag sind die Parteien in der Vereinbarung der Konditionen etwas "freier" als bei einem Verbraucherdarlehnsvertrag. Das heißt jedoch nicht, dass die Bank hier machen kann, was sie will.

Die Antwort der Bank, dass das "der Computer so ausgespuckt hätte" reicht hier nicht. Fraglich ist, ob die Vorfälligkeitsentschädigung im vertrag und sei es auch nur als AGB so vereinbart worden sind.

Ich würde hier zunächst die Bank auffordern die konkrete Berechnung darzulegen, und diese mit dem Darlehnsvertrag überprüfen. Ohne die konkreten Vereinbarungen ist es hier leider gar nicht möglich die Berechnung der Bank nachzuvollziehen und damit die Frage, ob der Betrag zu viel ist, zu beantworten.

Der Kreditgeber kann grundsätzlich den durch eine Kündigung entstehenden Zinsausfallschaden verlangen (§ 490 Abs. 2 S. 3 BGB ). Der Schaden entsteht dann, wenn der vertraglich vereinbarte Zinssatz über dem aktuellen Satz für ein Ersatzgeschäft liegt.

Bei der Aktiv-Passiv-Methode werden zunächst die ausfallenden Zahlungen erfasst. Diese Zahlungsausfälle werden durch Zins- und Rückzahlungsbeträge mit fingierten nach Laufzeit und Rendite gestaffelten Hypothekenpfandbriefgeschäften ausgeglichen. Die Vorfälligkeitsentschädigung ist die dabei entstehende Differenz. Etwas verkürzt ausgedrückt, die Entschädigung ist das, was die Bank bei Ihrem Vertrag mehr verdient hätte, als sie nunmehr bei anderen Standardgeschäften verdient.

Das müsste die Bank jedoch mal darlegen und zur Not beweisen. Was der Computer sagt ist dabei kein Beweis.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Lorenz Weber

ANTWORT VON

(77)

Weißenfelser Str. 2
06217 Merseburg
Tel: 03461201220
Web: http://www.ra-merseburg.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Miet- und Pachtrecht, Erbrecht, Zivilrecht, Baurecht, Familienrecht, Sozialrecht, Steuerrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 96600 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Alles OK ...
FRAGESTELLER
3,4/5,0
Die konkrete Fragestellung wurde leider nicht beantwortet, sondern allgemeine Rahmenbedingungen um die Situation herum erlaeutert. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Klare Antwort, kurz und eindeutig. ...
FRAGESTELLER