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Aufhebung der Gütertrennung?

| 22.06.2016 17:12 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


11:37

Zusammenfassung: Zur Auswirkung des Güterstandes der Eheleute auf Pflichtteilsansprüche der Kinder

Wir sind seit 32 Jahren glücklich verheiratet,
Und haben ein gem. Testament wonach der Überlebende Alleinerbe wird. Aus 1. Ehe habe ich zwei Söhne, einen Sohn haben wir gemeinsam. Bei der Eheschließung wurde Gütertrennung vereinbart. Die Kinder sollen erst nach dem Letztsterbenden beerbt werden. Wir befürchten aber, daß der älteste Sohn aus 1. Ehe nach meinem Versterben, (bin 15 Jahre älter als meine Frau) sofort seinen Pflichtteil bzw. Pflichtteilergänzungsansprüche beansprucht.
Jetzt zu meiner Frage: Stellen wir uns besser, wenn wir die Gütertrennung mir sofortiger Wirkung aufheben? Nach Aussage von meinem Steuerberater würde er bei Gütertrennung 1/8 bekommen und bei Zugewinngem. Nur 1/12.
Ich bitte um verständliche Antwort.
Im Voraus vielen Dank.
22.06.2016 | 17:54

Antwort

von


(738)
Wrangelstrasse 16
24105 Kiel
Tel: 0431-895990
Web: http://www.kanzlei-steidel.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihr Steuerberater hat vollkommen Recht.
Der Güterstand ( Zugewinngemeinschaft oder Gütertrennung ) wirkt sich in der Tat auf die Höhe der Pflichtteilsquote aus.

Die Höhe des Pflichtteilsanspruchs orientiert sich an der gesetzlichen Erbquote. Der Pflichtteil besteht in der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils. Es ist also zunächst der gesetzliche Erbteil zu bestimmen und dieser dann zu halbieren.

Im Falle der Gütertrennung beläuft sich der gesetzliche Erbteil Ihrer Ehefrau auf 1/4. Der gesetzliche Erbteil Ihrer Kinder auf ebenfalls je 1/4. Die Pflichtteilsquote beträgt also 1/8.

Im Falle der Zugewinngemeinschaft beläuft sich der gesetzliche Erbteil Ihrer Ehefrau dagegen auf 1/2. Der gesetzliche Erbteil Ihrer Kinder auf je 1/6. Die Pflichtteilsquote beträgt also 1/12.

Der gesetzliche Erbteil des überlebenden Ehegatten ist also abhängig vom Güterstand. Deshalb bestehen auch Unterschiede in den Pflichtteilsquoten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Steidel
Fachanwalt für Familienrecht

Rückfrage vom Fragesteller 24.06.2016 | 11:10

Da eine Scheidung für mich sowieso nicht in Frage kommt, hätte ich sonstige Nachteile bei Aufhebung der Gütertrennung.
Liebe Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24.06.2016 | 11:37

Sonstige Nachteile bringt die Aufhebung der Gütertrennung grundsätzlich nicht mit sich.
Sie müssen nur die Kosten der notariellen Urkunde, die für die Änderung des Güterstandes notwendig ist, tragen.

Wünsche ein angenehmes Wochenende.

Bewertung des Fragestellers 24.06.2016 | 11:06

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Mit freundlichen Grüßen

Peter Traber"
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Die Antwort kam relativ schnell, und die Frage wurde zu meiner vollsten Zufriedenheit beantwortet.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Traber


ANTWORT VON

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