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Aufhebung der Bewährung


24.12.2007 12:46 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Liedtke



Hallo, ich wurde vor 2 Jahren in der Nähe von München wegen Unterschlagung zu 10 Monaten Haft auf 3 jahre Bewährung verurteilt. Und zu einer Geldstrafe von 2000 Euro an den weisen Ring monatlich und das ich dem Gericht jeden Wohnsitzwechsel mitteilen müßte. Vor eineinhalb Jahren bin ich ins europäische Ausland verzogen habe dort eine Firma gegründet bin festbeschäftigt und habe eine Person beauftragt die 100 Euro regelmäßig zu zahlen. Leider konnte ich mich im nachhinein nicht darauf verlassen und habe die 100 Euro mehrere mal nicht pünktlich bezahlt. jetzt sind von den 2000 Euro noch 800 Euro offen und ich habe vor eine paar Tagen nochmals 100 Euro in bar auf das Konto in Deutschland einzahlen lassen und habe dem Gericht auch eine Mitteilung zukommen lassen mit einer deutschen Adresse (da ich aber nicht gemeldet bin zukommen lassen) vor 2 Tagen waren an der deutschen Adresse 2 Kripobeamte und suchten mich wegen verstosses der Bewährungsauflage, Meine Frage soll ich den Staatsanwalt anrufen, warum die Kripos da waren oder soll ich dem gericht einen Brief schreiben, das ich ich Zunkunft die Strafe in 2 restlichen Raten begleiche oder soll ich überhaupt nicht reagieren und die Strafe in 8 Montaen a 100 zahlen. Oder wird wenn es zum Wiederruf kommen sollte, kann ein Haftbefehl im europäischen Ausland vollzogen werden, muß ich in Italien ins Gefängniss. Danke im voraus M.

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Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass dieses Froum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung/Vertretung kann uns soll hierdurch nicht ersetzt werden. Hinzufügen oder Weglassen wesentlicher Tatsachen kann zu einer anderen Beurteilung des Falles führen. Unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und des von Ihnen gebotenen Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Zunächst möchte ich klarstellen, dass ich diesen Sachverhalt nicht abschließend beurteilen kann, da ich hierzu mehr Details wissen müsste. Das Hauptproblem hierbei ist, dass ich nicht genau beurteilen kann, gegen welche Bewährungsauflage Sie verstpßen haben sollen.

In der Regel wird eine Bewährungsauflage, aufgrund derer der Verurteilte sich regelmäßig mit der Bewährungshilfe in Verbindung setzen muss. Sollten Sie also einen Bewährungshelfer haben, rate ich Ihnen, sich zunächst mit diesem in Verbindung zu setzten.

Ansonsten sollten Sie sich mit dem zuständigen Gericht/Staatsanwalt in Verbindung setzten, um in Erfahrung zu bringen, welcher Verstoß Ihnen vorgeworfen wird.

Es könnte es zum einen sein, dass die falsche Adresse aufgeflogen ist, da Sie ja unter der Deutschen Adresse nicht gemeldet sind, aber die Verpflichtung haben, jeden Wohnsitzwechsel anzuzeigen. Dann sollten Sie dies unbedingt nachholen.

Am wahrscheinlichsten ist es jedoch, dass die Zahlungen der Geldauflage nicht ordnungsgemäß erbracht worden sind. Da Sie lediglich schreiben, dass einige Zahlungen nicht pünktlich erbracht worden sind und von den 2.000 € noch 800 € offen sind, kann ich nicht abschätzen, ob Sie lediglich einige Raten unpünktlich gezahlt haben oder ob Sie einige ausgelassen haben. Zahlungsrückstände werden dann als nicht erbrachte Raten verbucht, was einen Verstoß gegen die Bewährungsauflage bedeutet. Dann sollten Sie unbedingt die Rückstände schnellstmöglichst ausgleichen und die restlichen Raten pünktlich bezahlen.

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass die Lage recht ernst ist. Verstöße gegen Bewährungsauflagen führen zu einem Widerruf der Bewährung. Dies hätte zur Folge, dass Sie die Freiheitsstrafe von 3 Jahren verbüßen müssten. Sollte Ihnen die Bewährungshilfe nicht weiterhelfen können, rate ich Ihnen dringend einen Deutschen Rechtsanwalt zu beauftragen, um dies zu verhindern.

Ich hoffe dennoch, Ihnen einen ersten Übrblick über die Rechtslage gegeben zu haben und wünsche Ihnen schöne Feiertage.

Mit freundlichen Grüßen,

Lars Liedtke
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 24.12.2007 | 13:32

Hallo, danke für die schnelle Antwort, ich bin zu 10 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt 3 Jahre ist die Bewährung, einen Bewährungshelfer habe ich nicht von dem Gericht bekommen. 800 euro sind noch offen. Meine andere Frage können solche Haftbefehle im Ausland vollzogen werden 10 Monate auf Bewärhung von 3 Jahren

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.12.2007 | 13:43

Dennoch sind auch 10 Monate Freiheitsstrafe kein Vergnügen; zudem haben Sie 2/3 der Bewährungszeit bereits rum. Sie sollten wirklich versuchen, einen Widerruf der Bewährung zu verhindern.

Ob der Haftbefehl im Ausland vollzogen werden könnte bzw. eine Auslieferung stattfinden würde, hängt davon ab, ob Deutschland mit dem entsprechenden Land ein Rechtshilfeabkommen hat. Mit den meisten Ländern ist das der Fall. Wenn Sie jedoch unbekannten Aufenthaltes im Ausland sind, gelten Sie u.U. als flüchtig, was eine Fahndung auslösen würde. Sollte der Haftbefehl dann vollstreckt werden, können Sie damit rechnen, die Strafe voll absitzen zu müssen. Eine vorzeitige Haftentlassung ist dann fast ausgeschlossen.

Sollten Sie also nicht klären können, was Ihnen genau vorgeworfen wird, sollten Sie einen Rechtsanwalt beauftragen, da dieser berechtigt wäre, Akteneinsicht zu nehmen.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage hinreichend beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen,

Lars Liedtke
Rechtsanwalt

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