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Aufhebung / Scheidung einer Ehe


23.06.2007 15:34 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Guten Tag,

Ich habe am 10.12.2004 eine Ausländerin (Kenianerin) geheiratet. Wir leben jetzt seit September letzte Jahres getrennt. Ich möchte mich jetzt Scheiden lassen, bzw. wenn es möglich ist die Ehe aufheben, da ich sehr stark den verdacht habe, das Sie nur wegen des Aufenhaltstitels geheiratet hat.

Ist es möglich die Ehe in einen solchen Fall aufzuheben?
Falls dies nicht möglich ist, wann sollte ich zum Anwalt um die Scheidung am schnellsten abzuschließen? Im September oder schon früher?

Kann Sie den Aufenhaltstitel bei einer Scheidung behalten, bzw. weiter verlängern?

Gruß
Falko Jahn

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Eine Aufhebung Ihrer Ehe wird schwierig sein. Nach § 1314 Abs. 2 Nr. 3 BGB stellt es zwar einen Aufhebungsgrund dar, wenn ein Ehegatte vom anderen über Umstände, die ihn bei richtiger Kenntnis bewegt hätten, die Ehe nicht zu schließen, arglistig getäuscht worden ist. Wenn Ihre Frau Sie in der Form, dass sie Sie tatsächlich nicht liebte, sondern nur eine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland erlangen wollte, getäuscht hat und Sie, wenn Sie von der fehlenden Liebe Ihrer Frau gewusst hätten, sie nicht geheiratet hätten, dann ist § 1314 Abs. 2 Nr. 3 BGB zwar erfüllt. Aber es wird nicht möglich sein, dies zu beweisen. Daher werden Sie eine Aufhebung der Ehe kaum erreichen können, Ihnen dürfte vielmehr nur die Scheidung bleiben.

Sie können sich scheiden lassen, sobald das Trennungsjahr abgelaufen ist, vorausgesetzt, auch Ihre Frau stimmt der Scheidung zu. Da ein Scheidungsverfahren immer einige Monate in Anspruch nimmt, akzeptieren die Gerichte die Erhebung des Scheidungsantrags etwa zwei Monate vor Ablauf des Trennungsjahres. Sie sollten also demnächst einen Anwalt hierfür aufsuchen. Gern können Sie sich diesbezüglich an meine Kanzlei wenden.

Ihre Frau hat erst dann ein Aufenthaltsrecht für Deutschland aufgrund der Eheschließung, wenn sie zwei Jahre ununterbrochen in ehelicher Lebensgemeinschaft mit Ihnen gelebt hat. Dies ist nach Ihrer Schilderung nicht der Fall, die eheliche Lebensgemeinschaft hat nur 22 Monate gedauert. Ihre Frau wird also Schwierigkeiten mit der Verlängerung ihrer Aufenthaltserlaubnis bekommen. Sie hätten schon im September 2006 dem Ausländeramt Mitteilung machen müssen, dass Sie sich von Ihrer Frau getrennt haben. Holen Sie dies bitte umgehend nach, sofern Sie dies nicht schon erledigt haben, um Ärger zu vermeiden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 25.06.2007 | 20:38

Vielen Dank für Ihre Antwort! Jetzt bin ich schon mal einiges schlauer und habe auch das Ausländeramt informiert. Gerne würde ich Ihre Kanzlei auch mit der Scheidung beaauftragen, aber ich denke das Sie doch örtlich etwas weit weg sind, und dies die Sache unötig verteuert.. oder werden die fahrten zum hier örtlichen Gericht nicht berechnet???

viele Grüße
Falko Jahn

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.06.2007 | 22:52

Nach einem kurzen Blick auf die Karte muss ich Ihnen Recht geben, dass die Entfernung einfach zu groß ist. Die Fahrtkosten müssten wir Ihnen bei einer solchen Entfernung leider schon in Rechnung stellen, daher hat es wirklich mehr Sinn, wenn Sie einen Rechtsanwalt vor Ort beauftragen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie die Angelegenheit unkompliziert über die Bühne bringen können!

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

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