Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Aufhebung Insolvensverfahren


29.11.2006 13:10 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Ich habe von jemanden einen Vollstreckungsbescheid gekauft. Der Vollstreckungsbescheid ist von 2006. Mir ist bekannt geworden, daß die Schuldnerin schon vor ein paar Jahren ein Privatinsolvensverfahren eröffnet hat. Kann ich durch diesen Vollstreckungsbescheid Ihr Privatinsolvensverfahren stoppen?
Sollte dies nicht möglich sein, und sie z.B. nach circa 2 bis 3 Jahren die Restschuldbefreiung bekommen wäre dann dieser 2006
entstande Vollstreckungsbescheid wertlos?
Der Vollstreckungsbescheid beruht auf Mietschulden an den Vermieter.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Gem. § 89 InsO sind Zwangsvollstreckungen während des Insolvenzverfahren weder in die Masse noch in das sonstige Vermögen des Schuldners zulässig. Während der Laufzeit der Abtretung im Rahmen des Privatinsolvenzverfahrens (Wohlverhaltensperiode) ist eine Zwangsvollstreckung nach § 294 InsO nicht zulässig.

Hinsichtlich der Mietverbindlichkeiten ist dabei zu berücksichtigen, ob das Mietverhältnis zum Zeitpunkt der Eröffnung bereits bestanden hat. Soweit hieraus Mietrückstände resultieren sind diese gegenüber dem Insolvenzverwalter geltend zu machen und anzumelden. Der Vollstreckungsbescheid über die Mietschulden wäre dann von der Restschuldbefreiung mitumfasst.

Soweit das Mietverhältnis erst nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens eingegangen wurde und die Verbindlichkeiten hieraus rühren, liegt ein Verstoß des Schuldners gegen seine Obliegenheiten nach § 296 InsO und möglicherweise gegen § 290 InsO vor. Soweit Sie einen entsprechenden Antrag auf Versagung der Restschuldbefreiung stellen und das Gericht die Restschuldbefreiung versagt, geht der vollstreckbare Titel nicht unter und kann nach Abschluß des Insolvenzverfahrens weiter vollstreckt werden.

Ich hoffe Ihnen eines ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit besten Grüßen

RA Schröter

Nachfrage vom Fragesteller 14.12.2006 | 15:42

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Ich lasse gerade überprüfen, wann das Insolvernsverfahren eröffner wurde. Der Streitwert liegt bei circa 1300 Euro. Ist eine Vertretung Ihrerseits möglich entweder das Insolvensverfahren zu stoppen oder die Forderungsanmeldung. Mit welchen Kosten müsste ich etwa rechnen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.12.2006 | 06:05

Sehr geehrter Ratsuchender,
ich habe Ihnen eine Mail mit den gewünschten Informationen übersandt.

Mit besten Grüßen

RA Schröter

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER