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Auffahrunfall-wer ist Schuld?

| 31.07.2018 13:02 |
Preis: 47,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


14:48
Guten Tag
meine Frage lautet:
Ich fahre in der Behinderten- und Schülerbeförderung.
Mir ist jemand aufgefahren. Nun soll das Gericht die Schuldfrage klären. Ich arbeite nicht mehr für die Firma.
Die Firma bzw. deren Versicherung und die gegnerische Seite streiten sich nun.
Ich bin als Zeuge geladen und von der gegnerischen Seite ist nun Klage gegen die Versicherung meiner Firma erhoben worden. Es erfolgte eine Erweiterungsklage gegen mich.
Die Schuldfrage ist ungeklärt.
Es ist mir unverständlich wie die Schadensabwicklung funktioniert, da ich ja nicht der direkte Versicherte bin , sondern der Fahrer für die Firma.

Wenn ich meine Schuld einräume bzw. es richterlich festgestellt wird, dass mich eine Mitschuld/Schuld trifft, bzw. den Auffahrunfall mit verschuldet habe, muss ich dann persönlich für alle Schäden und Anwaltskosten der Gegenpartei aufkommen, und den Schaden an meinem Dienstfahrzeug selber tragen oder kommt die Versicherung meiner Exfirma dafür auf?

Kann dann meine ehemalige Firma bzw. deren Versicherung den Schaden von meinem Dienstfahrzeug und den Schaden der Gegenpartei gegen mich einklagen? bzw. mich Regresspflichtig machen?

Ist es sinnvoll mich von dem Anwalt meiner Firmenversicherung vertreten zu lassen oder sollte ich einen eigenen Anwalt nehmen. Ich bin im Armutsrecht, daher "weigerte" sich schon ein Anwalt meine Sache zu vertreten, da ich keine Rechtschutzversicherung habe, er meinte das könne ja der Anwalt von der Versicherung mitübernehmen.

Der ganze Ablauf der Versicherungsabwicklung ist mir undurchsichtig wer kommt für welchen Schaden auf?
Vielen Dank für Ihre Antwort.




31.07.2018 | 14:13

Antwort

von


(830)
Radeberger Str. 2K
01796 Pirna
Tel: 03501/5163030
Web: http://RA-Peter-Eichhorn.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

lassen Sie mich Ihre Fragen wie folgt beantworten.

Es gelten erhöhte Anforderungen, dass der Auffahrende vom Unfallgegner Schadensersatz verlangen kann.
Der Beweis des ersten Anscheins gilt nähmlich zu Lasten des Auffahrenden.
Ich gehe davon aus, dass der Unfall während einer Dienstfahrt/ beruflichen Fahrt passiert ist.

1.
"Wenn ich meine Schuld einräume bzw. es richterlich festgestellt wird, dass mich eine Mitschuld/Schuld trifft, bzw. den Auffahrunfall mit verschuldet habe, muss ich dann persönlich für alle Schäden und Anwaltskosten der Gegenpartei aufkommen, und den Schaden an meinem Dienstfahrzeug selber tragen oder kommt die Versicherung meiner Exfirma dafür auf?"

"Kann dann meine ehemalige Firma bzw. deren Versicherung den Schaden von meinem Dienstfahrzeug und den Schaden der Gegenpartei gegen mich einklagen? bzw. mich Regresspflichtig machen?"

Der Unfallgegner kann den Fahrzeughalter (die Firma), die Kfz-Versicherung und Sie als Fahrer des Fahrzeugs in Anspruch nehmen, d.h. verklagen.

Sie müssen unter keinen Umständen unmittelbar für die Schäden und die Anwalts- und Gerichtskosten aufkommen.
Der ehemalige Arbeitgeber hat Sie von Forderungen der Gegenseite freizustellen.
Die Versicherung des Arbeitgebers kommt dafür auf.

Ein Regressanspruch des Versicherers bestünde nur für den Fall des Vorsatzes oder bei grober Fahrlässigkeit.

2.
"Ist es sinnvoll mich von dem Anwalt meiner Firmenversicherung vertreten zu lassen oder sollte ich einen eigenen Anwalt nehmen. Ich bin im Armutsrecht, daher "weigerte" sich schon ein Anwalt meine Sache zu vertreten, da ich keine Rechtschutzversicherung habe, er meinte das könne ja der Anwalt von der Versicherung mitübernehmen."

Falls es eine Kollision Ihrer Interessen und der Interessen Ihres Arbeitgebers geben könnte, wäre es sinnvoll, einen eigenen Anwalt zu beauftragen.
Wenn Sie Probleme befürchten, beantragen Sie selbst Prozesskostenhilfe mit dieser Begründung und suchen einen Anwalt/ eine Anwältin, der/die das PKH-Mandat übernimmt.

Auf jeden Fall sollten Sie zunächst Kontakt mit dem Versicherungsanwalt aufnehmen und die Angelegenheit besprechen.

3.
"Der ganze Ablauf der Versicherungsabwicklung ist mir undurchsichtig wer kommt für welchen Schaden auf?"

Der Unfallgegner kann sich einen der unter 1. Genannten nur zwei oder alle drei aussuchen, da diese - falls ein Anspruch besteht als Gesamtschuldner haften.

Letztlich wird die Versicherung für den Schaden aufkommen, denn das ist ihre Aufgabe.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 31.07.2018 | 14:46

Meine erste Unfalldarstellung gegenüber der Firma die unter Druck von mir gemacht wurde, möchte ich korriegieren, sollte ich das dem Anwalt schriftlich mitteilen oder/und der Versicherung meiner Firma. Das Vertrauen gegenüber meiner Exfirma ist nicht gegeben. Da ich aufgrund unseriösen Verhaltensweisen der Firma gekündigt habe, möchte ich keine Falschaussage machen und meine Stellungnahme korriegieren. Ich danke Ihnen sehr für Ihre ausführliche Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.07.2018 | 14:48

In diesem Fall scheint ein eigener Anwalt / eine eigene Anwältin ratsam.


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