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Auffahrunfall mit fremden Fahrzeug

18.04.2015 10:15 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


14:00

Zusammenfassung:

Es geht um Schadenersatzansprüche im Rahmen eines Auffahrunfalls.

Mein Sohn (20) hat einen leichten Auffahrunfall mit dem Auto seiner Freundin verschuldet. Halterin des Autos ist deren Mutter. Mein Sohn ist als Fahrer bei der Versicherung eingetragen. Sohn und Freundin sind ins Nagelstudio gefahren und haben verabredet, dass er in der der Nagelstudiozeit in die Autowäsche fährt. Bei dieser Fahrt ist es zu dem Unfall gekommen. Wir gehen davon aus, dass der Schaden über die Haftpflicht und die Kaskoversicherung geregelt wird, ( ca. 3000 Euro pro Fahrzeug). Auf welche Kostenerstattung wie z.B. Selbstbeteiligung, Ausgleich der Höherstufung usw. hat die Mutter Anspruch? Handelt es sich hier um eine Gefälligkeit, so dass er die Kosten nicht in voller Höhe tragen muss? Kann die Mutter den Schaden, ohne ihn zu informieren, auch ohne die Versicherung regeln und ihm dann die Kosten in Rechnung stellen? Gibt es eine Pflicht zur Kostenminimierung und Information?

18.04.2015 | 10:50

Antwort

von


(175)
Ginsterweg 1D
31582 Nienburg
Tel: 05021-6071434
Tel: 0160-91019085
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Auffahrunfall mit fremdem Fahrzeug

Eingangs möchte ich Ihnen mitteilen, dass eine abschließende Beurteilung der Rechtslage ohne die Einsicht in die Polizeiakten, die den Unfall wahrscheinlich aufgenommen und protokolliert hat, nicht möglich ist.

Zunächst sei gesagt, dass man sich vorliegend nicht auf Gefälligkeiten berufen können wird, da es hier nicht um vertragliche Verpflichtungen geht, sondern es um das so genannte Recht der unerlaubten Handlungen geht.

Jedes Fahrzeug, das am Straßenverkehr teilnimmt, muss in Deutschland über eine Haftpflichtversicherung versichert sein.

Da der Sohn den Unfall verursacht hat, hat grundsätzlich die Mutter Schadenersatzansprüche gegen Ihren Sohn vgl. §§ 18 , 7 StVG , 823 Abs. 1 , 2 BGB. Dass der Sohn wohl den Unfall als Auffahrender verursacht hat, steht wahrscheinlich außer Frage.

Es geht nur noch darum, welche Schäden der Mutter zu erstatten sein könnten. Eine etwaige zu zahlende Selbstbeteiligung ist grundsätzlich ein Schaden, der zu ersetzen ist. Ebenso verhält es sich mit der Höherstufung. Eine Pflicht zur Kostenminderung gibt es. Der Gläubiger eines Schadenersatzanspruchs ist grundsätzlich gemäß § 254 BGB zur Schadensminderung verpflichtet. Die Mutter könnte den Schaden theoretisch ohne die Versicherung regeln, jedoch würde Sie gerade hierdurch meiner Ansicht nach gegen ihre Schadensminderungspflicht verstoßen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Pilarski

Rückfrage vom Fragesteller 18.04.2015 | 13:45

Sehr geehrter Herr Pilarski
Vielen Dank erstmal für die schnelle Antwort.
So richtig habe ich aber Ihre Formulierung „Recht der unerlaubten Handlung" nicht verstanden, da mein Sohn ja mit versichert war, öfter das Auto nutzte, die Mutter von der Fahrt und dem Zweck der Fahrt wusste und diese Fahrt nur dem beauftragten Zweck der Autowäsche diente.

Auf meine Frage zur Informationspflicht sind Sie nicht eingegangen, da habe ich sicher zu vage gefragt. Wir bekommen keine Info zur Abwicklung des Schadens. Die Mutter sagt auf Nachfrage, sie sagt nichts dazu. Da wir mit ihr das Unfallprotokoll und die Schadensmeldung gemacht haben und uns zum Schadensausgleich bereit erklärt haben, verunsichert uns natürlich sehr.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr moulinex123

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.04.2015 | 14:00

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage:

Recht der unerlaubten Handlungen wird auch anders Deliktsrecht genannt. Es behandelt die Rechtsbeziehung zwischen Personen, die zufällig, unvorhergesehen und nicht durch vertragliche Grundlage entstehen, also zum Beispiel durch einen Autounfall. Unerlaubte Handlung heißt es deshalb, weil derjenige, dem aufgefahren wurde, an seinen Rechtsgütern unerlaubt verletzt wurde, in Form der Sachbeschädigung.

Hinsichtlich der Informationspflicht ist zu sagen, dass an der Schadensabwicklung grundsätzlich der Geschädigte sowie der Schädiger beteiligt werden müssen. Diese Personen betrifft es unmittelbar. Ihr Sohn ist mitversichert, wenn er Versicherungsnehmer wäre, hätte er aus dem Vertrag gegenüber der Versicherung ein Informationsrecht. Gegen die Mutter sieht das tatsächlich schwieriger aus. Denn die Mutter ist sicherlich Halterin und Versicherungsnehmerin des Haftpflichtversicherungsvertrags. Ein Anspruch auf Information dürfte daher schwierig durchzusetzen sein. Hier müsste am besten zunächst der Versicherungsvertrag einzusehen sein. Möglicherweise ergibt sich dort etwas zugunsten Ihres Sohnes.

Ich kann Ihnen gerne anbieten noch einmal nachzufragen, da wir uns ja ein wenig missverstanden haben.

Gruß

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