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Auffahrunfall - Wie kann ich nun meinen Schaden geltend machen?

02.10.2012 19:34 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Am 20.09.2012 ist mir ein PKW hinten in meinem PKW reingefahren als ich vor einer roten Ampel stand. Ich hab eine Anhängerkupplung. An meinem Auto war augenscheinlich nichts kaputt. Derjenige, der mir hinten aufgefahren war, hatte vorne die Stoßstange total kaputt. Zeugen gibt es keine. Polizei hat den Schaden nicht aufgenommen. Wir haben uns darauf geeinigt die Fahrt fortzusetzen. Ich hab mir das Kennzeichen aufgeschrieben, das Datum und die Uhrzeit. Da es ein Firmenfahrzeug ist, kenne ich den Halter. Nun sieht es so aus, dass an meinem Auto auch ein Schaden entstanden ist, da sich was verzogen hat.
Wie kann ich nun meinen Schaden geltend machen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich Ihnen anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes gern wie folgt beantworten möchte.

1.
Sie geben an, dass Sie an einer roten Ampel standen, und ein anderer Pkw von hinten aufgefahren ist.

In derartigen Fällen ist in der Regel von einer Alleinhaftung des Auffahrenden auszugehen (LG Hamburg, Urt. v. 16.08.2002 – 331 S 43/02). Das heißt, der Fahrer des auffahrende Pkw ist allein für den Unfall verantworlich.

Daher haben Sie sowohl gegen den Fahrer (§ 18 StVG) als auch gegen den Halter (§ 7 StVG) sowie gegen dessen Haftpflichtversicherung einen Anspruch auf vollständigen Ersatz des entstandenen Schadens.

2.
Da Sie Ihre Schadensersatzansprüche direkt gegenüber der Haftpflichtversicherung des Halters des gegnerischen Fahrzeugs geltend machen können, ist diese zunächst direkt anzuschreiben und zur grundsätzlichen Anerkennung der Haftung und zum Ersatz des entstandenen Schadens aufzufordern. Dabei sollten Sie auch bereits eventuell vorhandene Zeugen benennen.

Sollten Sie die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners nicht kennen, können Sie diese beim "Zentralruf der Autoversicherer" erfragen (0800 / 25 026 00). Hierfür benötigen Sie den Namen des Halters des Unfallgegners sowie das Kfz-Kennzeichen.

3.
Grundsätzlich nmüssen Sie zur Verfolgung Ihrer Ansprüche sowohl den Umfang des Schadens (Reparaturkosten) als auch die Unfallursächlichkeit beweisen.

Hinsichtlich des Unfallherganges kommt Ihnen hier aber der sog. "Beweis des ersten Anscheins" zu Gute. Nach dieser Beweiserleichterung spricht der "erste Anschein" dafür, dass der Auffahrende den Unfall schuldhaft herbeigeführt hat (BGH, Urt. v. 16.01.2007 - VI ZR 248/05). Das heißt, Sie müssen lediglich beweisen, dass der Unfallgegner überhaupt aufgefahren ist, also dass ein "Auffahrunfall" vorlag. Das Verschulden des Unfallgegners wird dann vermutet.

4.
Darüber hinaus sollten Sie den Schaden umgehend Ihrer eigenen Haftpflichtversicherung melden

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