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Auffahrunfall - Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung


11.07.2005 21:22 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich befuhr mit meinem Auto eine gerade Straße innerhalb einer geschlossenen Ortschaft.
Es war morgens gegen 7.20 Uhr bei leichtem Regen.
Ich achtete auf die vielen Schulkinder auf den Fahrradwegen links und rechts neben der Straße und auf die Einmündung einer Seitenstraße.

Plötzlich bemerkte ich, dass vor mir 2 Autos auf der Straße standen. Ich machte eine Vollbremsung, kam aber nicht mehr rechtzeitig zum stehen. Zum ausweichen war auch kein Platz.

Es entstand Sachschaden an den Autos von ca. 11000 Euro. Der Fahrer des mittleren Fahrzeugs klagte über Schmerzen im Nacken und befindet sich seitdem in ärztlicher Behandlung.

Dieser erzählte mir das der vor Ihm fahrende Wagen jemanden aus einer Parklücke gelassen hat und dafür noch mal Rückwärts gefahren ist. Also standen die beiden Wagen schon länger auf der Straße.

Die Fahrerin die hinter mir fuhr, sagte als Zeugin aus. Sie meinte ich wäre mit normaler Geschwindigkeit (50 km/h) gefahren.

Ich weiß auch nicht, warum ich die Fahrzeuge so spät gesehen habe.
Sie sind mir vorher nicht bewußt aufgefallen und Bremslicht habe ich auch keins gesehen.

Nun habe ich einen Anhörungsbogen als Beschludigter mit dem Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung (unzureichender Sicherheitsabstand) zugestellt bekommen.

Ist es ratsam, mich zum Vorwurf zu aüßern? Und wenn ja, die Straftat zuzugeben? Unzureichender Sicherheitsabstand, wenn die Fahrzeuge vorher gar nicht vor mir herfuhren?

Was raten Sie mir in dieser Sache zu unternehmen.

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

nach dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt scheint es wohl sicher zu sein, dass Sie den Unfall verursacht haben. Ich entnehme Ihren Äußerungen, dass Sie das auch nicht bestreiten wollen.

Daher würde ich Ihnen - ich gehe davon aus, dass Sie keinen Anwalt mit Ihrer Verteidigung beauftragen wollen - in jedem Fall raten, sich zur Sache zu äußern. Um aber vernünftig Stellung nehmen zu können, ist es wichtig, die Aussagen der Zeugen und die weiteren Feststellungen der Polizei zu kennen. Hieran dürfte dann auch deutlich werden, wie der Vorwurf des unzureichenden Sicherheitsabstands zustande gekommen ist.
Seit einigen Jahren kann auch Beschuldigten, die keinen Verteidiger haben, Akteneinsicht gewährt werden (§ 147 Abs. 7 Strafprozessordnung).

Ich würde Ihnen daher empfehlen, nur die geforderten Angaben zur Person zu machen und ansonsten mitzuteilen, dass Sie zunächst um Akteneinsicht gem. § 147 Abs. 7 StPO bitten, um sich im Anschluss daran zur Sache zu äußern.

Wenn Sie hierauf dennoch verzichten wollen, können Sie sich auch direkt zur Sache äußern. Eine fahrlässige Körperverletzung haben Sie auch nach Ihrer Schilderung begangen - Sie sollten dann allerdings ruhig klarstellen, dass es Ihrer Ansicht nach nicht am unzureichenden Sicherheitsabstand gelegen hat, sondern der Unfall aufgrund der von Ihnen geschilderten Unaufmerksamkeit passiert sein muss (Sie sich das Ganze also auch nicht recht erklären können); Sie aber ansonsten die Tat zugeben. Drücken Sie Ihr Bedauern an dem Unfall aus - insbesondere daran, dass zu einer Verletzung gekommen ist.

Auch in Anbetracht dessen, dass es nach Ihrer Schilderung scheinbar nicht zu schweren Verletzungen gekommen ist, sondern es sich vermutlich um ein bei Auffahrunfällen übliches Schleudertrauma handelt, gehe ich davon aus, dass das Verfahren gegen Sie letztendlich eingestellt wird - wenn auch vermutlich gegen Zahlung einer Geldbuße.

Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Arnd-Martin Alpers
Rechtsanwalt
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