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Auffahrunfall-Tiefgaragenausfahrt

| 12.06.2010 16:05 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Meine Tochter fuhr aus der Tiegarage und bog rechts auf die Fahrbahn
als plötzlich ein Auto( mehr als 50 kmh) ihr in die Fahrerseite fuhr.
Links ist die Einsicht auf die Fahrbahn unübersichtlich (Bäume, Kurve)
Wie kann man die Mitschuld durch überhöhte Geschwindigkeit und
unterlassende Hilfeleistung, meine Tochter rief selber den Notruf , weil
die Unfallbeteiligten dies nicht taten, obwohl meine Tochter signalisierte das es ihr schlecht ging ,beweisen?

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich möchte diese anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

Soweit die durch den Unfallgegner gefahrene Geschwindigkeit strittig ist bzw. nicht durch die Aussage des Fahrers oder einer weiteren Person belegt wird, kann der Nachweis einer überhöhten Geschwindigkeit regelmäßig nur durch Einholung eines so genannten Unfallrekonstruktionsgutachtens geführt werden. In der Regel werden zu diesem Zweck unter anderem schon an der Unfallstelle durch die Polizei Spuren gesichert, aus denen ein Verschulden des Unfallgegners hergeleitet werden kann, insbesondere die Länge etwaiger Bremsspuren vermessen. Auf Grundlage dieser Spuren und den Beschädigungen an den beteiligten Kraftfahrzeugen kann ein Sachverständiger dann in der Regel die Kollisionsgeschwindigkeit, also die beim Aufprall der Fahrzeuge vorhandene Geschwindigkeit, bestimmen. Die Sachverständigen ermitteln diese mittels spezieller Rechenprogramme, so dass hiernach Rückschlüsse auf die zuvor gefahrene Geschwindigkeit möglich sind.

Ob im Übrigen in strafrechtlicher Hinsicht auch eine etwaige unterlassene Hilfeleistung nach § 323 c StGB vorgelegen hat, kann hier mangels ausreichender Sachverhaltsangaben nicht abschließend beurteilt werden. Zum Nachweis einer solchen Tat sind aber in der Regel Angaben von unfallanwesenden Zeugen erforderlich. Ich gebe allerdings zu bedenken, dass selbst bei einem möglichen Nachweis ein Mitverschulden im zivilrechtlichen Sinne an dem Zustandekommen des Unfalls nicht vorliegen wird, da es an der Kausalität zwischen einer solchen Handlung und dem Unfall selbst fehlt. Denn die unterlassene Hilfeleistung erfolgte schließlich erst zeitlich nach dem Unfallereignis, so dass diese damit nicht mehr in entsprechendem Zusammenhang steht. Für den anderen unfallbeteiligten Fahrer besteht allerdings als Versicherungsnehmer auch eine Hilfspflicht aus dem jeweiligen Versicherungsvertrag, da es zu seinen Obliegenheiten gehört, alles zu tun, was zur Minderung eines Schadens dienlich sein kann. Es muss dann also auch nachgewiesen werden, dass es infolge der Verletzung dieser Hilfspflicht zu einer Erhöhung des Schadens gekommen ist. In Betracht könnte dabei also nur eine Vergrößerung etwaiger unfallbedingter Personenschäden / Verletzungsfolgen kommen, die bei rechtzeitiger Hilfeleistung nicht eingetreten wäre. Der entsprechende Nachweis hierzu kann wiederum nur durch Einholung eines medizinischen Sachverständigengutachtens geführt werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und meine Ausführungen helfen Ihnen weiter. Bei verbliebenen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Joschko
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 12.06.2010 | 19:00

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