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Auffahrunfall Autobahnauffahrt


06.08.2005 16:51 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Ort Beschleunigungsstreifen Autobahnauffahrt A1 Maschen innerhalb einer Baustelle. Reger Verkehr, aber ausreichend Platz zum einscheren.
Vor mir fuhren zwei PKW langsam auf der verkürzten Beschleunigungsspur zum Einfädeln. Es war ausreichend Platz vorhanden, so daß ich über die Schulter blickte um ebenfalls einscheren zu können. Ich beschleunigte und wollte auf die Hauptfahrbahn wechseln, als plötzlich beide PKW vor mir komplett stoppten. Ich fuhr mit ca. 40 km/h auf und schob beide vorderen Fahrzeuge zusammen. Für mich machte es den Eindruck als ob die vorderste Fahrerin unsicher (ängstlich oder üngeübt) gewesen ist und daher auf dem Beschleunigungsstreifen stoppte. Ich hatte keine Chance noch rechtzeitig zu bremsen.
Weil ich aufgefahren war gab ich meine Schuld zu, habe an Ort und Stelle ein Bußgeld in Höhe von 35 Euro bezahlt, habe mich bei allen entschuldigt und dann wurden die Fahrzeuge abgeschleppt.
Nun gibt es doch noch eine Anhörung, weil offensichtlich die vorderste Unfallgegnerin noch beim Arzt gewesen ist.
Wie verhalte ich mich? Eigentlich hätte dieser Unfall nicht stattfinden müssen, wenn der vorderste PKW sich korrekt verhalten hätte und seine Fahrt fortgesetzt hätte. Ich bin aber nun mal derjenige, der hinten auffuhr. Bin ich damit immer automatisch der Schuldige?
Was schreibe ich am besten in den Anhörungsbogen?
Was kommt weiter auf mich zu?
Soll ich einen Rechtsanwalt persönlich konsultieren?

Danke / Udo Knappe

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Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst handelt es sich hier um einen typischen Kettenauffahrunfall.

Dabei ist im Rahmen des nunmehrigen Ermittlungsverfahrens zu klären, inwieweit Ihnen vorgeworfen werden kann, an der Verletzung der vorderen Fahrerin im strafrechtlichen Sinn schuldig zu sein.

Es handelt sich dabei sicherlich um ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Allerdings kommt hier eine Bestrafung nur in Frage, soweit Sie die im Verkehr erforderliche Sorgfalt zum damaligen Unfallzeitpunkt außer Acht gelassen haben.

Dies wäre z.B. der Fall, wenn der erforderliche Sicherheitsabstand nicht eingehalten worden wäre. Sie sollten zunächst keine Angaben gegenüber der Polizei zum Unfallhergang machen und über einen Verteidiger Akteneinsicht beantragen. Dies ist Ihr gutes Recht. Sie sind nicht verpflichtet auszusagen. Sie können für die Akteneinsicht auch unseren Service unter www.net-rechtsanwalt.de (Akteneinsicht Online) nutzen.

Erst nach dem Sie wissen, was Ihnen überhaupt konkret vorgeworfen wird, sollten Sie zur Sache Angaben machen. Im schlechtesten Fall, kommt es zu einem Strafverfahren vor dem Amtsgericht. Im besten Fall, wird Ihr Verfahren eingestellt.

Nach Ihrer Schilderung gehe ich aber davon aus, dass das Mitverschulden der vorderen Fahrerin wohl so groß ist, dass Ihnen zumindest strafrechtlich kein Vorwurf gemacht werden kann. Eine genaue Einschätzung kann aber erst nach Akteneinsicht erfolgen. Hierbei wäre sicherlich auch entscheidend, wie der vor Ihnen befindliche Fahrer den Unfall schildert und wahrgenommen hat.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de

Nachfrage vom Fragesteller 06.08.2005 | 17:54

Sie sprechen von der Mitschuld der vordersten Fahrerin, in deren PKW 2 Personen saßen. Die Fahrerin hat ausgesagt das Ihr PKW stand, als der Aufprall erfolgte. Das ist richtig. Ich war allein im Fahrzeug. Hätte ein Streit vor Gericht denn überhaupt Aussicht auf Erfolg. Denn neben der strafrechtlichen Sache (da mache ich mir keinen Vorwurf und erwarte die Einstellung des Verfahrens) kostet dieser Unfall sehr viel Geld. Mein PKW hat einen Schaden von weit über 10.000 Euro und ich werde das Fahrzeug aufgrund des Unfalls jetzt mit weiterem Verlust verkaufen.
Wie muss ich die Sache einschätzen? Habe ich eine Chance das die vorderste Fahrerin einen Schuldspruch bekommt und ich - obwohl ich aufgefahren bin - freigesprochen werde und damit die Versicherungsfrage auch eine andere ist?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.08.2005 | 18:06

Da kann ich Ihnen leider nicht viel Hoffnung machen. Im Fall von Kettenauffahrunfällen, wird zunächst immer davon ausgegangen, dass das auffahrende Fahrzeug den Unfall verursacht hat. Dies insbesondere, wenn das vordere Fahrzeug bereits stand. Hier wird auf den nicht eingehaltenen Sicherheitsabstand abgestellt.

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