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Aufenthaltsverlänferung


14.09.2007 22:14 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Hier ist mein Geschichte
vor etwas mehr als 8 Jahren bin ich aus einem nicht EU-Land mit einem Studentenvisum zu meinen Eltern (die seit über 30 Jahren hier leben und deutsche Staatsangehörige sind) nach Deutschland eingereist .Damals war ich noch 19.
2 Jahre danach im 09/2001 habe ich angefangen mit dem Studium.
Im Jan/2003 habe ich meine langjährige französische Freundin geheiratet, die Ehe hielt nicht lange (fast 1 Jahr) dann trennten wir uns. sie zog danach nach Frankreich zurück. Während ich weiter hin studierte und arbeiten ging.
Bis Heute sind wir noch getrennt lebend (noch keine Scheidung).Nun kommt die Zeit wo ich wieder meinen Aufenthalt verlängern muss. ich besitze einen EU Ausweis der wurde mir vor ca. 5 Jahren ausgestellt. Jetzt weiße ich allerdings nicht was mich dieses mal erwartet? und unter welchem Recht man mich einordnen wird (EU-Angehörige oder Ausländerrecht) ? und welche Art von Aufenthalt werde ich dann bekommen? und brauche ich einen Anwalt dabei?
Ich füge dazu dass ich neben dem Studium, einen befristeten Teilzeitjob habe und seit einem Jahr selbständig bin.(Online Händler) und ich bin der Einzige der für meine Eltern sorgt da mein Vater nach einer Heimtükischen Krankheit seine Arbeit aufgeben musste und meine Mutter wegen Herzbeschwerde ebenfalls nicht arbeiten kann.

PS:bei einer Frage bei der zuständigen Behörden wurde mir mitgeteilt dass ich einen neuen Aufenthaltstitel bekommen würde (wobei die Überprüfung bis 22 Werktagen dauern kann )und mich eine Befragung unterziehen muss.

-- Einsatz geändert am 15.09.2007 11:51:40
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte:

Vermutlich besitzen Sie die Staatsangehörigkeit eines EU-Staates (ansonsten kann ich mir nicht erklären warum Sie vor fünf Jahren einen EU-Ausweis erhielten). Als EU-Bürger haben Sie Niederlassungsfreiheit unter den Voraussetzungen nach §2 II FreizügG/EU. Verallgemeinernd lässt sich sagen, dass Sie das Recht auf Aufenthalt haben, wenn Sie einer Erwerbstätigkeit nachgehen und / oder zumindest über ausreichend Existenzmittel verfügen § 4 FreizügG/EU. Nach fünf Jahren ständigem rechtmäßigen Aufenthaltes erhalten sie ein unbefristetes Aufenthaltsrecht unabhängig vom weiteren Vorliegen der Freizügigkeitsvoraussetzungen § 2 V FreizügG/EU.


In Bezug auf eine Verlängerung sollten Sie nun darauf hinweisen, dass Ihnen ein unbefristetes Aufenthaltsrecht zusteht, da sich nun schon länger als fünf Jahre rechtmäßig im Bundesgebiet aufgehalten haben.


Sollten Sie doch Nicht-EU Bürger sein, so werde ich Ihnen natürlich noch einmal antworten.

Ich verbleibe zunächst mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 16.09.2007 | 12:55

Nein ich bin kein EU- Bürger.den EU-Ausweis habe ich damals bekommen weil ich eine EU-Bürgerin geheiratet habe(französin)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.09.2007 | 17:34


Tut mir leid, dass ich mich hier geirrt habe, aber da Sie schrieben, dass Sie vor fünf Jahren den EU-Pass erhielten und erst 2003 heirateten, ging ich davon aus, dass der Pass nicht mit der Eheschließung zusammen hängt.


Sie können durch die Ehe mit einer EU-Bürgerin sich weiterhin auf § 2 I FreizügG/EU beziehen.

Anders als bei der Anwendung des Aufenthaltsgesetzes besteht das Freizügigkeitsrecht des Lebenspartners des Unionsbürgers bis zur rechtskräftigen Scheidung. Ist der Familienangehörige Nicht-EU-Bürger, so führt auch eine Scheidung nicht zum Verlust des gemeinschaftlichen Aufenthaltsrechts, wenn die Ehe bis dahin mindestens drei Jahre bestanden hat, davon mindestens ein Jahr im Bundesgebiet. Eventuell wird die Ausländerbehörde bemängeln, dass Ihre Frau nicht in Deutschland wohnt, jedoch kann hier nur gelten, dass dies keine Rolle spielt, da nicht im Gesetz steht, dass auf die eheliche Lebensgemeinschaft abgestellt wird, sondern auf „Familienangehörige“.

Auch haben Sie ebenfalls die Möglichkeit nach §2 V FreizügG/EU eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis zu beantragen, da Sie sich über fünf Jahre ständig rechtmäßig im Bundesgebiet aufhalten.

Ansonsten kann Ihnen auch weiterhin –bis zu 10 Jahren- eine Aufenthaltserlaubnis zu Studienzwecken erteilt werden.



Sie sollte wie beschrieben vorgehen und die entsprechenden Anträge stellen. Sollte es Probleme geben, können Sie anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.

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