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Aufenthaltstitel Asylbewerber Heirat

18.05.2016 12:10 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Zusammenfassung:

Heiraten im laufenden Asylverfahren

Hallo.
Mein Mann und ich hatten gestern unsere standesamtliche Trauung hier in Deutschland. Er kam vor 1,5 Jahren nach Deutschland als Asylsuchendee zu mir.
Wir haben beide die kosovarische Staatsbürgerschaft und wollten ihm nun einen Antrag auf die Erteilung eines Aufenthaltstitel machen, aber die Frau meinte das geht nicht.

Er hat nur seinen Pass und einen Ankunftsnachweis von dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Nun meine Frage; Warum kann er keinen Antrag auf Erteilung eines Aufenthaltstitel machen, wenn wir doch verheiratet sind?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Das Asylverfahren an sich steht dem Antrag auf Erteilung der AE nicht entgegen. Zum einen müssen die allgemeinen Voraussetzungen des Familiennachzuges erfüllt sein, u.a. § 30 AufenthGdass der andere Ehegatte
a)eine Niederlassungserlaubnis besitzt,
b)eine Erlaubnis zum Daueraufenthalt – EU besitzt,
c)eine Aufenthaltserlaubnis nach § 20 oder § 25 Abs. 1 oder Abs. 2 besitzt,
d)seit zwei Jahren eine Aufenthaltserlaubnis besitzt und die Aufenthaltserlaubnis nicht mit einer Nebenbestimmung nach § 8 Abs. 2 versehen oder die spätere Erteilung einer Niederlassungserlaubnis nicht auf Grund einer Rechtsnorm ausgeschlossen ist,
e)eine Aufenthaltserlaubnis besitzt, die Ehe bei deren Erteilung bereits bestand und die Dauer seines Aufenthalts im Bundesgebiet voraussichtlich über ein Jahr betragen wird,
f)eine Aufenthaltserlaubnis nach § 38a besitzt und die eheliche Lebensgemeinschaft bereits in dem Mitgliedstaat der Europäischen Union bestand, in dem der Ausländer die Rechtsstellung eines langfristig Aufenthaltsberechtigten innehat, oder
g)eine Blaue Karte EU besitzt.

Sie schreiben nicht welches Status die Ehefrau hat.

Zum anderen gilt i.d.R., dass die AE im Visumverfahren bei einer deutschen Auslandsvertretung zu beantragen ist. Ausnahme ist dann möglich, wenn einer der Befreiungstatbestände des § 9 Abs. 2 DVAuslG
oder der § 9 Abs. 1 Nr. 1 und 2 AuslG vorliegt". Das ist der Fall wenn, wenn der Ausländer (Ihr Ehemann) sich rechtmäßig, geduldet oder gestattet nach § 55 Abs. 1 des Asylverfahrensgesetzes im Bundesgebiet aufhält und nach seiner Einreise durch Eheschließung im Bundesgebiet oder durch Geburt eines Kindes, für das er die Personensorge ausübt, einen gesetzlichen Anspruch auf Erteilung der Aufenthaltserlaubnis erworben hat. Dem Besitz einer Duldung steht es gleich, wenn die Ausreisepflicht oder die Abschiebungsandrohung noch nicht oder nicht mehr vollziehbar ist.
Also wenn Ihr Ehemann eine Duldung besitzt kann er einen Antrag auf AE stellen.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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