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Aufenthaltsgenehmigung nach Hochzeit in Dänemark?

| 13.10.2010 12:27 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Ich bin Deutsche, mein Freund Nigerianer. Er lebt nun schon seit knapp 3 Jahren in Italien. Er kam damals mit einem Visum aus Nigeria nach Italien, da er einen Arbeitsvertrag vorlegen konnte. Inzwischen besitzt er einen italienischen Aufenthaltstitel, der vor 2 Wochen um ein Jahr verlängert wurde. Einen gültigen Reisepass sowie Meldebescheinung besitzt er ebenfalls.
Aufgrund der großen Bürokratie in Deutschland ist es für uns nicht möglich hier zu heiraten. Auch die Möglichkeit in Italien zu heiraten scheidet aus, da ebenfalls eine Prüfung gemacht werden muss, welche über die Deutsche Botschaft in Nigeria geht, um mir ein Ehefähigkeitszeugnis auszustellen.
Nun sind wir dabei, unsere Hochzeit in Dänemark zu organisieren. Wir haben vorab Informationen dazu eingeholt und auch die Bestätigung einer Hochzeitsagentur, dass die Hochzeit stattfinden kann. Da in Dänemark kein Ehefähigkeitszeugnis benötigt wird, ist die Hochzeit einfacher und unbürokratischer für uns.
Doch nun unsere Bedenken: Wie ist es, wenn wir nach der Hochzeit wieder nach Deutschland kommen? Wir wollen hier leben und er wird in Italien alles aufgeben. Bekommt er nach der Hochzeit eine Aufenthaltsgenehmigung von der Ausländerbehörde ausgestellt, mit der er auch arbeiten kann oder wird erst eine Prüfung vorgenommen, da wir ohne Ehefähigkeitszeugnis heirateten? Dies würde mehrere Monate in Anspruch nehmen und auch recht hohe Kosten verursachen.
Für und ist es wichtig zu wissen, wie es nach der Hochzeit für ihn sein wird. Wird die Hochzeit ohne erneute, große Prüfung seitens der Ausländerbehörde anerkannt, mit Berücksichtigung seines Hintergrundes, dass er bereits europäische Papiere besitzt?

Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Fragen auf Grundlage Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Die Eheschließung in Dänemark ist in der Regel leider nur auf den ersten Blick tatsächlich einfacher und unbürokratischer. Die Anerkennung der dänischen Ehe hier in Deutschland wird in Bezug auf das fehlende Ehefähigkeitszeugnis weniger das Problem sein.

Wenn Sie nach der Eheschließung in Deutschland leben möchten, wird Ihr künftiger Ehemann vielmehr das dafür erforderliche Visumverfahren durchlaufen und ein Aufenthaltstitel nach § 28 Abs. 1 Nr.1 AufenthG beantragen müssen. Einer der zu erfüllenden Voraussetzungen ist, dass er sich bei der Antragsstellung grundsätzlich zumindest auf einfacher Art in deutscher Sprache verständigen (Sprachnachweis erforderlich) kann gemäß § 28 Abs. 1 S.5 AufenthG in Verbindung mit § 30 Abs. 1 Nr.2 AufenthG .
Da Ihr zukünftiger Ehemann im Besitz eines italienischen Aufenthaltstitels ist müsste er grundsätzlich den Antrag auf Familienzusammenführung gemäß § 28 Abs.1 AufenthG bei der deutschen Auslandsvertretung in Italien stellen.

Nach Ihren Angaben besitzt Ihr Freund bereits europäische Papiere.
Falls der italienische Aufenthaltstitel Ihres Freundes ihn dazu berechtigt, sich im Deutschland aufzuhalten, kann er den Antrag nach § 28 Abs. 1 AufenthG auch bei der für Ihren Wohnort zuständigen Ausländerbehörde (in Deutschland) stellen. Bitte beachten Sie aber, dass er bei Antragsstellung grundsätzlich über einfache deutsche Sprachkenntnisse verfügen muss. Nur in Ausnahmefällen kann von dieser Voraussetzung abgesehen werden. Ob ein Ausnahmefall vorliegt, kann ich ohne nähere Kenntnis nicht beurteilen.

Ist Ihr künftiger Ehemann aufgrund des italienischen Aufenthaltstitels berechtigt, sich hier in Deutschland aufzuhalten, so muss er den Antrag nach § 28 Abs. 1 AufenthG spätestens drei Monate nach Einreise stellen, vgl. § 39 Nr. 6 AufenthV iVm. § 41 Abs. 3 AufenthV .

Zusammenfassend möchte ich nochmals klarstellen, dass die Eheschließung in Dänemark zwar erleichtert ist.
Um aber die eheliche Lebensgemeinschaft in Deutschland auch fortführen zu können, werden Sie nicht das Visumverfahren und die Beantragung der Familienzusammenführung nach § 28 Abs. 1 AufenthG umgehen können.

Abschließend hoffe ich, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage vermittelt zu haben und bedanke mich für eine positive Bewertung.

Bewertung des Fragestellers 13.10.2010 | 15:03

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