Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Aufenthaltsgenehmigung - Unterschiedliche Meldeadressen bei Ehepaar

02.12.2019 18:36 |
Preis: 50,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin, sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

meine Ehefrau ist Nicht-EU-Ausländerin (seit ca. 15 Jahren in Deutschland wohnhaft), ich selbst bin deutscher Staatsbürger.
Wir haben vor drei Jahren geheiratet, sie besitzt aufgrund dieser Tatsache eine gültige Aufenthaltsgenehmigung (aktuell auf zwei Jahre befristet, wird dann routinemäßig verlängert).
Soweit so unspektakulär.

Der entscheidende Punkt ist, dass ich selbst vor einiger Zeit als Geschäftsführer eines größeren mittelständischen Unternehmens eine Insolvenz mit mehreren hundert Gläubigern zu verantworten hatte, und aufgrund dessen gelegentlich, selbst spät abends, unangemeldeten "Besuch" von verärgerten Gläubigern erhalte, was natürlich auf die Dauer sehr nervig ist.
Meine Frau und ich werden allerdings ohnehin bald umziehen. Mein Gedanke war daher, dass ich mich gar nicht erst bei der neuen Anschrift anmelde, sondern am Standort einer kleinen möblierten Wohnung die einem Bekannten gehört - damit derartige Vorfälle mit wütenden Gläubigern sozusagen ins Leere laufen (nicht insolvenzrechtlich, sondern lediglich was Belästigungen angeht).
Allerdings hätten meine Frau und ich dann unterschiedliche Meldeanschriften, was wir der Ausländerbehörde umgehend mitteilen müssten.

Meine Frage ist, ob dieser Umstand, dass wir verschiedene Meldeadressen hätten, geeignet wäre, meiner Ehefrau obschon sie mit mir verheiratet ist, die Aufenthaltsgenehmigung zu entziehen bzw. diese nicht zu verlängern. Da sie keiner Beschäftigung nachgeht, käme in Bezug auf die Aufenthaltsgenehmigung lediglich der "Status" als meine Ehefrau zum Tragen. Diesbezüglich bin ich mir nicht sicher, wie relevant genau ein gemeinsamer Wohnsitz auf dem Papier ist.
Ich bedanke mich im Voraus für die Beantwortung meiner Frage, vielen Dank!
02.12.2019 | 19:30

Antwort

von


(1425)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sicherlich ist ein gemeinsamer Wohnsitz, der beim Meldeamt so angemeldet ist, die Regel und auch Indiz für das Führen der ehelichen Lebensgemeinschaft.

Aber Ausnahmen sind durchaus denkbar und möglich.

Die sind allerdings in der Tat gut zu begründen.

Der von Ihnen genannte Grund ist durchaus nachvollziehbar, Sie ein Recht darauf haben, trotz der Insolvenz von solchen Gläubigern nicht belästigt zu werden, dieser also auf den verfahrensmäßigen Weg des Insolvenzverfahrens verweisen können.

Melderechtlich ist aber ein Meldewohnsitz bei einem Bekannten, wo sie nicht tatsächlich wohnen, unzulässig kann auch bußgeldbewehrt sein, da es eine Ordnungswidrigkeit darstellt. Das kann also nicht die Lösung des Problems sein.

Vor diesem Hintergrund würde ich keine Scheinadresse wählen, sondern den Insolvenzverwalter um Hilfe bitten.

Wegen des Ihrerseits nachvollziehbaren Grundes sind jedenfalls bei diesem Weg keine Schwierigkeiten mit der Ausländerbehörde zu erwarten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

ANTWORT VON

(1425)

Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Erbrecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht, Zivilrecht, Baurecht, Verwaltungsrecht, Ausländerrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70966 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Die Antwort war eindeutig, so dass nun Rechtsklarheit besteht. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles bestens ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr Wilking hat sehr detailliert, freundlich und hilfreich geantwortet. Ich empfehle ihn weiter. ...
FRAGESTELLER