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Aufenthaltserlaubnis für wissenschaftliche Hilfskraft

| 02.03.2009 14:22 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe chinesische Staatsangehörigkeit, jetzt wohne mit meiner Frau in NRW Deutschland. Meine Frau ist auch Chinesin und arbeitet in Deutschland, sie hat z.Z. eine Arbeitgeber gebundene Arbeitserlaubnis. Ich habe in Deutschland mein Studium erfolgreich abgeschlossen und ein Diplom bekommen. Nach meinem Studium habe ich eine Arbeitstelle bekommen und die Aufenthaltserlaubnis (§18) und Arbeitserlaubnis bekommen. Aber wegen der Finanzkrise wurde ich gleich vor dem Anfang der Arbeit gekündigt. Jetzt habe ich wieder eine Stelle als wissenschaftliche Hilfskraft bei einer Hochschule bekommen, teilzeit, 10 Std/Woche, nach 6 Monaten werde ich hoch wahrscheinlich als wissenschaftlicher Mitarbeiter vollzeit angestellt. Gleichzeitig habe ich die Möglichkeit, dort zu promovieren.

Ich weiß nicht, nach welchem Gesetz die Aufenthaltserlaubnis dieses Mal ausgestellt wird. Gemäß §16 oder §18?

Falls mit §16, dann habe ich die zweite Frage. Ich habe gehört, wenn mann den Aufenthaltstitel gemäß §18 bekommen hat, darf man in Deutschland keinen Aufenthaltstitel gemäß §16 wieder ausstellen, d.h. ich muss zurück nach Heimatland fliegen und dort wieder ein Visum beantragen, ist das wahr?

Oder kann ich in Deutschland eine Familiennachzug-Aufenthaltserlaubnis beantragen. Danach darf ich wieder einen Aufenthaltstitel gemäß §16 oder §18 beantragen?

Bitte helfen Sie mir, damit ich bei der Hochschule arbeiten kann. Für Ihre Antwort bedanke ich mich im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Es wird für die Beantwortung der Frage, welche Aufenthaltserlaubnis Sie bekommen können, darauf ankommen, welchen Schwerpunkt Ihre künftige Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter haben wird, ob der Schwerpunkt auf der Arbeitstätigkeit oder auf der Promotion liegt. Wenn der Umfang Ihrer Tätigkeit bei lediglich zehn Stunden pro Woche liegt, wird sich die Ausländerbehörde sicherlich auf den Standpunkt stellen, dass Sie primär zu Promotionszwecken diese Stelle antreten, und Ihnen demzufolge die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 18 AufenthG verweigern. Inwieweit Ihnen die Ausländerbehörde allerdings eine Aufenthaltserlaubnis nach § 16 AufenthG erteilen würde, ohne dass Sie zuvor aus Deutschland ausreisen, ist schwierig zu sagen. Wenn es nicht um die Aufnahme eines neuen Studiums, sondern um eine Promotion handelt, sind die Ausländerbehörden regelmäßig nicht ganz so streng. Man könnte mit der Ausländerbehörde sicherlich aushandeln, dass Ihnen eine Aufenthaltserlaubnis erteilt wird, ohne dass Sie vorher erst ausreisen. Wenn aus dem Arbeitsvertrag hervorgeht, dass Sie in sechs Monaten in Vollzeit angestellt werden sollen, könnte man sich mit der Ausländerbehörde wohl auch darüber verständigen, dass Ihnen eine Aufenthaltserlaubnis nach § 18 AufenthG erteilt wird. Eine Aufenthaltserlaubnis nach § 18 AufenthG wäre einer Aufenthaltserlaubnis nach § 16 AufenthG in jedem Fall vorzuziehen, da sie in verschiedener Hinsicht besser für Ihren Status in Deutschland ist. Sie sollten den Arbeitsvertrag daher so formulieren lassen, dass deutlich wird, dass der Schwerpunkt Ihrer Anwesenheit in Deutschland auf der Tätigkeit an der Universität liegt und nicht auf der Durchführung der Promotion.

Stattdessen können Sie natürlich eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Führung der ehelichen Lebensgemeinschaft mit Ihrer Frau beantragen, sofern Ihre Frau bereits seit zwei Jahren eine Aufenthaltserlaubnis besitzt und der Lebensunterhalt gesichert ist. Allerdings ist Ihr Aufenthaltsrecht für Deutschland dann vom Bestand des Aufenthaltsrechts Ihrer Frau abhängig, also vor allem vom Fortbestand des Arbeitsverhältnisses Ihrer Frau. Sicherer wäre es daher, wenn Sie ein eigenständiges Aufenthaltsrecht, wie oben gesagt am besten nach § 18 AufenthG, erwerben würden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für eine Nachfrage wie auch für eine Vertretung gegenüber der Ausländerbehörde stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Nachfrage vom Fragesteller 23.03.2009 | 09:24

Sehr geehrte Frau Laurentius,

vielen Dank für Ihre Antwort. Ich möchte noch nachfragen, wie viel Geld man mindestens verdienen, oder mindestens wie viele Stunden man pro Woche arbeiten muss, damit er die Aufenthaltserlaubnis gemäß §18 bekommen kann. Sogenannte, "man kann den Lebensunterhalt sicherstellen". vielen Danke.

Mit freundlichen Grüßen

Yue Chen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.03.2009 | 09:45

Sehr geehrter Fragesteller,

das Einkommen muss ausreichen, um den Lebensunterhalt sicherzustellen. Das heißt, das Gehalt muss so hoch sein wie die vom betreffenden Ausländer zu zahlende Miete plus Nebenkosten und ein Betrag von etwa 400,00 EUR zum Leben. Krankenversicherungsschutz muss natürlich auch bestehen.

Die Aufenthaltserlaubnis nach § 18 AufenthG werden Sie zudem, wie von mir bereits beschrieben, nur erhalten, wenn Sie in einem gewissen Umfang erwerbstätig sind. Sie sollten daher mindestens eine Halbtagsstelle vorweisen können.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Bewertung des Fragestellers 10.03.2009 | 12:59

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