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Aufenthaltserlaubnis Verlängerung mit Vorstrafe

03.10.2020 10:30 |
Preis: 53,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Unschädlich ist es für die Erteilung der Niederlassungserlaubnis, wenn die Strafe unter 180 Tagesätzen liegt.

Hallo,
Ich bin seit 2012 in Deutschland und habe in Deutschland studiert. Seit 2016 arbeite ich hier und mir wurde gesagt dass ich Ende 2020/Anfang 2021 ein unbefristete Aufenthaltserlaubnis beauftragen kann.
Sehr dumm von mir - jetzt bereue ich es auch extrem und werde es nie nie nie mehr machen: ich bekomme jetzt wahrscheinlich Strafbefehl bekommen, wegen Ladendiebstahl (2 mal) und Hausfriedensbruch bei Supermarkt. Ich denke dass ich mindestens 30-40 Tagessätzen bekomme und natürlich auch vorbestraft.
Da der Tat gestern geschehen ist, erwarte ich in den 1-2 Wochen den Anhörungsbogen bekommen werde.ein Aufenthaltstitel läuft ende November ab und ich muss jetzt den verlängern.
Ich denke, dass ich wegen der Vorstrafe kein unbefristetes Aufenthaltserlaubnis bekommen werde, oder? Wie ist mit eine normale Verlängerung?
Vielen Dank!
03.10.2020 | 15:42

Antwort

von


(96)
Storkower Straße 158
10407 Berlin
Tel: 03023916152
Web: http://www.12anwalt.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen gerne auf Grundlage der angegebenen Informationen im Rahmen einer Erstberatung verbindlich wie folgt beantworten möchte.

Gemäß § 9 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 AufenthG ist die Niederlassungserlaubnis zu erteilen, wenn Gründe der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung unter Berücksichtigung der Schwere oder der Art des Verstoßes gegen die öffentliche Sicherheit oder Ordnung oder der vom Ausländer ausgehenden Gefahr unter Berücksichtigung der Dauer des bisherigen Aufenthalts und dem Bestehen von Bindungen im Bundesgebiet nicht entgegenstehen.

Grundsätzlich sind die Vorstrafen Ladendiebstahl und Hausfriedenbruch geeignet, die Niederlassungserlaubnis abzulehnen.
Es gibt aber ein Urteil des Verwaltungsgerichts Kassel vom 29.01.2008 (Az.: 1 K 748/06 ) das besagt eine Ablehnung der Niederlassungserlaubnis, sofern diese auf spezialpräventive Gesichtspunkte, sprich die Verhinderung weiterer Straftaten im Bundesgebiet gestützt wird, voraussetzt, dass tatsächlich die Gefahr besteht, dass weitere Straftaten begangen werden. Bei der Beurteilung der Gefahr der erneuten Straffälligkeit ist jedoch der Grad der Wahrscheinlichkeit einer neuen Straftatbegehung sowie die Belange des Antragstellers zu berücksichtigen.

Insofern gibt es bei der einmaligen Verurteilung wegen Ladendiebstahl, Hausfriedenbruch noch Chancen auf eine Niederlassungserlaubnis. Unschädlich ist es im Rahmen der Niederlassungserlaubnis im Sinne des § 9 Abs. 2 Nr. 4 AufenthG für die Erteilung der Niederlassungserlaubnis, wenn die Strafe unter 180 Tagesätzen liegt.

Ich empfehle Ihnen einen Rechtsanwalt in Anspruch zu nehmen, der Sie gegenüber der Ausländerbehörde vertritt.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer kostenlosen Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann auch unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc.

Bitte beachten Sie, dass die Ergänzung oder Änderung des Sachverhalts zu einer vollkommen anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


Jan Bergmann
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 03.10.2020 | 19:25

Vielen Dank für die ausführliche und schnelle Antwort!
Was meinen Sie, was ich als Strafe bekommen werde: 2. Mal Ladendiebstahl von ca 110€ in Lebensmittel, und das 2. Mal in Verbindung mit Hausfriedensbruch?
Ein Strafverfahren kommt bestimmt oder? Woe hoch wird die Tagessätze sein? Gibt es eine Möglichkeit gegen Geld es einzustellen?
Danke schön!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.10.2020 | 22:02

Wenn es Ihre erste Strafe ist wird es voraussichtlich weniger als 180 Tagessätze sein. Gefängnis haben Sie nicht dann zu befürchten.

Möglich ist es, dass das Verfahren gem. § 153 a Nr. 2 STPO gegen Geldzahlung eingestellt wird. Es empfiehlt sich hier einen Anwalt zu beauftragen.

ANTWORT VON

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