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Aufenthaltserlaubnis Serbin in Deutschland

09.04.2013 02:07 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Ariane Hansen


Meine Lebensgefährtin ist Serbin und hat ihren ständigen Wohnsitz in Serbien. Wir sind schon länger ein Paar und haben uns letztes Jahr verlobt. Wir haben uns in der Vergangenheit zum größten Teil in Serbien aufgehalten, da meine Firma (Baustoffhandel) in Serbien drei Niederlassungen hat. Ich war aus diesem Grund viel in Serbien. Sie arbeitet in meiner Firma in Serbien und ist verantwortlich für das Marketing.

Nun bin ich aber gezwungen längere Zeit in Deutschland zu bleiben und fliege nur alle paar Wochen nach Serbien. Wir werden uns vermehrt in Deutschland aufhalten, da ich einen größeren Bau begleiten muss. Außerdem bauen wir mein Haus um, da wir nächstes Jahr im Mai heiraten möchten.

Nun mein Problem: ich habe gelesen, dass Sie ab dem ersten Tag der Einreise nur 90 Tage pro Halbjahr in Deutschland sein darf. Ich wusste das nicht und ich glaube wir haben das das letzte Halbjahr überschritten. Ich habe auch Verständnis für solche Gesetze, aber dieses Zeitlimit lässt mein Projekt nicht zu. Ich bin gezwungen länger zu bleiben und wir möchten unsere Hochzeitsplanung und Terminierung nicht ändern. Getrennt zu sein ist auch keine Option für uns.

Welche Möglichkeiten haben wir den Aufenthalt bis Mai 2014 zu verlängern? Ich dachte an einstellen, da wir viel mit Serbien arbeiten, könnte ich das begründen. Ich habe auch über die Möglichkeit eines Sprachstudiums nachgedacht, aber das würde ihre Arbeit beeinträchtigen. Oder wäre es ausreichend beim Amt eine Bürgschaft oder Kostenübernahme zuzusichern um sicherzustellen, dass wir finanziell nicht auf Unterstützung oder soziale Hilfe angewiesen sind? Letzte Option ist, sie bleibt einfach, den Trennung ist für uns keine Option.

Aber warum denken, wenn es so schöne Plattformen wie diese gibt und ich eine rechtssichere Antwort bekomme.

Zweite Frage: Was müssen wir für die geplante Hochzeit im Mai 2014 beachten und vorbereiten? Welche Formulare, Unterlagen, Nachweise usw. benötigen wir. Ich bin deutscher Staatsbürger, geschieden und habe meinen ständigen Wohnsitz in Deutschland.

Besten Dank im Voraus an alle, die mir eine Lösung für mein Problem bieten können.

Freundliche Grüsse

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Es ist richtig, dass Ihre Lebensgefährtin sich nur 90 Tage im Halbjahr in Deutschland aufhalten darf. Nach Ablauf dieses Zeitraums macht sie sich strafbar.

Ihre Freundin kann auf jeden Fall ein Vsum zur Ausübung einer Beschäftigung beantragen, § 18 AufenthG. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass die Beschäftigung zustimmungsfähig sein muss, d.h. es wird hier geprüft, ob nicht ein anderer (z.B. Deutscher oder EU-Bürger) bevorrechtigt ist. Auf jeden Fall müßte gut begründet werden, warum Sie keine andere Person für diese Arbeit finden. Das stößt oftmals auf Schwierigkeiten.
Ich rate Ihnen daher, sich zunächst mit Ihrer Ausländerbehörde in Verbindung zu setzen, um weitere Informationen zu erlangen und nicht Gefahr zu laufen, dass das Visum abgelehnt wird.

Ihre Freundin kann natürlich auch ein Visum zum Zwecke eines Studium beantragen.
Sie müssen dann abwägen, in welchem Fall die Erfolgsaussichten der Visumserteilung größer sind. Beim Sprachstudium oder aufgrund der Beschäftigung.
Da Sie nicht mitgeteilt haben, welche Art der Beschäftigung Ihre Freundin aufnehmen könnte, vermute ich, dass es evtl. einfacher ist ein Visum zwecks Studiums zu erhalten.

Für die Heirat in Deutschland benötigen Sie als Deutscher
- gültigen Personalausweis oder Reisepass
- beglaubigte Abschrift aus dem Geburtsregister
- Meldebescheinigung
- beglaubigte Abschrift aus dem Eheregister
der Vorehe mit Auflösungsvermerk (beim Eheschließungsstandesamt)


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Ariane Hansen, Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 09.04.2013 | 08:54

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort,

Meine Freundin würde als Beschäftigung die Korrespondenz mit den Niederlassungen in Serbien übernehmen und die Verkaufsprospekte und Materialien in ihrer Landessprache ausarbeiten. Die Wahrscheinlichkeit, jemanden aus Deutschland oder der EU zu finden mit den selben Produkt und Sprachkenntnissen ist nahezu unmöglich. Darum würde ich zum Beschäftigungsvisum tendieren. Wie beantragen wir das und was benötigen wir dazu?

Ich benötige noch als Information, welche Unterlagen meine Verlobte benötigt für die Eheschließung in Deutschland.

Besten Dank im Voraus.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.04.2013 | 09:32

Sehr geehrter Ratsuchender,

es hat einen Fehler beim Absenden meiner Antwort gegeben, sodass die Antwort nur unvollständig übersandt wurde. Ich bitte dies zu entschuldigen.

Ich vervollständige daher nunmehr meine Antwort und biete Ihnen an, falls immer noch Unklarheiten bestehen, mich unter der Ihnen bekannten E-mail Adresse oder telefonisch zu kontaktieren.

Ihre Verlobte benötigt für die Eheschließung folgende Unterlagen:

- Ehefähigkeitszeugnis (nicht älter als 6 Monate
- Personalausweis
- Geburtsurkunde
- Sprachtest A1
Vorlage der Urkunden mit Apostille sowie beglaubigter Übersetzung.

Sie sollten aber auf jeden Fall das zuständige Standesamt aufsuchen und ein persönliches Beratungsgespräch führen, da der Standesbeamte bei Auslandsbezug das jeweilige Heimatrecht berücksichtigen muss und die Gesetze in jedem Land anders sind.

Zur Beantragung des Visum zur Arbeitsaufnahme muss Ihre Verlobte den Arbeitsvertrag bei der serbischen Botschaft vorlegen. Daraus muss sich ergeben, um was für eine Arbeit es sich handelt.

Dieser Antrag wird dann der Ausländerbehörde ihres Wohnortes vorgelegt. Die Ausländerbehörde wiederum schickt den Antrag an die Bundesagentur für Arbeit, die letztendlich der Arbeitsaufnahme zustimmen muss.

Ich hoffe, dass ich die Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet habe.

Mit freundlichen Grüßen

Ariane Hansen
Rechtsanwältin

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