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Aufenthaltsbestimmungsrecht für den berufstätigen Vater


23.05.2007 15:52 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo folgender Sachverhalt:

Wir verheiratet, 3 Kinder, eines aus erster Ehe meiner Frau (Tochter fast 17). 2 gemeinsame Söhne mit knapp 6 und 12 Jahren.
(12 Jähriger Sohn hat ADS)
Wohneigentum vom meiner Mutter auf mich überschreiben, mit Klausel "im Scheidungsfalle kann meine Mutter das Haus wieder zurück fordern."

meine Frau ist Suchtkrank (Alkohol, Kaufsucht)Flaschen im Schrank, Wäschekörbe, und sonstiges.
Belegbar:
-durch Kindargartenleitung
-unsere grosse fast 17 jährige Tochter
-ihrer eingenen Schwester

In der Vergangenheit:
-1994 Inhaftiert in einen Frauengefängis (Diebstahldelikt)
-2003 Wieder Diebstahl von Bargeld aus einem Geldbeutel
-Immer wieder Inkasso und Schuldtitel, kaufte auf Namen der Kinder, meinen, und ihrer Schwiegermutter.
Psychische Probleme war schon in Behandlug, hat aber abgebrochen.

Ich habe morgen einen Gesrächstermin mit dem allg. soz. Dienst.
Meine Frau will allerdings nicht mitgehen, sondern alleine gehen.
Der Kinder und Jugendpsychologe meines älteren Sohnes ist informiert, sowie unser Hausarzt. Der Kindergarten weiss auch Bescheid, (Erfuhr heute von der Leiterin, dass sie letztes Jahr schon zu einen Gespräch desswegen "vorgeladen" war, sie aber alles abstritt). Habe morgen einen lägeren Termin auch im Kindergarten. Ich versuche schnell einen Hortplatz für die Kinder zu bekommen.

Sie droht mir mit Trennung,hat u.U ein Verhältnis, und die Kinder sollen bei mir bleiben (Was ich ihr im ernstfall nicht glaube). Sie ist nicht berufstätig, hatte gelegentlich Basisjobs.

Ich will meine Kinder schützen, und ihnen helfen, ich habe schon viel zu lange die Augen zugemacht.
Ich will ihr eigentlich nur helfen, weil ich sie doch liebe.
Ich will eigentlich keine Trennung, unsere Kinder lieben auch ihre Mutter, aber was kann ich tun, damit ich im Ernstfall das Aufenthaltsbestimmungsrecht behalte ?



23.05.2007 | 16:25

Antwort

von


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Isenbütteler Weg 12
38518 Gifhorn
Tel: 05371 819 200
Web: www.rechtsanwalt-sommer-gf.de
E-Mail:
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben und unter Würdigung Ihres eingesetzten Betrages wie folgt beantworte. Durch Weglassen oder Hinzufügung weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, sodass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Bei der Frage, wem in einem Streitfalle das Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen wird, ist allein entscheidend die Frage, was dem Wohl der Kinder dient.

Hier würde sich das Gericht angesichts des Alters der Kinder ein Bild machen auch aufgrund einer Anhörung der Kinder. Ein weiterer wesentlicher Informationsgeber und Entscheidungshelfer ist das Jugendamt. Dieses berichtet dem Gericht und unterbreitet auch einen Vorschlag.

Im Verfahren selbst spielen viele einzelne Faktoren eine Rolle, die sich zu einem gesamten Bild zusammenfügen. Im Vorfeld und selbst im Laufe eines gerichtlichen Verfahrens ist es daher kaum möglich, das Ergebnis des entsprechenden Verfahrens vorauszusagen, insbesondere weil sich auch im Laufe des Verfahrens wesentliche Änderungen ergeben. Dies muss leider aus der Erfahrung heraus so gesagt werden.

Wesentlich wird demnach sein, wo nach Einschätzung des Gerichtes und des Jugendamtes die Kinder am besten aufgehoben sind. Hierbei spielen neben der Frage der persönlichen Eignung zur Erziehung, Sie haben hier einige Punkte angesprochen, die gegen solch einer Eignung Ihrer Ehefrau sprechen würden, auch andere Punkte eine Rolle. Hierzu gehören Kontinuität der Erziehung und der Bezugsperson wie auch der räumlichen und schulischen Gegebenheiten und auch die Frage, ob eine Fremdbetreuung durch Dritte erforderlich und gegebenenfalls sichergestellt ist.

In Ihrer jetzigen Situation, in der Sie noch nicht wissen, ob es überhaupt zu einer Trennung kommt, kann ich nur anraten, dass Sie sich weiterhin intensiv mit Ihren Kindern beschäftigen und sich um sie kümmern. Dies muss auch nach außen in Erscheinung treten. Insoweit haben Sie ja bereits Kontakt aufgenommen mit Ärzten, Kindergarten und gegebenenfalls auch der Schule. Gut ist auch, dass Sie mit dem Jugendamtkontakt halten. Keinesfalls dürfen Sie jedoch versuchen, ihre Kinder in irgendeiner Weise zu beeinflussen. Diese wird regelmäßig nachteilige Folgen für die Kinder und somit auch für Sie haben.

Eine weitergehende Beratung wird bei einem Anwalt vor Ort erforderlich sein, da sich in dem Gespräch mit dem Anwalt weitere Punkte auftun werden, zu denen weiterer Informationsbedarf bestehen wird bzw. die zum weiteren Vorgehen wesentlich sind.

Ich hoffe, dass ich in der Sache weiterhelfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Torsten Sommer
Rechtsanwalt

Gifhorn, den 23. Mai 2007


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