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Aufenthaltsbestimmungsrecht: Mitnahme des Kindes rechtmäßig?

26.08.2008 17:57 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


10:40

Meine Frau und ich werden uns scheiden lassen. Das Trennungsjahr läuft seit Februar diesen Jahres. Nun möchte meine Frau in drei Wochen aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen und unseren 2,5 jährigen Sohn mitnehmen. Der neue Wohnort liegt etwa 150 km entfernt.

Gegen den Umzug meiner Frau habe ich keine Einwände, gegen die Mitnahme unseres Sohne jedoch möchte ich mich wehren da ich der Meinung bin dass der Junge sich gut eingelebt hat und nicht aus seiner gewohnten Umgebung gerissen werden sollte.

Da ich ganztags berufstätig bin, würde die Betreuung des Sohnes durch eine Tagesmutter, im Rahmen eines Kindergartenplatzes oder durch meine Eltern realisiert werden können.

Welche Möglichkeiten habe ich, die unmittelbar bevorstehende Mitnahme meines Sohnes zu verhindern und wie sind die Chancen das Aufenthaltsbestimmungrecht zu bekommen ?

Ist die Mitnahme des Kindes durch die Mutter ohne meine Zustimmung rechtmäßig ?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

26.08.2008 | 18:36

Antwort

von


(2404)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
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Sehr geehrter Ratsuchender,

bei einem Umzug in eine weitere Entfernung kann Ihre Frau den Sohn nicht ohne Ihr Einverständnis mitnehmen.

Bei einem solchen Umzug handelt es sich um eine Angelegenheit, die für Ihren Sohn von erheblicher Bedeutung ist. Sämtliche sozialen Kontakte, die auch der Sohn schon durch Kindergruppen aufgebaut haben kann, werden aufgegeben und er muss sein gewohntes Umfeld aufgeben, ohne genau zu verstehen, warum dieses der Fall ist.

Da Sie Ihr Einverständnis zu diesem Umzug nicht erteilen, wird, wenn sich nicht doch noch eine Einigung finden lässt, das Familiengericht auf Antrag eines Elternteils diese Frage zu entscheiden haben.

Sie können daher bei dem Familiengericht hinsichtlich dieses Teilbereiches der elterlichen Sorge eine Entscheidung herbeiführen. Das Gericht wird dann unter Berücksichtigung des Kindeswohles eine Entscheidung treffen.

In diesem Verfahren können Sie auch einen Antrag auf Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts stellen. Hierfür muss aber sehr gut begründet werden, dass dieses dem Wohl des Kindes entspricht. Das ist der allein entscheidende Faktor. Dabei wird, auch wie beim Teilbereich Umzug, die Situation des Kindes eine wesentliche Rolle spielen. Es wird weiter die Bindung zu dem einen oder anderen Elternteil beurteilt und zur Entscheidungsfindung herangezogen.

Konkreter können die Chancen aber nur beurteilt werden, wenn die Umstände genau bekannt sind und insbesondere die Entwicklung des Sohnes eingehend beurteilt werden kann.

Da die Darlegung absoluter Einzelfall ist, sollten Sie den Antrag mit anwaltlicher Hilfe stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 26.08.2008 | 20:26

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin True-Bohle,

zunächst herzlichen Dank für die rasche un dvor allem informative Antwort.

Welche rechtlichen Vorkehrungen muss ich nun treffen um zu verhindern, dass meine Frau unseren Sohn gegen mein Einverständnis mitnimmt und dadurch eine neue Situation schafft ? Es werden doch sicher ein paar Monate vergehen bevor ein richterlicher Beschluss bewirkt werden kann ?

Danke für Ihre Antwort.

Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27.08.2008 | 10:40

Sehr geehrter Ratsuchender,

da es zunächst gilt den Umzug zu verhindern, muss beim Familiengericht eine einstweilige Anordnung beantragt werden, den Umzug zu untersagen, aus den in meiner Antwort genannten Gründen UND im Wege des Eilverfahrens, damit keine neue Situation geschaffen wird. Mindestens zeitgleich, besser noch einen Tag vorher muss genau dieser Antrag, verbunden mit dem Antrag auf Übertragung des Aufenhaltsbestimmungsrechts als Hauptsacherverfahren beim Familiengericht eingereicht werden.

Voraussetzung für die Beantragung der einstweiliegn Anordnung ist nämlich, dass ein isoliertes Verfahren anhängig ist oder für ein solches Prozesskostenhilfe beantragt worden ist.

Sie sehen, dass es es einiges zu beachten gibt, so dass ich nochmals zur Beauftragung eines Rechtsanwaltes raten möchte.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

ANTWORT VON

(2404)

Damm 2
26135 Oldenburg
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