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Aufenthaltsberechtigung noch gültig?


13.09.2006 16:42 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexandros Kakridas



Ich bin Staatsbürger der USA (Vater Amerikaner – Mutter Deutsche) und habe von 1970 – 1994 in Deutschland gelebt. In meinem damaligen Pass hatte ich den Eintrag „Aufenthaltsberechtigung“.

Von 1994 – 2006 habe ich den USA gelebt und bin jetzt wieder in Deutschland mit meinem Mann und Kindern. Mein Mann ist auch US-Amerikaner und hat jetzt einen Aufenthaltstitel/Arbeitsgenehmigung für Deutschland bekommen – allerdings erstmal für 1 Jahr – danach muss verlängert werden. Durch seine Arbeitsgenehmigung habe ich auch eine Aufenthaltserlaubnis, aber eben auch zeitlich begrenzt.

Deshalb meine Frage: Ist meine Aufenthaltsberechtigung von damals denn noch gültig?

Das Ausländeramt sagte mir, dass die Aufenthaltsberechtigung (heisst jetzt - glaube ich – Niederlassungserlaubnis) nach mehr als 6 Monaten im Ausland erlischt.

Ich habe aber auch gelesen, dass es Ausnahmen gibt, wenn man mindestens 15 Jahre in Deutschland gelebt hat und der Lebensunterhalt gesichert ist. Dies trifft ja für mich zu. Ich arbeite zwar selbst nicht, aber mein Mann hat hier in Deutschland einen unbefristeten Arbeitsvertrag und verdient über der Beitragsbemessungsgrenze.

Falls die Aufenthaltsberechtigung noch gilt, wie gehe jetzt am besten vor?
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),


ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Grundsätzlich erlischt ein gewährter Aufenthaltstitel gem. § 51 Absatz 1 Ziff. 7 Aufenthaltsgesetz ( AufenthG ), wenn der Ausländer ausgereist ist und nicht innerhalb von sechs Monaten oder einer von der Ausländerbehörde bestimmten längeren Frist wieder eingereist ist.

Der Auslandsaufenthalt führt nur dann zum Erlöschen, wenn er ununterbrochen mehr als sechs Monate andauert. Dies ist nach Ihren Angaben auch der Fall gewesen.

Wie sie bereits richtig vermuten haben, ist ein Ausländer mit einer Niederlassungserlaubnis dann privilegiert, wenn dieser sich mindestens 15 Jahre rechtmäßig in Deutschland aufgehalten hat und sein Lebensunterhalt gesichert ist, § 51 Absatz 2 Satz 1 AufenthG.
Der Ausländer braucht auch nicht Arbeitnehmer gewesen zu sein.

Ich empfehle Ihnen daher, dass zuständige Ausländeramt zu kontaktieren, indem Sie den Nachweis führen, dass sie für den von Ihnen angegeben Zeitraum über einem der Niederlassungserlaubnis entsprechenden Aufenthaltstitel verfügten.

Insofern müsste es sich um eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung gehandelt haben.

Weiterhin müssten Sie genau prüfen, ob Sie sich auch mindestens 15 Jahre in der Bundesrepublik aufgehalten haben, da Ihr angegebener Zeitraum eventuell knapp darunter liegen könnte.
Auch die Dauer dieses Zeitraums müssen sie belegen können.

Als Nachweis für einen gesicherte Lebensunterhalt dürfte die Lohnabrechnung Ihres Mannes genügen. Eventuell vorhandenes Vermögen wirkt sich weiterhin positiv auf die Bejahung dieser Voraussetzung aus.

Falls die Ausländerbehörde die Anerkennung der Voraussetzungen verweigert, hätten Sie weiterhin die Möglichkeit die Feststellung gerichtlich einzuklagen.

Falls Sie für das Aufsetzen des Schreibens an die Ausländerbehörde oder beim weiteren Vorgehen anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen wollen, ist meine Kanzlei gerne bereit sie hierbei zu unterstützen, wobei allerdings weitere Gebühren entstehen würden.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben und verbleibe


mit freundlichen Grüßen

Alexandros Kakridas
- Rechtsanwalt –

Westerbachstraße 23 F
61476 Kronberg

Fon : 06173 – 70 29 06
Fax : 06173 – 70 28 94

www.recht-und-recht.de
kakridas@recht-und-recht.de

Nachfrage vom Fragesteller 13.09.2006 | 19:15

Vielen Dank für die Antwort!

Ich war von 1970-1994 in Deutschland - also 24 Jahre. Als Nachweis würde dann die Meldebescheinigung von den jeweiligen Einwohnermeldeämtern gelten, oder ???

Wie kann ich denn die Aufenthaltsberechtigung für diesen Zeitraum beweisen? Stempel in alten Pässen? Das müsste doch auch in den Akten der Ausländerbehörden zu finden sein??

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.09.2006 | 19:33

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:


Als Nachweis für die Dauer des Aufenthalts dürften die Meldebescheinigungen ausreichen.

Ich nehme an, dass Ihr Aufenthaltstitel auf den Ihrer Eltern oder eines Elternteiles basierte.

Dies können Sie zunächst angeben. Meist wird dies als ausreichend von der Ausländerbehörde erachtet.

Falls Sie noch über Ihre alten Pässe verfügen, reicht eine Kopie der entsprechenden Seite mit dem Stempel meist aus, um den Nachweis zu führen.

Ansonsten müßte die Behörde durchaus über die entsprechenden Akten verfügen.

Informationen, welche Nachweise im Detail erforderlich sind, erhalten Sie weiterhin auch von Ihrer zuständigen Ausländerbehörde.


Ich wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute.


Mit freundlichen Grüßen

Alexandros Kakridas

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