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Aufenthaltbestimmungsrecht / Übertragung ohne Antrag möglich?

26.05.2016 13:34 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger


Folgender sachverhalt:

Tochter (16) lebt in einer Wohngruppe. Der vater wollte sie am 04.04.16 abholen zu einem langen Wochenende. (Wir haben gemeinsames Sorgerecht, das Aufenthalbestimmungsrecht liegt bei mir). Er hat das Kind behalten mit den Worten, man hätte sie rausgeworfen.

Er meinte auch, dass das ABR automatisch an ihn überginge, er hätte einen Anwalt gefragt. Er hat mehrere Termine mit der Wohngruppe, Jugendamt Familientherapeutin und mir nicht wahrgenommen. Heute ist wieder ein Termin angesetzt.

In meinen Augen handelt es sich hier um Entführung, una´bhängig vom tatbestand, dass das Kind dort bleiben möchte (keine Schule, keine Kontrolle wann sie geht/kommt, Drogen, Alkohol, etc....)

Was stimmt?
Welche Möglichkeiten habe ich?

Kann ich das alleinige Sorgerecht haben? ich weiß, ist nur noch für knapp 1,5 jahre, aber diese ewigen nervenaufreibenden "Geschichten" gehen an meine Substanz.

ich bin vollzeit berufstätig. Er ist Frühpensionär, aber dennoch irgendwie nie zu hause. Er hat eine Partnerin, ich bin alleine.


Es macht deutlich den Anschein (auch dem jugendamt etc.) dass er nur des geldes wegen, das Kind bei sich haben möchte (Kindesunterhalt von mir!)

Sehr geehrte Fragenstellerin,

wenn das Aufenthaltsbestimmungsrecht durch das Gericht Ihnen zugesprochen worden ist, dann haben Sie es.

Eine (Rück-)übertragung ist ohne gerichtlichen Beschluss ausgeschlossen. Insofern ist die Ausführung des Vaters rechtlich falsch.

Eine Verwirklichung des § 253 StGB ist hier eher nicht zu sehen, da alle Tatbestandsvarianten nicht erfüllt werden ( weder Täuschung noch Drohung gegenüber dem Kind / keine Verbringung ins Ausland / Angehöriger des Kindes ). Sollte man den Aufenthaltsort des Kindes kurzfristig ändern wollen, muss man im (einstweiligen) Rechtsschutz beim Familiengericht die entsprechenden Anträge auf Herausgabe des Kindes stellen ( § 1632 BGB ).

UU empfiehlt es sich vorrangig noch einmal als letzten Versuch das Jugendamt zur gütlichen Einigung einzuschalten.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Saeger
- Rechtsanwalt -

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