Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.523
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Aufenthalt des kindes


22.12.2012 14:14 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten tag,..ich bin seit 2010 verheiratet und wie haben eine gemeinsame tochter ,die jetzt 13 monate alt ist.
In unsere ehe gab es immer viel streit... Es gabe viele auseinandersetzungen und eskalationen... Meinmann und sind immer wieder aneinandergeraten so dass auch Gewalt eine rolle mit spielte. Mein und ich trennten uns jetzt im august 2012 aufgrund dieser eskalationen.
Ich bin zusammen mit den kindern (mit einverständis von meinem mann) zurück gegeangen inmeien heimat.60km entfernt. Mein mann kommt immer 1x die woche um die kinder zu sehen. natürlich möchte ich dass mein mann umgang hat u mit teil an dem leben der kinder hat . Mein mann droht mir sehr viel. Er sagt,immer...dass er mich fertig machen möchte....mir unser gem kind entziehen will weil ich angeblich psyisch krank bin u ich nihct in der lage bin die kinder alleine großzuziehen.Ich bin machtlos weil mein mann mir miteielt,dass er jetzt vor gericht gehen will... und er möchte das die kleien bei ihm lebt. Ich bin keine gewalttätige Mutter..wir haben bereits eine Beratungsstelle aufgesucht. Mein mann versucht alles,um mich schlecht dazustellen. hat mein mann rechtlich eine chance?? Ich lwebe mit meinen kindr..jeder hat ein gr zimmer uu ich lebe sauber u vernünftig. Kann auch gerne geprüft werden.was kann ich tun ??
22.12.2012 | 14:57

Antwort

von


146 Bewertungen
Frankfurterstr. 30
51065 Köln
Tel: 0221 16954321
Tel: 0163 2916721
Web: www.ra-serkankirli.de
E-Mail:
Sehr geehrte Fragestellerin,

Danke für Ihre Anfrage, welche ich auf der Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Grundsätzlich ist es Ihrem Ehemann natürlich nicht verwehrt, gerichtliche Schritte gegen Sie einzuleiten.

Gemäß § 1671 Abs.1 BGB kann jeder Elternteil, wenn die elterliche Sorge den Eltern gemeinsam zusteht und diese nichtnur vorübergehend getrennt sind, beantragen, dass ihm das Familiengericht die elterliche Sorge oder einen Teil der elterlichen Sorge allein überträgt.

Nach § 1671 Abs.2 BGB ist dem Antrag ist stattzugeben, soweit

1. der andere Elternteil zustimmt, es sei denn, dass das Kind das 14. Lebensjahr vollendet hat und der Übertragung widerspricht, oder

2. zu erwarten ist, dass die Aufhebung der gemeinsamen Sorge und die Übertragung auf den Antragsteller dem Wohl des Kindes am besten entspricht.

Gemäß § 1671 Abs.3 BGB ist dem Antrag ist nicht stattzugeben, soweit die elterliche Sorge auf Grund anderer Vorschriften abweichend geregelt werden muss.

So wie Sie den Sachverhalt darstellen, hätte ein Verfahren einen ungewissen Ausgang. Es kam während der ehelichen Lebensgemeinschaft sogar zu gegenseitigen körperlichen Übergriffen.

Es steht stets primär das Kindeswohl im Vordergrund. Der Begriff des Kindeswohls ist an verschiedenen Stellen erwähnt.

Dies geht insbesondere in § 1697a BGB hervor:

"Soweit nichts anderes bestimmt ist, trifft das Gericht in Verfahren über die in diesem Titel geregelten Angelegenheiten diejenige Entscheidung, die unter Berücksichtigung der tatsächlichen Gegebenheiten und Möglichkeiten sowie der berechtigten Interessen der Beteiligten dem Wohl des Kindes am besten entspricht."

Somit ist das Wohl des Kindes sogar eine Legitimation für den Staat in Ausübung seines ihm übertragenen Wächteramtes in grundrechtlich geschützte Elternrechte einzugreifen. Beispielhaft sei hier, weil die mit dem Begriff verbundene Eingrifflegitimation am deutlichsten erkennbar, § 1666 BGB erwähnt, der bei Gefährdung des Kindeswohls dem Gericht gestattet, die notwendigen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr zu ergreifen, bis hin zum Entzug der elterlichen Sorge.

Im Falle eines Verfahrens entscheidet das Gericht auf der Grundlage des Verfahrens, Aussage der Parteien, insbesondere der Aussage der entsprechenden behördlichen Stellen, wie das Jugendamt.

Sie müssen verdeutlichen können, dass das Wohl des Kindes nicht gefährdet wird. Ganz gute Karten haben Sie dann, wenn MitarbeiterInnen / BetreuerInnen des Jugendamtes, keine kontinuierliche oder akute Gefahr für das Kindeswohl sehen.

Hierbei ist ggfs. auch zu prüfen, ob die Behauptungen Ihres Mannes im Hinblick auf Ihr psychisches Wohlbfinden zutreffend sind und ob dies Auswirkungen auf das Kindeswohl haben kann.

Sollte Ihr Mann gerichtliche Schritte einleiten, müssen Sie natürlich anwaltlich vertreten werden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen behilflich sein und eine erste rechtliche Orientierung verleihen konnte.

Abschliessend weise ich Sie darauf hin, dass die hiesige Online-Beratung den Besuch bei einem Rechtsanwaltskollegen vor Ort nicht ersetzen kann, sondern lediglich dazu dient, dem Mandanten eine erste grobe rechtliche Einschätzung zu verleihen.

Das Weglassen und bzw. oder Hinzufügen von relevanten Angaben kann eine völlig andere rechtliche Bewertung nach sich ziehen.


Mit freundlichen Grüßen

Kirli
(Rechtsanwalt)


Rechtsanwalt Serkan Kirli

ANTWORT VON

146 Bewertungen

Frankfurterstr. 30
51065 Köln
Tel: 0221 16954321
Tel: 0163 2916721
Web: www.ra-serkankirli.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Vertragsrecht, allgemein, Arbeitsrecht, Mietrecht, Ausländerrecht, Verkehrsrecht, Familienrecht, Kaufrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER