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Aufenthalt des gemeinsamen Kindes nach Trennung


29.03.2010 15:20 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Guten Tag!

Mein Mann und ich sind seit sehr vielen Jahren zusammen und seit ueber 7 Jahren verheiratet. Unsere gemeinsame Tochter ist 2,5 Jahre. Seit 1,5 Jahren leben wir im Ausland (Suedamerika), da mein Mann beruflich hier ist (fuer insgesamt 4 Jahre). Beruflich bedingt wird er immer fuer einige Jahre im Ausland sein, und einige Jahre in Berlin. Ich habe vor der Geburt meiner Tochter gearbeitet und bin derzeit noch in Elternzeit. Diese endet im Oktober diesen Jahres. Nun moechte ich mich von meinem Mann trennen, da ich die Beziehung fuer mich als beendet empfinde. Mein Mann sieht das zwar nicht so, raeumt mir aber ein, zu gehen oder zu bleiben. Ich moechte nach Dtl. (Berlin) zurueckgehen, mit Ende meiner Elternzeit im Oktober wieder zurueck an meinen Arbeitsplatz. Und ich moechte natuerlich unsere Tochter mitnehmen. Mein Mann hat mir allerdings eroeffnet, dass er "sie nicht so einfach gehen laesst" und sie lieber hier bei sich behalten moechte, in Ihrer (bislang) gewohnten Umgebung. Sie geht in den Kindergarten. Eine Unterbringung waehrend seiner Arbeitszeit waere gegeben.
Meine Tochter und ich haben eine enge Beziehung und ich kann sie nicht zuruecklassen. Zudem haette sie in Dtl. auch mehr Kontakt zu den Grosseltern. Ich bin sehr hin- und hergerrissen. Ich sehe meine Beziehung als gescheitert und moechte nach vorne blicken, aber kann auch meine Tochter nicht hier zuruecklassen.
Welche rechtlichen Moeglichkeiten habe ich in dieser Situation, und wie verhalte ich mich am besten, damit ich unsere Tochter, fuer den Fall dass mein Mann sie nicht freiwillig mit mir gehen laesst (wonach es derzeit leider aussieht), mit nach Dtl. nehmen kann? Bestehen Probleme, dadurch dass wir uns im Ausland befinden. Wir sind alle dt. Staatsbuerger, unsere Tochter ist in Berlin geboren und hat dort auch ihr erstes Lebensjahr verbracht.

Vielen Dank fuer die schnelle Bearbeitung.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ihr Fall weist Auslandsbezug auf. Vorrangig zu prüfen wäre damit wegen Art 21 EGBGB das HKiEntÜ .

(Das HKiEntÜ (Haager Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindsentführung) findet Anwendung soweit ein Kind widerrechtlich verbracht oder zurückgehalten wird. Es soll sicherstellen, dass im jeweiligen Staat Umgang und elterliche Sorge beachtet werden. Ein solcher Fall liegt jedoch nicht vor.)

Da alle Beteiligten Deutsche Staatsbürger sind, werden danach deutsche Sachnormern zur Anwendung kommen, § 1671 ff BGB.

Danach ist grundsätzlich von der gemeinsamen elterlichen Sorge auszugehen. Soweit es um die Übertragung der elterlichen Sorge, insbesondere des Aufenthaltsbestimmungsrechts geht, steht das Kindeswohl im absoluten Vordergrund.

Hier liefern Sie nun Argumente für beide Elternteile:

Für den Vater spricht die gewohnte Umgebung, der Besuch des Kindergartens und die damit verbundenen Freunde.

Für die Mutter spricht die enge Beziehung zum Kind und der Kontakt zu den großeltern. Gegen den Vater und für die Mutter spricht ebenfalls, der wechselnde Arbeitsplatz im Ausland, da duch den Arbeitsplatzwechsel das Kind jedesmal aus der gewohnten Umgebung herausgerissen wird.

Da Sie beide die elterliche Sorge für das Kind haben, dürfen Sie das Kind natürlich nicht einfach mit nach Deutschland nehmen. Als rechtliche Möglichkeit können Sie einen Antrag auf Übertragung der elterlichen Sorge stellen. Soweit ein Wohnsitz in Berlin weiterhin vorhanden ist, können Sie das Familiengericht in Berlin anrufen. Soweit Sie Ihren bislang gemeinschaftlichen Wohnsitz ausschließlich im Ausland haben, müssen Sie sich um einen Anwalt vor Ort bemühen.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Fachanwalt für Familienrecht



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