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Aufenthalt


19.07.2007 19:09 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von



Meine Frau wurde 1960 als uneheliche Tochter eines US-Amerikaners und einer Deutschen beboren.1964 heirateten ihre Eltern und ihr Vater adoptierte sie nachträglich.1971 beantragte ihr Vater die amerikanische Staatsangehörigkeit für sie.1977 wurde ihre eheliche Tochter geboren,die deutsche Staatsbürgerin ist.Meine Frau lebte mit unbefristetem Aufenthalt und unbeschränkter Arbeitserlaubnis bis 2002 in Baden-Würtemberg.
Durch Nachlässigkeit meldete sie sich erst im Juni 2004 in NRW wieder an.Aus Angst vor Strafe gaben wir an,daß sich meine Frau im europäischen Ausland aufgehalten habe.Sie war aber in NRW bei mir.Im Dezember 2004 heirateten wir in Dänemark.Bei der Umschreibung des Familiennamens auf der Ausländerbehörde erhielt sie nur eine Aufenthaltsgenehmigung für 3 Jahre mit Aussicht einer Verlängerung um 5 Jahre.Meine Frau ist zur Zeit Hausfrau.

Wie und wann ist es möglich,daß meine Frau wieder eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung und eine unbeschränkte Arbeitserlaubnis bekommt? Eigentlich hat sie ja ihr ganzes Leben in Deutschland verbracht und ist als Deutsche geboren.

Meine Frau will die amerikanische Staatsangehörigkeit behalten.Ist eine doppelte Staatsbürgerschaft möglich?
20.07.2007 | 10:21

Antwort

von


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Vielen Dank für Ihre Anfrage. Bitte haben Sie Verständnis, dass durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits die rechtliche Beurteilung anders ausfallen kann. Eine Beratung innerhalb dieses Forums stellt nur eine erste rechtliche Orientierung dar und kann den Gang zu einem Rechtsanwalt vor Ort im Zweifel nicht ersetzen. Nach Ihren Angaben führe ich wie folgt aus:
Dadurch, dass sich Ihre Frau zwei Jahre lang nicht gemeldet hat, hat sie gegen das Meldegesetz verstoßen. Durch Ihre Angaben sie sei im europäischen Ausland gewesen sind Sie diesem Verstoß zwar aus dem Weg begangen, allerdings hat sie damit gegen § 51 Abs. 1 Nr. 7 AufenthG verstoßen. Dieser besagt, dass der Aufenthaltstitel erlöscht, wenn der Ausländer ausreist und nicht innerhalb von 6 Monaten wieder eingereist ist. Dies gilt auch für Ausländer mit einem unbefristeten Aufenthaltstitel (jetzt: Niederlassungserlaubnis). Dies würde auf Ihre Frau also zutreffen, mit dem Ergebnis, dass sie ihre Niederlassungserlaubnis verloren hätte. Allerdings gehe ich davon aus, dass sich Ihre Frau mindestens 15 JAhre rechtmäßig im Bundesgebiet aufgehalten hat, wenn Sie schreiben, dass sie praktisch Ihr ganzes Leben in Deutschland gelebt hat. Dann greift § 51 Abs. 2 ein, so dass ein Erlöschen der Niederlassunsgerlaubnis aus oben genanntenm Grund nicht mehr greift. Für Abs. 2 müsste der lebensunetrhalt Ihrer Frau gesichert sein, d.h. sie darf keine öffentlichen Leistungen in Anspruch genommen haben.
Wenn also ein Erlöschen nicht in Betracht kommt, müssen Sie auf jden fall mit Ihrer zuständigen Ausländerbehörde sprechen, denn dann hätte Ihre Frau auch nach der Eheschließung Ihren unbefristeten Aufenthaltstitel behalten müssen. Wahrscheinlich sah die Behörde das anders und gab ihr deswegen nur den normalen Titel nach Eheschließung.
Jedenfalls kann Ihre Frau auch in dem Fall, dass die Behörde bei Ihrer Meinung bleibt nach drei Jahren Ehe mit einem deutschen Staatsbürger eine Niederlassungserlaubnis und dementsprechend auch eine unbefristete Arbeitserlaubnis beantragen. Dies richtet sich nach § 28 Abs. 2 AufenthG. Dazu muss außer der Dreijahresfrist noch die familiäre Lebensgemeinschaft weiterbestehen, kein Ausweisungsgrund vorliegen und sie muss sich auf deutsch verständigen können. Die Voraussetzungen sind bei Ihrer Frau alle gegeben. Achten Sie nur darauf, dass ihre kleine Notlüge bzgl. des Auslandsaufenthaltes nicht auffliegt. Ihre Frau könnte also schätzungsweise Anfang 2008 (kommt auf das Datum der Erteilung des Aufenthaltstitels nach der Eheschließung an) eine Neiderlassungserlaubnis beantragen.
Eine doppelte Staatsbürgerschaft ist grundsätzlich nicht möglich, da Voraussetzung gem. Staatsangehörigkeitsrecht ist, dass die alte Staatsangehörigkeit aufgegeben wird. Allerdings hat Ihre Frau kraft Abstammung ein Anrecht auf die deutsche Staatsbürgerschaft, da sie in Deutschland mit einer deutschen Mutter geboren wurde. Hierzu sollten Sie sich mit der Ausländerbehörde in Verbindung setzen, um die Einbürgerung vornehmen zu lassen udn daraufhinweisen, dass hier eine Ausnahme vorliegt und deswegen die doppelte Staatsbürgerschaft möglich sein müsste. Dieser Schritt wäre zuerst zu empfehelne, da sich dann logischerweise die Beantragung einer Niederlassunsgerlaubnis erübrigt hätte.
Ich hoffe Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Bedarf können Sie gerne die kostenfreie Nachfragefunktion nutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Aminyan
Rechtsanwalt


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