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Aufenhaltstitel trotz befristetem Umzug ins Ausland?

08.07.2013 17:18 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Benjamin Pethö


Guten Tag,

ich bin Deutscher und seit knapp 23 Jahren mit einer Indonesischen Staatsbürgerin Verheiratet. Meine Frau ist im Besitz des UNBEFRISTETEN AUFENTHALTSTITELs, der bereits zum wiederholten Male erneuert bzw. verlängert wurde - jedesmal, wenn meine Frau einen neuen Indonesischen Pass vom Indonesischen Konsult in Frankfurt erhalten hat (Passgültigkeit: 5 Jahre). Ende letzten Jahres wurde der unbefristete Aufenthaltstitel wieder verlängert und läuft daher bis zum Ende der Passgültigkeit (2017), und wird dann nach Vorlage des neuen Passes wieder erneuert.

Nunmehr beabsichtigen wir für zunächt 4 Jahre nach Indonesien zu gehen und hierzu werde ich meinen/unseren Wohnsitz hier in Deutschland abmelden. Daraus resultierend stellt sich mir folgende Frage:

Bleibt der UNBEFRISTETE AUFENTHALTSTITEL trotz Abmeldung beim Einwohnermeldeamt und der 4 jährigen Abwesenheit bestehen? Die auf dem Aufenthaltstitel angegebene Adresse stimmt ja nun nicht mehr, da wir unseren Wohnstz mit dem temporären Wegzug aufgegeben haben und nach unserer Rückkehr wohl erst einmal ins Hotel o.ä. gehen müssen.

Bleibt der UNBEFRISTETE AUFENHALTSTITEL meiner Frau aufgrund der oben gemachten Erläuterungen bestehen? Ich möchte sicherstellen, dass bei unserer Rückkehr in vorraussichtlich 4 Jahren der Unbefristete Aufenthalstitel meiner Frau trotz der Aufgabe des auf der Karte angegebenen Wohnsitzes weiterhin Bestand hat wenn wir nach Deutschland zurückkehren, und wir nicht plötzlich eine böse Überraschung erleben, und man am Frankfurter Flughafen meiner Frau die Einreise verweigert.

P.S.: Ich habe mir vom der Ausländerbehörde zusätlich ein Schreiben geben lassen, dass der Aufenthaltstitel meiner Frau nicht erlischt, bin mir jrdoch jetzt unsicher, wie es sich verhät, wenn der gemeinsame Wohnsitz aufgegeben wurde.

Ich bedanke mich im vorhinein,
Ratsuchender



Einsatz editiert am 08.07.2013 17:25:13

Einsatz editiert am 08.07.2013 17:28:34

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich anhand der mir vorliegenden Informationen wie folgt beantworten:

Grundsätzlich sehe ich bei einer Unterbrechung des Aufenthaltes beim Vorliegen eines unbefristeten Aufenthaltstitels keine Probleme.

Soweit Sie aber Ihren Wohnsitz in Deutschland gänzlich vorhaben aufzugeben und mithin die im Aufenthaltstitel angegebene Anschrift nicht mehr existent ist, kann das zu unvorhergesehenen Problemen führen.

Die Änderung der Adressdaten sind der Melde.- bzw. Ausländerbehörde unverzüglich anzuzeigen und entsprechend zu ändern. Daraus folgt die Pflicht, die Zeit der Abwesenheit aus Deutschland bzw. die Unterbrechung des Aufenthalts ebenfalls anzuzeigen, soweit sich die Anschrift ändert.

Gegebenenfalls sollten Sie die Möglichkeit erörtern, Ihre Frau in Deutschland umzumelden.

Ich möchte Ihnen aufgrund der bestehenden Meldeauflagen -auch bei einem unbefristeten Aufenthaltstitel- davon abraten, ohne eine entsprechende Regelung für mehrere Jahre in das Ausland zu reisen, weil Schwierigkeiten bei der Einreise nicht ausgeschlossen werden können.

Ich hoffe Ihnen mit meiner Antwort weitergeholfen zu haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen für eine weitergehende Beratung, insbesondere bzgl. einer etwaigen Korrespondenz mit der zuständigen Ausländerbehörde gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Pethö
(Rechtsanwalt)

Nachfrage vom Fragesteller 08.07.2013 | 21:05

Sehr geehrter Herr RA Pethö,

die von Ihnen im Nachtrag angefürte "Bescheinigung gemäß $ 51 Absatz 2 Aufenthaltsgesetz" habe ich bei mir (für meine Frau) bei der letzten Verlägerung im Oktober letzten Jahres ausstellen lassen, und sie ist nach Aussage des zuständigen Sachbearbeiters beim Ausländeramt immer gültig (bräuchte ich nicht jedes Jahr mir neu ausstellen lassen).

Jedoch ist in dieser Bescheinung neben dem Namen meiner Frau, Pass-Nr. etc. auch aufgalistet:

"Derzeitige Anschrift: ......, Str.., Hausnr..."

Meine Frage zielt nun im Detail auf folgenden Vorgehensweise bei der Wiedereinreise im Franfurter Flughafen ab:

Bei der Einreise wird der Pass meiner Frau gescanned. Mir ist nun nicht klar ob hier auch die Anschrift geprüft wird, zudem mit dem Pass auch die Niederlassungskarte vorgelegt werden muss, auf der die Adresse eingetragen ist.

Somit hat meine Frau zwar einerseits die unbefristete Niederlassungsbescheinigung und auch die "Bescheinigung gemäß § 51 Absatz 2 Aufenthaltsgesetz" - jedoch ist beides mit der noch aktuellen Adresse versehen, und ich halte es für unwahrscheinlich, dass es eine solche Bescheinigung mit dem Vermerk: 'Ohne Wohnsitz' ausgegeben wird.

Könnte es trotz der Bescheinigung gemäß $ 51 Absatz 2 Aufenhaltsgesetz bei einer Wiedereinreise zu Problemen kommen?

Ich danke nochmals und bitte um Nachsicht für die Nachfrage - es ist halt immens wichtig, dass meine Frau nach über 2 Jahrzehnten nicht ihre Niederlassungsbescheinigung verliert.

Ratsuchender



Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.07.2013 | 21:30

Sehr geehrter Ratsuchender,

die sogenannte Fortbestandsbescheinigung ist u.a. gerade für den von Ihnen geschilderten Fall gedacht. D.h. dass es grundsätzlich zu keinen Problemen bei der Wiedereinreise kommen dürfte.

Gleichwohl kann ich nur eine verbindliche, auf Ihren Fall konkretisierte Auskunft geben, wenn ich Einsicht in die Papiere habe. Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

Pethö
(Rechtsanwalt )

Ergänzung vom Anwalt 08.07.2013 | 19:20

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Frage möchte ich ergänzen, dass bei einer Abmeldung des gewöhnliches Wohnsitzes auch die Möglichkeit bestünde, sich eine sogenannte Fortbestandsbescheinigung von der zuständigen Behörde einzuholen (51 Absatz 2 Aufenthaltsgesetz). Dies wäre für Sie, soweit ich Ihre Frage richtig verstanden habe, die naheliegende Lösungsmöglichkeit.

Mit freundlichen Grüßen

Pethö
(Rechtsanwalt)

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